Andromeda – Tödlicher Staub aus dem All: Kleinste Ursache, größte Wirkung

andromeda_coverEine über New Mexico abgestürzte Militärsonde hat katastrophale Folgen: Im nahegelegenen Örtchen Piedmont sterben fast alle Einwohner innerhalb weniger Sekunden, die US-Regierung reagiert mit fieberhaften Untersuchungen in einem unterirdischen Labor in Nevada. Tatsächlich scheint es sich bei dem tödlichen Staub um einen außerirdischen Organismus zu handeln, der nicht nur mutiert, sondern auch imstande ist, zur Bedrohung für die gesamte Menschheit zu werden. Zwischen möglicher atomarer Lösung oder einem rettenden Forschungsergebnis beginnt ein packender Wettlauf gegen die Zeit.

Film-Blog.tv meint:
Eine Sonde stürzt aus dem All auf eine amerikanische Kleinstadt. Das Einsatzteam lauscht konzentriert auf den Funkbericht der Ermittler vor Ort. Sie berichten grauenhaftes: der Ort ist mit Leichen übersät. Dann ertönt ein Aufschrei, und das Oszilloskop des Funkgeräts zeigt eine flache Linie: Schweigen. Zwei Überlebende werden vom nächsten Team geborgen, ein Baby und ein alter Mann. Bringen sie die Lösung? Warum überlebten gerade diese beiden Bewohner? Ein Team von Top-Wissenschaftlern macht sich in einem geheimen Wüstenlabor fieberhaft auf die Suche nach der Ursache der tödlichen Gefahr. Die Erkenntnis stellt alle Befürchtungen in den Schatten: der Auslöser der Todesfälle in der Kleinstadt könnte die gesamte Menscheit auslöschen.

Den Beitrag verfasste unser Autor Peter Schrandt

Der Film stammt aus 1971 und wurde damit zwei Jahre nach der Mondlandung produziert. Hinter dieser stand der „Sputnik-Schock“, und damit der technische Wettlauf der beiden Großmächte im Westen und im Osten.

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Dies wirkt sich deutlich wahrnehmbar auf „Andromeda“ aus. Der Film spielt sehr verliebt mit der Darstellung von Technik und Wissenschaft. Wir sehen im geheimen Regieurngslabor „Wildfire“ die hochtechnisierte Dekontamination über lange Strecken und erhalten mit den Wissenschaftlern Erläuterungen, was all die chromglänzenden Geräte tun. Computer, damals noch ein Symbol fortschrittlicher und nicht-alltäglicher Technik, und Manipulatoren im Labor bestimmen fast den gesamten Film. Die gesamte technologische Einrichtung wird zum Altar einer Gesellschaft, deren Fortschrittsglauben unbegrenzt scheint.

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Im selben Moment erleben wir auch die Hilflosigkeit gegenüber einem mikroskopisch kleinen Organismus, der sich anfangs nicht entschlüsseln lassen will, jedoch den schnellen Tod für die Menschen in seiner Umgebung bedeutet.

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Gegenüber heutigen Produktionen verläuft die Handlung verhältnismäßig ruhig. Es gibt keine schnellen Schnitte und keine ultra-coolen Typen. Dadurch wirkt die Kompetenz der Protagonisten seriöser, die Erkenntnis aber auch erschreckender. Eine Substanz aus dem All entzieht sich dem wissenschaftlichen Verständnis, sie überlebt und mutiert ohne die Faktoren irdischen Lebens. Damit wird es schwierig, Methoden der Ausbreitung zu verstehen und zu unterbinden.

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Michael Crichton zeigte in seinem ebenfalls verfilmten Roman „Jurassic Park“ bereits eindrucksvoll, wie wissenschaftsbasierte Fiktion faszinieren kann. „Andromeda“ und den berühmten Film um einen Vergnügungspark mit Riesenechsen verbindet, dass menschgemachte Manipulationen außer Kontrolle geraten. Man merkt „Andromeda“ an, dass die Entstehung mehr als vierzig Jahre zurückliegt. Die Handlung ist jedoch spannend inszeniert, die Schauspieler zeigen eine hohe Leistung – und die auf ein Podest gehobenen technischen Einrichtungen lassen und heute teils schmunzeln. Damit unterhält dieser Science Fiction-Thriller auch heute sehr gut. An mehreren Stellen werden „Split-Screens“ eingesetzt, die verschiedene Perspektiven verbinden. Auch solche Techniken tragen zur Kurzweil bei.

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Die Blu Ray-Disc (TM) kommt in einem wertigen Steelbook, das in seiner Aufmachung gut zum Inhalt passt. Das Ausgangsmaterial entspricht in seiner Qualität der Zeit seiner Entstehung. Das geht in Ordnung und trägt zur Authentizität bei.

Koch Media GmbH präsentiert „Andromeda – Tödlicher Staub aus dem All“ auf Blu-ray.
Das Rezensionsexemplar wurde von der Koch Media GmbH zur Verfügung gestellt. Wir bedanken uns herzlich.

Originaltitel: The Andromeda Strain
Land / Jahr: USA / 1971
Genre: Science Fiction
Darsteller: Arthur Hill: Dr. Jeremy Stone, David Wayne: Dr. Charles Dutton, James Olson: Dr. Mark Hall, Kate Reid: Dr. Ruth Leavitt, Paula Kelly: Karen Anson, Ramon Bieri: Major Manchek, Richard O’Brien: Grimes, Peter Hobbs: General Sparks, Richard Bull: Luftwaffenmajor u.a.
Regie: Robert Wise
Drehbuch: Nelson Gidding
Produktion: Robert Wise
Kamera: Richard H. Kline
Schnitt: Stuart Gilmore, John W. Holmes
Musik: Gil Mellé

Blu Ray-Disc ™
Laufzeit: ca. 131 Min. + Bonus
Bildformat: 2,35:1 (16:9)
Tonformat: DTS-HD Master Audio 2.0
Sprachen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch, Englisch
Bonus: Deutscher und englischer Trailer, Making of, Portrait über Michael Crichton, Bildergalerie mit seltenem Werbematerial
FSK: 12

Webseite zum Film: Andromeda – Tödlicher Staub aus dem All