Casa de mi Padre: Mexiwood-Spezial

casa_cover Armando Alvarez hat sein gesamtes Leben auf der Farm seines Vaters in Mexiko geschuftet. Als sich die Schulden häufen und die Existenz auf dem Spiel steht, kehrt Armandos kleiner Bruder Raul auf die Ranch zurück, seine überaus attraktive Verlobte Sonia im Schlepptau. Raul hat im Ausland große Kasse gemacht und verspricht großspurig, alle Schulden des Vaters zu begleichen. Doch dann verfällt Armando der heißen Sonia mit Haut und Haar, Rauls Reichtum entpuppt sich auf Sand gebaut. Und schon haben die Brüder den mächtigen Drogenbaron Onza an der Backe, der ihnen den Krieg erklärt …

Film-Blog.tv meint:
Man muss den Humor von Will Ferrell schon mögen und die diversen Seitenhiebe verstehen. Dann hat man bei „Casa de mi Padre“ einen Riesenspaß. Er nimmt die lateinamerikanischen Seifenopern genau so gekonnt auf’s Korn wie den „american way of life“. Ein geschickter Schachzug ist sicher auch, dass die in Mittel- und Südamerika als Seriendarstellerin bestens bekannte Génesis Rodríguez ihre weiblichen Reize spielen lassen darf.
Wer die Anspielungen nicht versteht, hat es naturgemäß schwer, den Faden zu finden. Aber auch für Fans von Helge Schneider ist „Casa de mi Padre“ sicher einen Blick wert.

Obwohl „Casa de mi Padre“ eine amerikanische Produktion ist, wurde er komplett auf spanisch gedreht. Wer sich die Gaudi macht und sich den Film in Originalfassung anschaut, darf sich auf einen Will Ferell freuen, der weder mexikanisch aussieht, noch so spricht. Alleine das ist schon den Spaß wert – man muss es halt nur verstehen. Das gilt auch für die Gags. Die lateinamerikanische Fernsehwelt, der klassische Western und amerikanische Drogenthriller werden pointiert durch den Kakao gezogen. Klar im Vorteil ist, wer die Zitate versteht.

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Doch auch so macht der Film Freude. Wesentlichen Anteil daran hat der gelungene Soundtrack. Den Titelsong steuerte Christina Aguilera bei, das Intro dazu erinnert mich stark an die „Rocky Horror Picture Show“. Die Tex-Mex-Fassung von „A Whiter Shade Of Pale“ vor der Hochzeitsszene ist einfach sensationell.

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Die ganze Handlung ist so herrlich daneben wie das Szenenbild. Meg Everist zeichnet dafür verantwortlich. Sie gibt sich gar keine Mühe, den gemalten Studiohintergrund zu verstecken. Der Maja-Gott in Form eines übergroßen, weißen Pumas aus Plüsch hat einfach „Stil“.
An den Schießereien werden Tarantino und seine Fans sicher ihre helle Freude haben. Die Choreographie der Getroffenen und das in Zeitlupe spritzende Theaterblut verfehlen ihre Wirkung auf die Lachmuskeln der Zuschauer nicht.

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Die Bildqualität der Blu-ray könnte indes etwas besser sein. Farbe und Kontrast sind zwar sehr gut, doch Schärfe, Korn und Schwarzwerte sind bestenfalls guter DVD-Standard. Der Ton kommt recht frontlastig aus den Surroundboxen, echter Raumklang ist eher selten der Fall.

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Ascot Elite Home Entertainment GmbH präsentiert „Casa de mi Padre“ seit 18.02.2014 auf Blu-ray Disc™, DVD und VOD.
Das Rezensionsexemplar wurde von Ascot Elite Home Entertainment GmbH zur Verfügung gestellt. Wir bedanken uns herzlich.

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Originaltitel: Casa de mi Padre
Land / Jahr: USA / 2012
Genre: Western, Komödie
Darsteller: Will Ferrell, Gael García Bernal, Diego Luna, Génesis Rodríguez, Adrian Martinez, Efren Ramirez, Nick Offerman, Jerry Collins, Louis Carazo, Sandra Echeverria, Elijah Velarde, Alejandro Patino u.a.
Regie: Matt Piedmont
Drehbuch: Andrew Steele
Produzenten: Will Ferrell, Emilio Diez Barroso, Jessica Elbaum, Adam McKay, Kevin J. Messick
Ausführende Produzenten: Álex García, D. Scott Lumpkin, Billy Rovzar, Fernando Rovzar
Kamera: Ramsey Nickell
Komponist: Andrew Feltenstein, John Nau
Schnitt: David Trachtenberg
Szenenbild: Meg Everist
FSK: 12

Blu-ray
Laufzeit: ca. 81 Min.
Bildformat: 2.33:1 / 16:9 (1080p/24 HD)
Tonformat: DTS-HD Master Audio 5.1
Sprachen: Deutsch, Spanisch
Untertitel: Deutsch
Extras: Entfallene Szenen, Making Of, Interview, Trailer