71 – Hinter feindlichen Linien: Wem kannst Du im Krieg vertrauen?

Gewinnspiel_rot71_coverBelfast 1971 – Die Einheit des jungen englischen Soldaten Gary wird nach Nordirland beordert um die örtliche Polizei bei einem Routineauftrag zu unterstützen. Doch gleich der erste Einsatz gerät völlig außer Kontrolle. Von seinen Kameraden getrennt muss Gary vor den aufgebrachten Iren von nun an um sein Leben rennen. Nur durch die Hilfe einiger Einwohner erhält er die Chance, diesen zu überleben und zu seiner Einheit zurückzukehren. Allerdings wird Gary bei einem Bombenattentat schwer verletzt und findet Unterschlupf bei einer katholischen Familie. Und doch ist er noch nicht in Sicherheit: Die IRA ist ihm bereits dicht auf den Fersen.

Film-Blog.tv meint:
Stell Dir vor, es ist Krieg. Und Du steckst mittendrin. Und weißt nicht, was überhaupt los ist. Wer kämpft gegen wen? Yann Demange bezieht nicht Stellung. Und der Zuschauer verliert schnell den Überblick. Und genau das ist gewollt: Auch Gary Hook weiß nicht, wem er vertrauen kann. Wer ist überhaupt der Gegner?
Der Unterschied des zweiten Kriegsfilms, „American Sniper“, der kürzlich auf Blu-ray rauskam zu „71 – Hinter feindlichen Linien“ ist von der ersten Minute an offensichtlich. Clint Eastwood inszenierte seinen Sniper mit Distanz zum Geschehen. Mit Tat Radcliffe ist man mittendrin. Die verwackelte Handkamera beschert dem Zuschauer fast schon körperliche Schmerzen, wenn auf Gary eingeschlagen wird. Intimer kann man keinen (Anti-)Kriegsfilm inszenieren.

Am 5. Februar 1971 wurde in Nordirland der erste britische Soldat erschossen. Sein Name: Robert Curtis. Ab diesem tödlichen Wendepunkt des Nordirlandkonflikts waren Schießereien zwischen der Irish Republican Army (IRA) und den englischen Soldaten an der Tagesordnung. Bis heute starben bei diesem historischen Konflikt zwischen Protestanten und Katholiken mehr als 3.500 Menschen, die Mehrzahl von ihnen Zivilisten.

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Gary Hook, ein junger englischer Soldat, hat nicht einmal die Grenzen Großbritanniens verlassen und ist mitten im Krieg. Belfast. Katholiken helfen dem „Brit“ und sind dabei selbst in Lebensgefahr. Der direkte Vorgesetzte ist jung, unerfahren und ein wenig zu idealistisch.… Er will nicht, dass die Situation eskaliert und ordnet entgegen dem Rat erfahrener Nordirlandkenner an, dass sein Zug ohne Schutzschilde und Helme auszieht um eine scheinbar harmlose Rangelei zwischen Katholiken und der IRA zu schlichten.

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Doch die Situation gerät schnell außer Kontrolle. Hook wird abgedrängt und findet sich plötzlich schwer verletzt hinter feindlichen Linien wieder. Ein kleiner Junge hilft ihm und bringt ihn in einen Pub. Dort bekommt er zufällig mit, dass hohe Offiziere der britischen Armee katholische Untergrundkämpfer mit einer scharfen Bombe ausstatten. Um die Situation noch weiter anzuheizen. Plötzlich ist Gary in doppelter Gefahr: Sowohl die IRA, als auch der Geheimdienst seiner eigenen Army sind hinter ihm her. Hilfe bekommt er von unerwarteter Seite. Ein katholischer Veteran und dessen Tochter unterstützen ihn, setzen dabei ihr eigenes Leben auf’s Spiel. Doch kann er den beiden vertrauen. Kann er überhaupt jemandem vertrauen? Die Situation scheint aussichtlos.

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Wie schon in der Einleitung erwähnt, macht Tat Radcliffe reichlich Gebrauch von der Handkamera. Auch wenn dieses Stilmittel mittlerweile überholt ist: Hier passt es. Sehr gut sogar. Das unruhige Bild schafft zusätzlich Verwirrung: Wer hilft zu wem? Wer gehört zusammen, wer sind die Feinde? Es ist ein Kriterium des Bürgerkriegs, dass der Kontrahenten nicht an Uniformen zu erkennen sind, dass sie als Nachbarn keine äußerlichen Unterschiede haben. Ob jemand für oder gegen Gary ist, merkt er erst, wenn er in den Lauf einer Waffe blickt… Der Ton trägt sein Scherflein dazu bei. Ein Surroundsystem ist hier ein Muss. Man sitzt dann nicht vor der Leinwand. Man ist mittendrin im Geschehen. Und ist froh zu wissen, dass man nach 100 Minuten Bürgerkrieg wieder zu Hause ist…

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Gewinnspiel
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Die Teilnehmerdaten werden nur für die Zustellung eines eventuellen Gewinns bis zum Einsendeschluss gespeichert und anschließend vollständig gelöscht. Eine Weitergabe an Dritte ist ausgeschlossen.

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Ascot Elite Home Entertainment GmbH präsentiert „71 – Hinter feindlichen Linien“ ab 18. August 2015 auf Blu-ray Disc™, DVD und als VoD.
Das Rezensions- und das / die Verlosungsexemplar€ wurde(n) von Ascot Elite Home Entertainment GmbH zur Verfügung gestellt. Wir bedanken uns herzlich.

Originaltitel: 71
Land / Jahr: Irland, Vereinigtes Königreich / 2014
Genre: Action, Drama, Thriller
Darsteller: Jack O’Connell: Gary Hook, Paul Anderson: Sergeant Leslie, Sam Reid: Lt. Arrmitage, Sean Harris: Captain Sandy Browning, Richard Dormer: Eamon, Charlie Murphy (II): Brigid, Martin McCann: Paul Haggerty, Barry Keoghan: Sean Bannon u. v. a.
Regie: Yann Demange
Drehbuch: Gregory Burke
Produzenten: Angus Lamont, Robin Gutch
Line-Producer: Robert How
Mit-Produzenten: Dan MacRae, Danny Perkins, Hugo Heppell, Mark Herbert, Lizzie Francke, Leslie Finlay
Kamera: Tat Radcliffe
Musik: David Holmes
Schnitt: Chris Wyatt
FSK: 16

Blu-ray Disc™
Laufzeit: ca. 100 Min. zzgl. Bonus
Bildformat: 2,39:1 / 16:9 (1080p/24 HD)
Tonformat: DTS-HD Master Audio 5.1
Sprachen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Extras: Originaltrailer, Interviews Cast & Crew, B-Roll, Trailershow, Wendecover

Webseite zum Film: 71 – Hinter feindlichen Linien

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