Bone Tomahawk: Hänsel & Gretel im Wilden Westen

tomahawk_coverGewinnspiel_rotDas Jahr 1800. Irgendwo in der Nähe der Grenze zwischen Texas und Mexiko. Unwissentlich führt ein Gesetzloser eine Gruppe kannibalischer Höhlenbewohner in die friedliche Western-stadt Bright Hope. Dort verschwinden nach und nach einzelne Siedler, darunter auch die Frau des örtlichen Rinderbarons. Dieser begibt sich, trotz seines verletzten Beins gemeinsam mit dem Sheriff, seines alternden Deputys und einem zu allem entschlossenen Revolverhelden auf Rettungsmission. Was folgt ist die Hölle auf Erden, die durch die Brutalität der furchtbaren Gegner keine Gnade kennt …

Film-Blog.tv meint:
S. Craig Zahler, bisher eher als Autor bekannt, führt in „Bone Tomahawk“ zum ersten Mal Regie. Trotz eines eher bescheidenen Budgets konnte er eine illustre Starbesetzung für seinen Horror-Western gewinnen. Dennoch: So ganz überzeugen konnte mich der Streifen nicht. Teilweise dümmliche Dialoge wie „Die Suppe schmeckt nach Mais“ – „Das ist eine Maissuppe“ fallen da noch weniger ins Gewicht. Mehr schon, dass Zahler nicht den Mut hatte, eine gute halbe Stunde Überlänge rauszuschneiden. So latschen die Helden durch immer gleiche Landschaften, die Story zieht sich in Längen, bei denen es teilweise schwer fällt, wach zu bleiben. Wer zwischendurch mal rausgeht um für den Getränkenachschub zu sorgen, versäumt nicht viel. Erst die letzten 15 Minuten zieht er die Zügel wieder an, diese Viertelsunde hat’s noch mal in sich.

„Bone Tomahawk“ beginnt mit einem Paukenschlag. Die ersten Szenen rechtfertigen FSK 18 und lassen auf gruseligen Splatter-Horror hoffen: Zwei Strauchdiebe schlitzen schlafenden Cowboys die Kehlen auf, um sie auszurauben. Doch deren Freude an der Beute hält nicht lange an: Pferdegetrappel aus der Ferne kündigt Ärger für die Gauner an, die sich deshalb im Gestrüpp verstecken wollen. Geraten dabei aber auf eine rituelle Stätte von Indianern. Die lassen sich das nicht gefallen: Einer der Gauner wird mit einem Pfeil erschossen und an Ort und Stelle ausgeweidet. Der zweite kann verletzt fliehen.

Szenenwechsel. Im Saloon des kleinen Westernnests „Bright Hope“ ist tote Hose. Die Cowboys sind auf einem Treck, im Kaff nur noch deren Frauen, der Sheriff mit seinem Deputy und Arthur O’Dwyer. Der ist beim Heimwerken vom Dach gefallen und hat sich dabei das Bein gebrochen. Ach ja, der Doc ist auch noch da. Aber nicht zu sehen, da er meist besoffen im Bett liegt. Seine Aufgaben übernimmt dabei Samantha, Arthurs Frau und Arzthelferin.

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Purvis, der Gauner, der sich retten konnte, schafft es bis Bright Hope. Wird aber im Saloon von Sheriff Hunt festgenommen und ins Kittchen gesteckt. Offensichtlich hat er, neben der Schussverletzung aus der Ballerei mit dem Sheriff auch noch hohes Fieber. Da der Doc wieder mal unabkömmlich ist, muss Samantha den Verletzten versorgen und erklärt sich bereit, die Nacht über auf ihn aufzupassen.

Am Morgen darauf sind der Gefangene und Mrs. O’Dwyer verschwunden. Ein Pfeil, der gefunden wird, weist darauf hin, dass die beiden und ein Helfer des Sheriffs, von einem kannibalischen Indianerstamm entführt wurden. Hunt, sein Deputy, der reichlich blasierte John Brooder und Arthur machen sich auf den Weg, die Gefangenen zu befreien bevor sie verspeist werden.

Als dem Quartett dann auch noch die Pferde gestohlen werden, ist erst mal die Luft raus. Arthur hinkt mit seinem gebrochenen Bein hinterher, die anderen drei haben Minutenlang Zeit, durch die immer gleiche Landschaft zu watscheln, Steinchen als Wegmarken für den folgenden Arthur zu verteilen und dünne Dialoge zu führen. Bis es, die erwähnte Viertelstunde vor dem Abspann endlich zum Showdown kommt …

Das Bild der Blu-ray ist, wie sollte es anders sein, sehr gut. Der Ton ist gut ausgewogen abgemischt, das 5.1System wird fleißig beschickt und vermittelt mit sehr guter Räumlichkeit viel Atmosphäre.

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Gewinnspiel
Folgende Fragen gilt es zu beantworten:
1.) Nennt uns Euren Lieblingswestern! Schön wäre eine kurze Begründung, warum Euch ausgerechnet dieser Film so gut gefällt.
2.) Wie habt Ihr zu www.film-blog.tv gefunden?
Zu gewinnen gibt’s auch was, nämlich

2 x Blu-ray „Bone Tomahawk“

Schickt einfach eine Mail mit der, hoffentlich richtigen, Antwort und Eurer Adresse an gewinnspiel@film-blog.tv

Dazu habt ihr bis zum 15.03.2016 bis 24.00 Uhr Zeit.

Das Gewinnspiel wird von www.film-blog.tv veranstaltet, die Teilnahme ist kostenlos. Teilnahmeberechtigt sind Personen über 18 Jahre mit Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland. Mitarbeiter der beteiligten Firmen und Agenturen sowie von www.film-blog.tv
dürfen nicht mitmachen. Gehen mehr richtige Antworten ein, als Preise zur Verfügung stehen, lassen wir das Los entscheiden, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Die Teilnehmerdaten werden nur für die Zustellung eines eventuellen Gewinns bis zum Einsendeschluss gespeichert und anschließend vollständig gelöscht. Eine Weitergabe an Dritte ist ausgeschlossen.

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Constantin Film AG präsentiert „Bone Tomahawk“ ab 21. Januar 2016 auf Blu-ray Disc™, DVD und als VoD.
Das Rezensions- und die Verlosungsexemplare wurden von Constantin Film AG zur Verfügung gestellt. Wir bedanken uns herzlich.

Originaltitel: Bone Tomahawk
Land / Jahr: USA / 2015
Genre: Horror, Western
Darsteller: Kurt Russell: Sheriff Franklin Hunt, Patrick Wilson: Arthur O’Dwyer, Matthew Fox: John Brooder, Richard Jenkins: Chicory, Lili Simmons: Samantha O’Dwyer, David Arquette: Purvis, Sid Haig: Buddy u.a.
Regie: S. Craig Zahler
Drehbuch: S. Craig Zahler
Romanvorlage:
Produktion: Jack Heller, Dallas Sonnier
Kamera: Benji Bakshi
Schnitt: Greg D’Auria
Musik: Jeff Herriott
FSK: 18

Blu-ray Disc™
Laufzeit: ca. 131 Min. + ca. 80 Min. Bonus
Bildformat: 2,40:1 in 16:9
Tonformat und Sprachen: DTS-HD High Resolution 5.1 (Deutsch, Englisch), Dolby Digital 2.0 (Deutsch),

Webseite zum Film: Bone Tomahawk