Desierto – Tödliche Hetzjagd: Grenzerfahrungen

desierto_coverGewinnspiel_rotUm endlich seinen Sohn wiederzusehen, hat der Mexikaner Moses eine riskante Reise angetreten. Er hat zwei Führer bezahlt, die ihn als Teil einer Gruppe von Gleichgesinnten durch die Wüste führen und illegal den Weg in das Land der unbeschränkten Möglichkeiten weisen sollen. Doch als der Lastwagen mitten in der Wüste streikt, müssen die Leute den Rest des Weges zu Fuß zurücklegen. Aber kaum, dass sie über der Grenze sind und US-amerikanischen Boden betreten haben, kreuzt Sam ihren Weg. Mit seinem Hund und seinem Gewehr bewaffnet hat der gnadenlose Südstaatler die Grenzpatrouille in die eigene Hand genommen und will den Immigranten eine Lektion erteilen.

Film-Blog.tv meint:
Flüchtlinge und der Umgang mit ihnen sind in den USA schon lange ein Thema. Nicht erst, seit ein gewisser Trump(el) damit auf Wählerfang in der rechten Ecke unterwegs ist. Hier werden der illegale Grenzübergang einer Gruppe mexikanischer Flüchtlinge und der sehr unfreundliche Empfang durch einen selbsternannten Hüter der amerikanischen Werte in einem Thriller fast schon „en passant“ thematisiert, ohne für eine der beiden Seiten Partei zu ergreifen. Nicht den Mexikanern und schon gar nicht dem Redneck Sam gehören die Sympathien der Zuschauer. Die Cuaróns zeigen einfach ein paar Tage in der Wüste, spektakulär sind lediglich die Landschaftsaufnahmen. Und die unerträgliche Spannung …

Eine Gruppe Mexikaner ist auf der Ladefläche eines Kleinlasters unterwegs zur Grenze in die USA. Eine bunt zusammengewürfelte Gruppe ohne Zusammenhalt. Lediglich die Hoffnung auf ein besseres Leben auf der anderen Seite von Zaun und Wüste hat sie für diesen Trip zusammengeführt. Darunter auch ein schmieriger, unsympathischer Geselle, der eine jungen Frau, der er eigentlich auf dem Trip zur Seite stehen soll, ständig angegrapscht.

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Und Moises, der junge KFZ-Mechaniker. Er war schon mal in den USA. Sogar ganz legal. Bis er dann, aufgrund einer Unachtsamkeit mit unglücklichen Folgen, wieder ausgewiesen wurde. Jetzt ist er auf dem Weg nach Miami, wo seine Frau und der kleine Sohn auf ihn warten. Im Gepäck, für den Filius, ein sprechender Teddybär. Der noch später im Film seinen wichtigen Auftritt bekommen wird.

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Mitten im Nirgendwo bleibt der LKW der Schlepper stehen. Moises diagnostiziert einen Motorschaden, der vor Ort nicht repariert werden kann. Zusammen mit einem der Schleuser geht’s zu Fuß weiter. Der Zaun – hier war Trump offensichtlich noch nicht am Werk – besteht nur aus drei Stacheldraht-Leitungen. Ihn zu überwinden ist kein Problem. Eher schon die Wüste, die es für den Flüchtlingstreck noch zu durchwandern gilt. Mit leichtem Gepäck, aber mit wenig Wasser. Bei sengender Hitze. Ständig in der Angst, von Grenzwächtern aufgegriffen und zurück geschickt zu werden.

Aber es kommt noch schlimmer. Sam, der Redneck, ist mit seinem Hund Trapper in einem abgewrackten Pickup unterwegs. Er war bei der Army Scharfschütze und ist auf der Jagd. Nicht nur nach Kaninchen …

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Es entwickelt sich ein gnadenloser Thriller um Leben und Tod. Zwar fließt dabei auch reichlich Blut, doch FSK 18 erscheint mir reichlich übertrieben. Ich habe schon einige Filme ab 16, sogar ab 12, gesehen, in denen es – die Gewaltdarstellungen betreffend – deutlich härter zuging. Mit knapp eineinhalb Stunden Laufzeit hat „Desierto“ auch genau die richtige Dauer. Der straffe Schnitt vermeidet Längen, die der Spannung abträglich sind. Die wird hoch gehalten, ein paar kleinere Logikfehler fallen kaum ins Gewicht.

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Das Bild der Blu-ray ist auch bei Großprojektion perfekt. Der Ton, auch in der deutschen Spur DTS-HD Master Audio 5.1, kommt räumlich aus dem Surroundsystem und trägt maßgeblich zur dichten Atmosphäre bei. Etwas verwirrend ist vielleicht, dass Anfangs, bei den Szenen auf der Ladepritsche des LKW, mit jedem Perspektivwechsel auch das Tonsignal wandert. „Desierto“ soll für Mexico im nächsten Jahr ins Rennen um den Auslands-Oscar gehen. Ob die ur-amerikanisch inspirierte Jury sich davon beeindrucken lässt, bleibt abzuwarten.

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Gewinnspiel
Folgende Fragen gilt es zu beantworten:
1.) Nennt uns den Thriller über eine Flucht, der Euch am besten gefällt! Schön wäre eine kurze Begründung, warum Euch ausgerechnet dieser Film so gut gefällt.
2.) Wie habt Ihr zu www.film-blog.tv gefunden?
Zu gewinnen gibt’s auch was, nämlich

1 x Blu-ray Disc™ „Desierto – Tödliche Hetzjagd“

Schickt einfach eine Mail mit der Antwort und Eurer Adresse an gewinnspiel@film-blog.tv

Dazu habt ihr bis zum 15.11.2016 bis 24.00 Uhr Zeit.

Das Gewinnspiel wird von www.film-blog.tv veranstaltet, die Teilnahme ist kostenlos. Teilnahmeberechtigt sind Personen über 18 Jahre mit Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland. Mitarbeiter der beteiligten Firmen und Agenturen sowie von www.film-blog.tv
dürfen nicht mitmachen. Gehen mehr richtige Antworten ein, als Preise zur Verfügung stehen, lassen wir das Los entscheiden, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Die Teilnehmerdaten werden nur für die Zustellung eines eventuellen Gewinns bis zum Einsendeschluss gespeichert und anschließend vollständig gelöscht. Eine Weitergabe an Dritte ist ausgeschlossen.

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Ascot Elite Home Entertainment GmbH präsentiert „Desierto – Tödliche Hetzjagd“ ab 21. Oktober 2016 auf Blu-ray Disc™, DVD und als VoD.
Das Rezensions- und die Verlosungsexemplare wurden von Ascot Elite Home Entertainment GmbH zur Verfügung gestellt. Wir bedanken uns herzlich.

Originaltitel: Desierto
Land / Jahr: Mexiko, Frankreich / 2015
Genre: Thriller
Darsteller: Gael García Bernal: Moises, Jeffrey Dean Morgan: Sam, Alondra Hidalgo: Adela, Diego Cataño: Mechas, Marco Pérez: Lobo, Oscar Flores: Ramiro, David Lorenzo: Ulises u. a.
Regie: Jonás Cuarón
Drehbuch: Mateo Garcia, Jonás Cuarón
Produktion: Alfonso, Carlos und Jonás Cuarón
Kamera: Damian Garcia
Musik: Yoann Lemoine
Schnitt: Jonás Cuarón
FSK: 18

Blu-ray Disc™
Laufzeit: ca. 88 Min. zzgl. Bonus
Bildformat: 2,39:1 / 16:9 (1080p/24 HD)
Tonformat: DTS-HD Master Audio 5.1
Sprachen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Extras: Originaltrailer, Trailershow, Wendecover, Pappschuber

Webseite zum Film: Desierto – Tödliche Hetzjagd