Da geht noch was: Väter und Söhne

Da geht noch was_coverSeine Familie kann man sich nicht aussuchen und deshalb beschränkt Conrad (Florian David Fitz) die Besuche bei seinen Eltern auf ein absolutes Minimum. Sein Vater Carl (Henry Hübchen) ist ein mürrischer alter Knochen, der kein gutes Haar an seinem Sohn oder dessen Frau Tamara (Thekla Reuten) lässt, während Enkel Jonas (Marius Haas) die Besuche ganz pragmatisch sieht: Seine gute Laune lässt er sich von Papa bezahlen.

Film-Blog.tv meint: „Da geht noch was“ fängt gut an, die ersten beiden Drittel machen richtig Spaß. Die Konflikte von Conrad mit seinem Vater werden viele Söhne nachempfinden können. Ganz stark die Szene, in der Conrad den von der Mutter zusammen geschnittenen Super-8-Film anschaut. Tamara und der italienische Freund der Mutter haben leider nur Kurzauftritte, doch auch da dürfen Sie ihre Figuren herrlich karikieren. Leider driftet „Da geht noch was“ im letzten Drittel arg ins kitschige ab und hat ab dann nur noch „ZDF-Herzkino-Niveau“.

Wenn sich Söhne ein Familienleben wie in der Fernsehreklame wünschen und Väter es sich in den Kopf gesetzt haben, eigene Versäumnisse in ihrem Nachwuchs nachzuholen – dann sind Konflikte vorprogrammiert. So ergeht es auch Conrad mit seinem Vater Carl. Der wiederum findet kein gutes Haar an der, durchaus beachtlichen Karriere des Sohns und seinem, zumindest äußerlich, recht harmonischen Familienleben. Seinen Enkel Jonas bezeichnet Carl stets als „Eierkopf“, die Schwiegertochter beleidigt er ständig. Kein Wunder, dass die junge Familie die Besuche bei den Großeltern schon länger eingestellt hat und nur noch Weihnachtskarten verschickt.

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Lediglich zur Mutter Helene (Leslie Malton) pflegt Conrad noch einen lockeren Kontakt. Die Stipvisite zum fälligen Geburtstagsbesuch will er mit dem Abflug in den Urlaub verbinden. Dabei überrascht ihn die Mutter allerdings mit Neuigkeiten. Sie hat Carl nach 40 Jahren Ehe verlassen und bittet Conrad um einen Gefallen: einen Botengang ins Elternhaus – mit ungeahnten Folgen. Denn dort versinkt Carl nicht nur in leeren Bierdosen, sondern auch in jeder Menge Selbstmitleid. Als Carl dann noch in den leeren Pool stürzt und sich dabei verletzt, müssen Conrad und Jonas notgedrungen in Conrads altem Jugendzimmer campieren.

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Bild und Ton der Blu-ray sind auf dem aktuellen Stand der Technik, da gibt es nichts zu meckern. Scharf, farbenfroh und kontrastreich auch bei Großprojektion mit dem Beamer. Der Ton ist bei den Dialogen etwas frontlastig, doch immer räumlich wo nötig und gut verständlich. Der Soundtrack passt zum Film, da gibt’s keinen Grund zur Klage.

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Constantin Film AG präsentiert „Da geht noch was“ auf DVD und Blu-ray Disc™.
Das Rezensionsexemplar wurde von Constantin Film AG zur Verfügung gestellt. Wir bedanken uns herzlich.

Originaltitel: Da geht noch was
Land / Jahr: Deutschland / 2013
Genre: Tragikomödie
Darsteller: Conrad – Florian David Fitz, Carl – Henry Hübchen, Helene – Leslie Malton, Jonas – Marius Haas, Tamara – Thekla Reuten, Kim – Jamie Bick, Arno – Felix von Manteuffel u.v.a.
Regie: Holger Haase
Drehbuch: Jens-Frederick Otto in einer Bearbeitung von Florian David Fitz
Produzenten: Viola Jäger und Harald Kügler (Olga Film)
Produktionsleitung: Andrea Oechsner
Kamera: Gerhard Schirlo
Schnitt: Ueli Christen
Szenenbild: Anette Ingerl
Kostümbild: Eva Kantor
Ton: Oliver Jergis
Musik-Supervisor: Andreas Kirnberger / Doublefun
Komponist: Andy Groll
FSK: 6

Blu-ray Disc
Laufzeit: ca. 101 Min.
Bildformat: 2.35:1 in 16:9
Tonformat: Deutsch DTS-HD 5.1
Untertitel: keine
Extras:

Webseite zum Film: http://www.dagehtnochwas-film.de