Beste Chance – Wohin das Leben uns auch treibt …

Gewinnspiel_rotbestechance_coverSeit dem Abi vor fünf Jahren haben sich die Freundinnen Jo und Kati nicht mehr gesehen. Während die eine die Welt bereist und mittlerweile in Indien gelandet ist, schlägt sich die andere mühsam mit den Abschlussprüfungen an der Uni herum. Aber fünf Jahre sind wie weggeblasen, als Kati eines Tages auf ihrem Anrufbeantworter besorgniserregende Nachrichten ihrer besten Freundin abhört. Sofort lässt sie alles stehen und liegen und fährt in ihr Heimatdorf, um die besten Freunde aus der Schulzeit zusammen zu trommeln und Jo in Indien zu suchen. Doch Rocky und Toni sind beide in der Zwischenzeit so gut wie verheiratet und leben ihr eigenes Leben. Entsprechend reagieren sie wenig begeistert. Empört, enttäuscht, aber voller Überzeugung, das einzig Richtige zu tun, macht sich Kati kurzerhand allein auf den Weg zum Ashram, von dem Jo auf ihrer letzten Postkarte geschwärmt hat. Was Kati auf ihrer Suche in Indien nicht ahnt: Jo ist schon längst auf dem Weg nach Hause. Sie platzt in ihr Heimatdorf und wirbelt – wie früher – alles gehörig durcheinander…

Film-Blog.tv meint:
„Beste Chance“, der dritte. Letzte und wie viele meinen, beste Teil der „Beste …“-Trilogie. Bei so viel „Best of“ bleibt die Frage dennoch bestehen: Ist das nicht ein wenig übertrieben? Nun ja. Ich gestehe, ich bin ein wenig befangen. Ich bin im Dachauer Land aufgewachsen, nicht weit von Tandern. Aber schon vor fast 30 Jahren weggezogen. Da wird’s einem automatisch warm ums Herz, wenn man die Gegend auf der Leinwand sieht, den Dialekt hört und die DAH-Autos rumfahren sieht. Versuchen wir’s dennoch: Ja, von der Trilogie gefällt mir „Beste Chance“ am besten. Alleine der Kontrast vom bayerischen Hinterland zum quirligen Indien ist köstlich. Die Akteure, allen voran Kati, Walter und Hubert – in Indien – sind eine Klasse für sich. Man nimmt es den dreien fast ab, dass sie die ganze Geschichte selbst genau so erlebt haben. Gleiches gilt für die kleinen und großen, menschlichen und zwischenmenschlichen Sorgen und Nöte zu Hause.
Kritik müssen sie die Drehbuschschreiber aber auch gefallen lassen. Nicht nur, dass der Dreiecksbeziehung von Ruben, Kati und Jo arg konstruiert und unwahrscheinlich ist. Vor allem das Klischee vom schlauen Inder, der die bayrischen Bauern bei jeder Gelegenheit über den Tisch zieht, Kinder die zum Stehlen gezwungen werden und jugendlichen Indern, die deutsche Touristen bis aufs Hemd ausrauben – das ist mehr als überstrapaziert und wäre in dieser Übertreibung nicht nötig.

Ein Wiedersehen mit Kati und ihren Freunden in Tandern – Fünf Jahre sind vergangen:
Kati, inzwischen als Studentin an der Münchner Uni eingeschrieben, steht kurz vor ihrer Diplomprüfung in Architektur. In ihrem Kopf existiert jedoch ein einziges großes Fragezeichen. Mathematik, Stochastik, Zahlen, Berechnungen… Kati ist restlos überfordert. Da hilft auch ihre Lerngruppe mit Helmut nichts, der – nicht ganz uneigennützig – darum bemüht ist, ihr die wichtigsten Grundlagen zu erklären. Dass ausgerechnet jetzt auch noch ihre Beziehung mit Jens in die Brüche gehen musste und Katis WG-Mitbewohner ihr mit seinem ständigen Genörgel auf den Keks geht, helfen auch nicht weiter.

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Als eines Abends Jos Mutter weinend auf Katis Handy anruft und ihr erzählt, dass sie einen besorgnis-erregenden Anruf von Jo aus Indien erhalten hat, ist Kati sofort alarmiert und hört ihren restlos überfüllten, seit Tagen nicht abgehörten Anrufbeantworter ab. Kati ist verzweifelt – Jo hat mehrfach versucht sie zu erreichen und die Stimme der Freundin klang zunehmend Besorgnis erregend. Für Kati steht so-fort fest: sie muss Jo helfen.

Und natürlich macht sie sich als erstes auf den Weg nach Tandern, um Rocky und die alte Clique wie-der zusammen zu trommeln. Doch fünf Jahre sind eine lange Zeit – und die Freunde von damals sind von Katis plötzlicher Rückkehr und ihrem Vorhaben, zu Jo nach Indien zu reisen, nicht besonders begeistert. Rocky, bald verheiratet, steckt mitten in der Fertigstellung eines Hauses für seine Familie. Und auch Toni wirkt mit seiner neuen Freundin Claudia durchaus glücklich. Doch wo Kati auftaucht hinter-lässt sie ihre Spuren: Während sie gerade versucht, Rocky von dem Trip nach Indien zu überzeugen, setzt sich plötzlich Katis VW Bus den Berg hinunter in Bewegung. Bei dem Versuch das Fahrzeug zu stoppen, stürzt Rocky unglücklich und bricht sich das Handgelenk. Im örtlichen Kreiskrankenhaus treffen Kati und Rocky dann ausgerechnet überraschend auf Mike, Katis erste große Liebe, der sich um die Erstversorgung von Rockys gebrochenem Handgelenk kümmert.

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Fassungslos von der Teilnahmslosigkeit ihrer alten Freunde macht sich Kati im Alleingang auf den Weg nach Indien. Schnell überschlagen sich die Ereignisse – denn kurz nachdem Kati in Indien ankommt, hören die Eltern in den Nachrichten von politischen Unruhen im Land. Für die beiden Mütter von Kati und Jo ist die Situation völlig klar: die beiden Väter müssen sofort nach Mumbai aufbrechen und die beiden Töchter schnellstmöglich gesund nach Hause bringen. Katis Suche- inzwischen ist sie in dem Ashram, aus dem Jos letzte Postkarte gekommen ist, angelangt – bleibt unterdessen erfolglos. Eines Abends trifft sie im Ashram auf Ruben, einen Schweizer, zu dem sich Kati schnell hingezogen fühlt. Auch ihn fragt Kati nach Jo und zeigt ihm ein Foto ihrer Freundin – doch von Jo gibt es weiterhin keine Spur. Kati ahnt nicht, dass Jo mittlerweile bereits wieder zu Hause ist: Überraschend taucht Jo im Probenraum der Band auf. Toni ist überrumpelt und sprachlos, nach all den Jahren Jo wiederzusehen. Als Jo hört, dass Kati in Indien ist, um sie zu suchen, ist Jos erster Gedanke, Kati „Entwarnung“ zu geben und sie zurück nach Hause zu holen. Doch ein viel größeres Problem macht Jo zu schaffen. In einem Moment der Wiedersehensfreude mit ihrer Mutter, beichtet Jo, dass sie schwanger ist – ungewollt – und unsicher, ob sie das Kind überhaupt behalten möchte.

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Kati, die mit ihrer Suche im Ashram nicht weiterkommt, beschließt gemeinsam mit Ruben zu einem Yoga Retreat zu fahren. Eine innere Stimme sagt ihr, dass sie Jo dort finden wird. Außerdem hat sie sich längst in den charmanten Schweizer verliebt und genießt es mit ihm zusammen zu sein. Als Kati im Trubel eines indischen Bahnhofs der Rucksack gestohlen wird, heftet sie sich an die Fersen des Diebes – mit Erfolg. Das kleine Mädchen, das Kati beklauen wollte, stolpert und lässt ihre Beute fallen. Die verärgerte Kati stellt jedoch fest, dass sich das Kind bei ihrem Sturz schwer verletzt hat und will sie nicht im Dreck des Bahnhofs alleine lassen. Doch der Zug wartet nicht und Ruben will nicht länger mit der Abreise warten. Kati beschließt, ihn ziehen zu lassen und sich um das Mädchen zu kümmern. Sie will nachkommen, sobald sie das Kind versorgt und zu den Eltern gebracht hat. Ruben vereinbart mit ihr einen Treffpunkt, wo sie sich wiedersehen werden.

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Zunächst will Kati es nicht wahrhaben, aber ihre neu gewonnene Verantwortung für das kleine Mädchen und die Eindrücke, die ihr während ihrer Reise ins Retreat begegnen, lassen sie nachdenklich werden. Über sich, ihr Leben, ihre Zukunft.

Unterdessen erleben auch die beiden Väter eine turbulente Reise durch das hektische Indien: scharfes, schwer verdauliches indisches Essen – der bayerische Magen scheint hierfür nicht gemacht – lange Zugfahrten, Straßenräuber… Und tausende Kilometer entfernt muss sich Jo die Frage stellen, ob sie das Kind nun behalten soll oder nicht. Und nicht nur diese Entscheidung versetzt sie in ein Gefühlschaos. Auch ihr Verhältnis zu Toni, für den Jo noch immer etwas empfindet, bereitet ihr Kopfzerbrechen. Und dem geht es nicht besser. Als Toni dann aber durch einen Zufall von Jos Schwangerschaft erfährt, beginnt er auch gleich wieder an einer gemeinsamen Zukunft zu zweifeln.

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Kati ist erleichtert, als sie Ruben am vereinbarten Treffpunkt wiedersieht. Nichtsahnend, dass Ruben durchaus bereits einmal Jo begegnet ist, ist die Wiedersehensfreude zunächst groß. Doch verwundert liest Kati plötzlich auf Rubens Handydisplay Jos Namen. Verblüfft nimmt sie ab und Jo erzählt ihre ganze Geschichte, von Ruben und ihrer Schwangerschaft. Ruben ist also der Grund für all die verzweifelten Anrufe ihrer Freundin! Wie konnte sie nur auf diesen Typen hereinfallen? Wütend schießt sie Ruben in den Wind.

Mittellos macht sich Kati auf den Weg ins Konsulat, um neue Papiere zu beantragen. Aus dem Nachbarraum dringen ihr bekannte Stimmen. Walter und ihr Vater! In Indien! Auf der Suche nach ihr und Jo! Kati kann ihr Glück kaum fassen. Doch eigentlich will sie nicht zurück nach Hause. Mit dem Segen ihres Vaters beschließt Kati, sich eine Auszeit zu nehmen, um sich über ihre Zukunft klar zu werden. Zufrieden mit ihrer Entscheidung lässt sich Kati durch die Straßen treiben.

Gewinnspiel
Folgende Frage gilt es zu beantworten: Nennt uns einen weiteren Film von Marcus H. Rosenmüller! Zu gewinnen gibt’s auch was, nämlich

2 x DVD „Beste Chance“
1 x Blu-ray „Beste Chance“

Schickt einfach eine Mail mit der, hoffentlich richtigen, Antwort und Eurer Adresse an gewinnspiel@film-blog.tv

Damit Euer Gewinn noch vor Weihnachten bei Euch eintrifft, ist der Einsendeschluss der 15.12.2014 bis 24.00 Uhr. Gehen mehr als eine richtige Antworten ein, lassen wir das Los entscheiden. Mitarbeiter der beteiligten Firmen und Agenturen sowie film-blog.tv dürfen nicht mitmachen, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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Majestic Filmverleih GmbH präsentiert „Beste Chance“ ab dem 05. Dezember 2014 auf Blu-ray und DVD.
Das Rezensions- und die Gewinnspielexemplare wurde von Majestic Filmverleih zur Verfügung gestellt. Wir bedanken uns herzlich.

Beste Chance
Land / Jahr: Deutschland / 2014
Genre: Komödie, Drama
Darsteller: Anna Maria Sturm: Kati, Rosalie Thomass: Jo, Volker Bruch: Toni, Andreas Giebel: Hubert (Katis Vater), Johanna Bittenbinder: Marlene (Katis Mutter), Heinz-Josef Braun: Walter (Jos Vater), Bettina Redlich: Regina (Jos Mutter), Ferdinand Schmidt-Modrow: Rocky, Florian Brückner: Mike, Karolina Horster: Annie, Maria Peschek: Elisabeth Gumberger, Martin Schick: Ruben, Roland Schreglmann: Elvis, Lisa Wagner: Dr. Ulrike Allt, Anna Drexler: Claudia u.a.
Regie: Marcus H. Rosenmüller
Drehbuch: Karin Michalke
Produzenten: Eva Tonkel, H&V Entertainment, Thomas Blieninger, Marcus H. Rosenmüller, Robert Marciniak, Lieblingsfilm
Kamera: Stefan Biebl
Schnitt: Georg Söring
Musik: Gerd Baumann

Blu Ray-Disc ™
Laufzeit: ca. 100 Min. + ca. 90 Min. Bonus
Bildformat: 16:9 – 2,35:1
Tonformat: DTS-HD Master Audio
Sprachen: Deutsch
Untertitel: Deutsch und bayerisch für Hörgeschädigte, Hörfilm für Blinde und Sehbehinderte
Bonus: Dokumentation „Das beste Gefühl – Der Filmemacher Marcus H. Rosenmüller“, Das Filmteam zu Gast in der Nachtlinie, Abendschau mit Marcus H. Rosenmüller, Interviews mit den Hauptdarstellern und Marcus H. Rosenmüller, Hinter den Kulissen, Original Kinotrailer, Trailer von „Beste Zeit“ und „Beste Gegend“, Fotogalerie, Wendecover
FSK: 6

Webseite zum Film: Beste Chance