David Gilmour: „Live At Pompeij 2016“ – 45 Jahre später

Pink Floyd-Legende David Gilmour brach vor zwei Jahren zu einer Konzertreise auf, die ihn an ausgewählte historische Orte auf der ganzen Welt führte. Am 7. und 8. Juli 2016 spielt er zwei Aufsehen erregende Shows im Amphitheater in Pompeij. Das Konzert ist ein audiovisuelles Erlebnis, mitsamt riesigem kreisförmigem Cyclorama-Screen, Laser, Pyrotechnik und fantastischen Performances.

Film-Blog.tv meint:
„Pink Floyd: Live At Pompeij“. Es gab in den 70igern wohl kaum ein Gymnasium, in dem der Konzertmitschnitt nicht beim Projekttag am Schuljahresende mit dem Super-8-Projektor in irgendeinem Oberstufen-Klassenzimmer auf die Overhead-Leinwand projiziert wurde. Dazu krächzte der eingebaute Lautsprecher. Wenn man Glück hatte, wurde man mit einem Filmriss (wörtlich, gab’s damals noch in echt) vom Leiden erlöst. Wie bahnbrechend der Film wirklich war, wussten nur die wenigen, die ihn im Kino gesehen hatten.
45 Jahre später ist das ganz anders. Zwar ist von Pink Floyd nur David Gilmour übrig geblieben, aber der klampft dafür einige der Titel auf einer Fender, die wahrscheinlich auch 1971 schon mit dabei war. Bei der Blu-ray von 2016 muss niemand mehr einen Filmriss befürchten, das Bild und der 5.1-Surround-Sound sind auf dem aktuellen Stand der Technik. Gilmour und seine Band präsentieren in bester Spiellaune einen Querschnitt durch die letzten fünf Dekaden „Pink Floyd“. Einen kleinen Seitenhieb kann ich mir dennoch nicht verkneifen: 1971 durfte kein Publikum ins altehrwürdige Amphitheater von Pompeij. 2016 hätte man es sich auch sparen können. Denn vom Auditorium geht kaum Stimmung aus, die eine Live-Aufnahme eigentlich ausmachen sollte. Der größte Teil der Konzertbesucher hält stumm ein Smartphone hoch und verhält sich ruhig. Mensch Leute, lasst doch das Filmen bei Konzerten. Genießt lieber den Augenblick und kauft Euch hinterher die Blu-ray. Die Profis können das viel, viel besser. Q.e.d. – Diese Blu-ray gehört in jede Sammlung. Danke dafür.

Vor zwei Jahren brach Pink Floyd-Legende David Gilmour zu einer Konzertreise auf, die ihn an ausgewählte historische Orte auf der ganzen Welt führte. Im Rahmen dieser Tour gab er 2016 ein Konzert im Amphitheater in Pompeij – es war die erste Live-Darbietung vor Publikum seit den Gladiatoren-Kämpfen 79 n.Chr.. Für den 71-jährigen Briten war es die triumphale Rückkehr in jene Stadt, in der 1971 Adrian Mabens legendärer Konzertfilm „Pink Floyd – Live At Pompeii“ entstanden war. Im Alten Rom war das Amphitheater in Pompeij als „Spectaculum“ bekannt – Gilmour arbeitet nun zusammen mit seinem langjährigen Partner und „Maestro der Farben“ daran, das Spektakel zurück ins Spectaculum zu bringen.

Am 7. und 8. Juli 2016 spielte David Gilmour zwei Aufsehen erregende Shows im Schatten des Vesuvs, 45 Jahre nach seinem ersten Auftritt in der süditalienischen Stadt für „Pink Floyd – Live at Pompeij“. Es waren die ersten Rockkonzerte in der altrömischen Spielstätte, die neunzig Jahre vor Christi gebaut und 169 Jahre später beim Ausbruch des Vesuvs unter Asche begraben wurde. „Es ist ein magischer Ort und hierher zurück zu kommen, die Bühne und die Arena zu sehen, war einfach überwältigend“, erklärt er, „es ist ein Ort der Geister …“

Die Konzertfilm David Gilmour „Live At Pompeii“ wurde unter der Regie von Gavin Eider in 4K gefilmt und enthält Highlights aus beiden Shows. Das Konzert ist ein audiovisuelles Erlebnis, mitsamt riesigem kreisförmigem Cyclorama-Screen, Laser, Pyrotechnik und fantastischen Performances der Allstar-Band.

Der Film enthält Songs aus der gesamten Karriere des legendären Musikers, darunter die Titelsongs seiner beiden jüngsten Nummer-Eins-Soloalben „Rattle That Lock“ und „On An Island“. Darüber hinaus finden sich im Tracklisting weitere Solo-Stücke und Pink Floyd-Klassiker wie „Wish You Were Here“, „Comfortably Numb“ und „One Of These Days“. Letzterer Song ist dabei der einzige, der von der Band bereits 1971 gespielt wurde. Bei beiden Konzerten gab Gilmour großartige Versionen von „The Great Gig In The Sky“ aus dem Album „The Dark Side Of The Moon“ zum Besten, den er bei Solo-Konzerten extrem selten spielt.

David Gilmour „Live At Pompeii“ erscheint weltweit am 29. September in folgenden Formaten: Doppel-CD (mit 21 Tracks), Einfach-Blu-ray, Doppel-DVD, Blu-ray + CD Deluxe Edition Boxset (2 CDs und 2 Blu-rays), Vierfach-Vinyl und Download.

Blu-ray Disc™
1. 5 A.M. (3:54)
2. Rattle That Lock (4:40)
3. Faces Of Stone (6:01)
4. What Do You Want From Me (4:34)
5. The Blue (6:30)
6. The Great Gig In The Sky (6:01)
7. A Boat Lies Waiting (4:55)
8. Wish You Were Here (5:18)
9. Money (8:12)
10. In Any Tongue (8.02)
11. High Hopes (9.58)

12. One Of These Days (6:35)
13. Shine On You Crazy Diamond (12:37)
14. Fat Old Sun (5:58)
15. Coming Back To Life (7:16)
16. On An Island (7:08)
17. Today (6:34)
18. Sorrow (10:49)
19. Run Like Hell (7:15)
20. Time / Breathe (In The Air) (reprise) (6:45)
21. Comfortably Numb (9:41)

Bonus: : Documentary: Pompeii Then And Now (7:17)

Regie Gavin Elder
Produktion Dione Orrom
Audio-Produktion David Gilmour
Audio-Mix Andy Jackson, David Gilmour, Damon Iddins (Assistent)
Audio-Aufnahmeleitung Damon Iddins

Tonformat 96/24 PCM Stereo, 96/24 DTS Master Audio
Sprache Englisch, OT

David Gilmour „Live At Pompeii“ wird am 29. September 2017 von Columbia Records / Sony Music Entertainment GmbH auf Doppel-CD (mit 21 Tracks), Blu-ray, DVD, Blu-ray + CD Deluxe Edition Boxset (2 CDs und 2 Blu-rays), Vierfach-Vinyl und als Download veröffentlicht.

Das Rezensionsexemplar wurde von Columbia Records / Sony Music Entertainment GmbH zur Verfügung gestellt. Wir bedanken uns herzlich.

Webseite von David Gilmour