Blue Jasmine: Die Stadtneurotikerin

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Als ihre Ehe mit dem reichen Geschäftsmann Hal zerbricht, muss die versnobte High-Society-Diva Jasmine ihr Leben neu ordnen und zieht deshalb vorübergehend zu ihrer Schwester Ginger, die in San Francisco ein eher bescheidenes Leben führt. Obwohl psychisch in denkbar schlechter Verfassung, versucht Jasmine verzweifelt, nach Außen weiterhin die gewohnte aristokratische Fassade aufrecht zu halten.

Film-Blog.tv meint:
Entweder man mag Woody Allen, oder man mag ihn nicht. Erstere werden „Blue Jasmine“ lieben. Denn Allen ist mit diesem Film zu seinen Wurzeln zurück gekehrt. Die Rolle, die er einst in „Der Stadtneurotiker“ selbst gespielt hat, überlässt er dieses Mal Cate Blanchett, die eine wunderbare Jasmine abgibt. „Blue Jasmine“ ist die Fortsetzung von „Der Stadtneurotiker“ in aktueller Szenerie.

Jasmine heißt eigentlich Jeanette. Doch seit sie einen New-Yorker Multimillionär geheiratet hat, ist ihr Jeanette zu gewöhnlich. Harold, genannt Hal, Ihr Mann, ist mit „etwas“ dubiosen Finanztransaktionen steinreich geworden. Danny Francis, der hoch talentierte Sohn, gehört in Harvard zu den Jahrgangsbesten und macht das Familienglück für die Außenwelt komplett.

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Doch hinter der Fassade bröckelt der Putz. Harold hat diverse Affären und die Geschäfte laufen auch nicht mehr so reibungslos. Als er wegen Betrugs vom FBI verhaftet wird, begeht er in der Gefängniszelle Selbstmord. Danny Francis bricht darauf hin das Studium ab und verschwindet von der Bildfläche.

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Um zu sich selbst zu finden, zieht Jasmine bei ihrer Schwester Ginger in San Fransisco ein. Die verdient ihren Lebensunterhalt als Kassiererin in einem Supermarkt. Ihre erste Ehe zu Augie scheiterte, als Hal die beiden durch falsche Beratung um die kompletten Ersparnisse und einen großen Lotteriegewinn betrogen hat.

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Die alleinerziehende Mutter zweier Kinder lebt in eher einfachen Verhältnissen und steht mit beiden Beinen fest auf dem Boden der Tatsachen. Ganz im Gegensatz zu Jasmine, die zwar völlig abgebrannt ist, aber mit teurer Kleidung und edlen Accessoires immer noch die versnobte Dame von Welt spielt.

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Um wieder auf die Beine zu kommen, belegt Jasmine einen Computerkurs. Sie lernt neue Freunde kennen und wird auf eine große Party eingeladen. Dort trifft sie auf Dwight Westlake, Diplomat in Wien und aufstrebender Politiker. Um ihm zu imponieren, stellt sich Jasmine mit einem „etwas“ frisierten Lebenslauf als erfolgreiche Innenarchitektin vor. Ob das gut geht?

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Wie Eingangs erwähnt, ist „Blue Jasmine“ ein typischer Woody Allen, im Stil von „Der Stadtneurotiker. Cate Blanchett wurde für ihre schauspielerische Leistung völlig zu Recht mit dem Oscar® und dem Golden Globe Award als „Beste Hauptdarstellerin“ ausgezeichnet, Woody Allen war für das beste Originaldrehbuch nominiert. Wer intelligente Dialoge, detaillierte Charakter- und Milieu-Studien mag, wird auch an „Blue Jasmine“ Gefallen finden.

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Das Bild der Blu-ray ist sehr gut. Auch bei Großprojektion gibt es an Schärfe, Kontrast und Farbabstimmung nichts zu bemängeln. Der Ton kommt stark frontlastig aus dem 5.1-System, was zur guten Verständlichkeit der Dialoge mit beiträgt. Etwas mehr Atmosphäre hätte ich mir da dennoch gewünscht.

Warner Bros. Entertainment GmbH präsentiert „Blue Jasmine“ ab dem 14.März 2014 auf Blu-ray und DVD.
Das Rezensionsexemplar wurde von Warner Bros. Entertainment GmbH zur Verfügung gestellt. Wir bedanken uns herzlich.

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Originaltitel: Blue Jasmine
Land / Jahr: USA / 2013
Genre: Komödie
Darsteller: Cate Blanchett – Jeanette „Jasmine“ Francis; Alec Baldwin – Harold „Hal“ Francis; Sally Hawkins – Ginger, Jasmines Schwester; Bobby Cannavale – Chili, Gingers Verlobter; Andrew Dice Clay – Augie, Gingers Ex-Ehemann; Louis C.K.: Al, Gingers Liebhaber; Peter Sarsgaard – Dwight Westlake, Diplomat und aufstrebender Politiker; Michael Stuhlbarg – Dr. Flicker; Tammy Blanchard – Jane; Max Casella – Eddie; Joy Carlin – Frau im Flugzeug; Alden Ehrenreich – Danny Francis, Hals Sohn
Regie: Woody Allen
Drehbuch: Woody Allen
Produktion: Letty Aronson, Stephen Tenenbaum, Edward Walson
Kamera: Javier Aguirresarobe
Schnitt: Alisa Lepselter
Musik: Christopher Lennertz

Blu-ray Disc
Laufzeit: ca. 98 Min.
Bildformat: Full HD 16:9 (2,40:1)
Tonformat und Sprachen: Dolby Digital 5.1 (Deutsch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Thai, Japanisch, Mandarin); ADS stereo (Englisch), DTS (Englisch)
Untertitel: Niederländisch, Französisch, Japanisch, Koreanisch, Portugiesisch, Chinese, Dänisch, Norwegisch, Schwedisch, Thai, Finnisch, Isländisch, Spanisch
Bonus: Digital Ultraviolet Download-Code
FSK: 6