Die Entdeckung der Unendlichkeit: Wo Leben ist, da ist auch Hoffnung

hawking_coverDas Schicksal des genialen Physikstudenten Stephen Hawking scheint besiegelt, als bei dem 21-Jährigen eine tödliche Krankheit diagnostiziert wird. Doch die Liebe zu seiner Cambridge-Kommilitonin Jane gibt ihm neuen Lebensmut. Mit ihrer Unterstützung stürzt er sich in sein wichtigstes Projekt und erforscht genau das, wovon ihm nur noch wenig bleibt: die Zeit. Aber kann die Liebe zwischen Stephen und Jane auch den Tod besiegen?

Film-Blog.tv meint:
Zunächst einmal: Der Oscar® für Eddie Redmayne als „Bester Hauptdarsteller“ ist mehr als verdient. Felicity Jones als Jane Hawking war auch nominiert, wenn sie ihn bekommen hätte – niemand hätte das verwundert. Alleine schon das Spiel der beiden Hauptakteure ist es wert, sich den Film anzuschauen. Auf dem Drehbuch von Anthony McCarten gelingt es James Marsh einen Film zu inszenieren, in dem der körperliche Verfall zwar thematisiert wird, aber nicht zum Hauptthema wird. Auch diese Gratwanderung gelingt perfekt.
Und dennoch: So 100%ig überzeugt hat mich „The Theory of Everything“, wie der Film im Original heißt, nicht. Die unbestreitbaren Brüche im Leben von Hawkins, sein durchaus streitbarer und bei weitem nicht immer gradliniger Charakter werden unter einer dicken, süßen Glasur mit Zuckerguss weichgespült. Auch wenn ich sonst immer den Vergleich von Romanvorlage und Film ablehne – beide sind eigenständige Medien – hier lohnt es sich, vorab einen etwas intensiveren Blick in „Die Liebe hat elf Dimensionen: Mein Leben mit Stephen Hawking“ von Jane Hawking zu werfen.
Was bleibt unter dem Strich? Ein eher konventionelles Liebesdrama, das nur wegen der schillernden Person Hawkins und dem großartigen Spiel der Hauptakteure im Gedächtnis bleibt.

„Die Entdeckung der Unendlichkeit“ ist in erster Linie ein, wenn auch sehr weichgespültes, Biopic. Ecken und Kanten der Protagonisten werden, wenn überhaupt, nur angedeutet. Hier hätte ich mir durchaus eine deutlich kräftigere Zeichnung der Charaktere gewünscht. Auch die Wissenschaft kommt zu kurz: Die bahnbrechenden Theorien Hawkins werden zwar gefeiert, aber nicht näher erläutert. Wer dazu mehr wissen will, ist in einer Doku bestimmt besser aufgehoben.

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Die Geschichte beginnt 1963. Der grade mal 21-jährige Stephen Hawking kam grade frisch von Oxford nach Cambridge um zu promovieren. Dort fällt er seinem Mentor, Professor Dennis Sciama auf, der ihn fortan fördern wird. Bei einer Studenten-Party lernt er seine spätere Frau Jane kennen, das Paar verliebt sich.

Wenig später wird bei Hawking ALS diagnostiziert, seine Lebenserwartung sonn nur noch höchstens zwei Jahre betragen. Geschockt von diesen Aussichten, will er sich von Jane trennen. Doch sie setzt sich durch. Wenig später heiraten die beiden, doch Hawking ist zu diesem Zeitpunkt schon von der Krankheit schwer gezeichnet. Da es sich bei ihm um eine extrem langsam verlaufende Version der Nervenkrankheit handelt, erweist dich die Prognose der Ärzte glücklicherweise als falsch: Das Paar bekam drei – gesunde – Kinder und Hawking ist noch heute am Leben.

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Das Bild der Blu-ray ist farbenfroh, scharf und feinkörnig. Kontrast und Schwarzwerte sind auch bei Großprojektion auf dem aktuellen Stand der Technik.

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UNIVERSAL PICTURES GERMANY GmbH© präsentiert „Die Entdeckung der Unendlichkeit“ ab dem 07. Mai 2015 auf Blu-ray Disc™ mit Digital UltraViolet, DVD und als Download.
Das Rezensionsexemplar wurde von UNIVERSAL PICTURES GERMANY GmbH© zur Verfügung gestellt. Wir bedanken uns herzlich.

Originaltitel: The Theory of Everything
Land / Jahr: GB / 2014
Genre: Drama
Darsteller: Eddie Redmayne: Stephen Hawking, Felicity Jones: Jane Hawking, Charlie Cox: Jonathan Hellyer Jones, David Thewlis: Dennis Sciama, Harry Lloyd: Brian, Simon McBurney: Frank Hawking (Vater), Abigail Cruttenden: Isobel Hawking (Mutter), Maxine Peake: Elaine Mason u. a.
Regie: James Marsh
Drehbuch: Anthony McCarten
Romanvorlage: „Die Liebe hat elf Dimensionen: Mein Leben mit Stephen Hawking“ von Jane Hawking
Produktion: Tim Bevan, Lisa Bruce, Eric Fellner, Richard Hewitt, Anthony McCarten
Kamera: Benoît Delhomme
Schnitt: Jinx Godfrey
Musik: Jóhann Jóhannsson
FSK: 0

Blu-ray Disc™
Laufzeit: ca. 123 Min. zzgl. Bonus
Bildformat: Full HD 16:9 (2,40:1)
Tonformat und Sprachen: DTS Digital Surround 5.1 (D, F, I, E), DTS-HD Master Audio 5.1 (GB)
Untertitel: D, GB, ARAB, DK, FIN, F, HIND, ISL, I, NL, N, P, S, E
Extras: Unveröffentlichte Szenen, Die Entwicklung der Hawkings, Filmkommentar von Regisseur James Marsh

Webseite zum Film: Die Entdeckung der Unendlichkeit