American Sniper: Schafe, Wölfe und Hütehunde

Gewinnspiel_rotsniper_coverU.S. Navy SEAL Chris Kyle hat bei seinem Einsatz im Irak eine einzige Aufgabe: seine Kameraden zu schützen. Seine überragende Treffsicherheit rettet auf dem Schlachtfeld unzähligen Soldaten das Leben, und als die Berichte seiner mutigen Taten die Runde machen, verdient er sich den Spitznamen Legende. Doch auch auf der Seite des Feindes wird sein Name bekannt: Als ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt wird, gerät er ins Visier der Aufständischen. Einen ganz anderen Kampf muss er an der Heimatfront bestehen: Wie soll er sich als Ehemann und Vater bewähren, wenn die halbe Welt zwischen ihm und seiner Familie liegt? Trotz der Gefahr und der gravierenden Auswirkungen auf seine Lieben daheim bewährt sich Chris auf vier grauenhaften Einsätzen im Irak, wobei er persönlich für das SEAL-Motto einsteht, dass kein Mann zurückgelassen wird. Doch als er endlich zu seiner Frau und zu seinen Kindern zurückkehrt, merkt Chris, dass es der Krieg ist, den er nicht hinter sich lassen kann..

Film-Blog.tv meint:
In den USA ist „American Sniper“ einer der erfolgreichsten Filme des letzten Jahres. Hierzulande steht man dieser Art Heldenverehrung aus gutem Grund ein wenig kritischer gegenüber. Zweifel, ob der zweite Irak-Krieg der USA der Ägide George W. Bush in irgendeiner Form gerechtfertigt war, werden erst gar nicht gestellt. Die Amerikaner sind die „Guten“, die islamischen Gegner „die Wilden“. Und die kann man abknallen. Hier gibt’s keine Grauwerte, nur reines schwarz und weiß. Differenzierter wird dagegen die Rolle der Helden selbst betrachtet. Im Einsatz sind sie perfekte Kampfmaschinen im Dienste des Vaterlands. Zu Hause werden sie mit den Erlebnissen oft nicht fertig. Und deren Angehörige haben es schwer, eine gemeinsame Basis zu finden. Dieser innere Disput ist eine der Stärken, weswegen „American Sniper“ letztendlich doch sehenswert ist. Auch wenn blinder Patriotismus in dieser Form nicht unbedingt erstrebenswert ist und die Verherrlichung des Militärs für meinen Geschmack deutlich übertrieben wurde. Oder, um es mit Chris Kyle zu sagen: Wir sind Cowboys.

Chris Kyle und sein Bruder wachsen in Texas auf. Werden nach christlichen Grundsätzen – oder was man dort dafür hält – recht streng erzogen. Schon als kleiner Junge lernt er beim Jagen den Umgang mit dem Gewehr. „Es gibt drei Arten von Menschen: Schafe, Wölfe und Hütehunde“ ist das Erziehungscredo des strengen Vaters. „Zu Schafen habe ich Euch nicht erzogen. Und ich will keine Wölfe an meinem Tisch“ ist die Schlussfolgerung. Diese einfachen, aber nicht immer einfach zu erfüllenden Grundsätze sind der Nährboden für die Art von Nationalstolz, Nächstenliebe und Selbstverständnis, die die Familie prägt.

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Als junge Erwachsene sind es Rodeos, mit denen die Freizeit gemeinsam verbracht wird. Die Brüder sind unzertrennlich, was den Beziehungen zu Partnerinnen nicht immer förderlich ist. Bei einer Nachrichtensendung, gezeigt werden die Terroranschläge auf die amerikanische Botschaften in Tansania und Kenia, beschließt Chris 1998 seinem Land bei der US-Army zu dienen. Er sieht darin die Erfüllung seiner Lebensaufgabe als „Hütehund“.

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Während der Militärausbildung lernt er in einer Bar seine spätere Frau Taya kennen. Noch während der Hochzeitsfeier kommt der Anruf, dass er und seine Kameraden in den Irak abkommandiert werden. Dort soll Chris als Scharfschütze die Arbeit der Bodentruppen absichern. Doch schon der erste Schuss stellt ihn vor die Gewissensfrage: Darf er ein Kind töten, das eine Granate in den kleinen Händen hält und damit auf den amerikanischen Militärzug zu rennt, den er beschützen soll? Er darf nicht, er muss. Und gleich danach die Mutter des Jungen, die dessen Tat vollenden will.

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Diesen beiden „Exekutionen“ sollten offiziell gezählte 158 weitere folgen. Die Dunkelziffer ist sicher höher. Al Kaida hat schließlich ein hohes Kopfgeld auf Kyle ausgesetzt. Diesem Einsatz sollten noch drei weitere folgen, insgesamt war er über 1.000 Tage im Feindeinsatz. Eine lange Zeit, die nicht spurlos an ihm und seiner Frau vorüber gezogen ist.

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Die persönliche Ebene ist einer der Stärken von „American Sniper“. Der Alltag, der Kriegshelden einholt. Und alles andere als einfach zu meistern ist. Wer es gewohnt ist, nur Befehle zu befolgen hat letztendlich Probleme, selbst Entscheidungen zu treffen und für deren Tragweite grade zu stehen. Hier zeigt Bradley Cooper, dass er es auch ohne Jennifer Lawrence kann. Sienna Miller als seine Frau Taya liefert eine eindrucksstarke Darbietung ab, ist der emotionale Gegenpol zum nach außen coolen Killer, der ohne militärische Ordnung und Disziplin nicht lebensfähig zu sein scheint.

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Das Bild der Blu-ray ist sehr gut, Tom Stern hat die bedrückende Stimmung beim Häuserkampf in Falludscha in eindrucksvolle Bilder gepackt. Auch bei Großprojektion stimmt hier alles. Der Ton – auch die Deutsche Synchro ist in Dolby Atmos auf der Blu-ray – ist hervorragend. Allerdings sollte man sich dafür mindestens ein 5.1-Surround-System gönnen, da die räumliche Zuordnung der Geräusche vor allem bei den Actionszenen im Kampfgebiet wesentlich zum sensorischen Verständnis beiträgt: Wenn man hört, woher der Schuss kommt, weiß man, wer auf wen geschossen hat.

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Gewinnspiel
Folgende Fragen gilt es zu beantworten:
1.) Nennt uns Euren Lieblingsfilm von oder mit Clint Eastwood! Schön wäre eine kurze Begründung, warum Euch ausgerechnet dieser Film so gut gefällt.
2.) Wie habt Ihr zu www.film-blog.tv gefunden?
Zu gewinnen gibt’s auch was, nämlich ein schönes Fanpaket zum Film bestehend aus:

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1 x Blu-ray Disc™ „American Sniper“
1 x Taschenbuch „American Sniper – Die Geschichte des Scharfschützen Chris Kyle“ aus dem riva Verlag

Schickt einfach eine Mail mit der, hoffentlich richtigen, Antwort und Eurer Adresse an gewinnspiel@film-blog.tv

Dazu habt ihr bis zum 31.07.2015 bis 24.00 Uhr Zeit.

Das Gewinnspiel wird von www.film-blog.tv veranstaltet, die Teilnahme ist kostenlos. Teilnahmeberechtigt sind Personen über 18 Jahre mit Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland. Mitarbeiter der beteiligten Firmen und Agenturen sowie von www.film-blog.tv
dürfen nicht mitmachen. Gehen mehr richtige Antworten ein, als Preise zur Verfügung stehen, lassen wir das Los entscheiden, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Die Teilnehmerdaten werden nur für die Zustellung eines eventuellen Gewinns bis zum Einsendeschluss gespeichert und anschließend vollständig gelöscht. Eine Weitergabe an Dritte ist ausgeschlossen.

„American Sniper“ erscheint bei Warner Bros. Entertainment GmbH ab dem 26. Juni 2015 auf Blu-ray™, DVD und als VoD.
Das Rezensionsexemplar und die Gewinnspielpreise wurden von Warner Bros. Entertainment GmbH zur Verfügung gestellt. Wir bedanken uns herzlich.

Originaltitel: American Sniper
Land / Jahr: USA / 2014
Genre: Drama, Kriegsfilm, Thriller
Darsteller: Bradley Cooper: Chris Kyle, Sienna Miller: Taya Renae / Kyle, Max Charles: Colton Kyle, Luke Grimes: Marc Lee, Kyle Gallner: Winston, Jake McDorman: Ryan Job, Sam Jaeger: Hauptmann Martens u.a.
Regie: Clint Eastwood
Produktion: Bradley Cooper, Clint Eastwood, Andrew Lazar, Robert Lorenz, Peter Morgan
Drehbuch: Jason Dean Hall
Romanvorlage: Sniper: 160 tödliche Treffer – Der beste Scharfschütze des US-Militärs packt aus von Chris Kyle
Kamera: Tom Stern
Schnitt: Joel Cox, Gary D. Roach

Blu-ray Disc
Laufzeit: ca. 132 Min. + Bonus
Bildformat: Full HD 16:9 (2,40:1)
Tonformat und Sprachen: Dolby Atmos (Deutsch, Englisch, Französisch), Dolby Digital 5.1 (Spanisch, Italienisch), Audiodeskription für Blinde (Englisch 5.1)
Untertitel: Spanisch, Französisch, Niederländisch, Dänisch, Finnisch, Schwedisch, Isländisch, Norwegisch
Untertitel für Hörgeschädigte: Deutsch, Englisch
Bonus: Die Geschichte eines Soldaten, Das Making-of von American Sniper.
FSK: 16

Webseite zum Film: „American Sniper“