Die glorreichen Sieben (2016): Remake des Remakes

glorreichen7_coverGewinnspiel_rotIn Regisseur Antoine Fuquas moderner Version dieses Klassikers heuern die verzweifelten Einwohner von Rose Creek sieben Geächtete, Kopfgeldjäger, Spieler und Auftragskiller zu ihrem Schutz an, nachdem die Stadt in die Hände des unbarmherzigen Unternehmers Bartholomew Bogue gefallen ist. Während die sieben Söldner die Bewohner auf die unausweichliche und brutale Machtprobe vorbereiten, stellen sie allmählich fest, dass es für sie um mehr als nur Geld geht.

Film-Blog.tv meint:
„Die glorreichen Sieben“. Drei Worte, ein Filmtitel. Bei dem jedem Western-Fan das Herz höher schlägt. Chris Kurbjuhn hat beide gesehen. Hier seine Meinung dazu:
Vergleiche sind natürlich ebenso unfair wie sinnlos. Beide Filme haben Ihre Berechtigung, beide machen Spaß. Ob man die lässige, im Vergleich beinahe verspielt wirkende Version aus 1960 oder die deutlich düsterere, schnellere und kompromisslos moderne Version bevorzugt, bleibt einem selbst überlassen. Bei beiden Filmen sind die Popcorn-Kammern der 7-Shooter vollgeladen, und ob Fuquas Film zu einem ähnlichen Mythos wird wie Sturges‘ Version, wird die Zeit zeigen.

Den Beitrag verfasste unser Kollege Chris Kurbjuhn.

Sieben Profis verkaufen ihr Können, ihr Wissen und ihre Feuerkraft. Und dieses eine Mal verkaufen sie nicht an den Höchstbietenden, sondern an die, die ihnen wirklich alles geben – nicht nur ihr Geld, sondern auch ihre Hoffnung und ihr Vertrauen. Sieben Profis machen ein Dorf fit für den großen Showdown: Gut gegen Böse, Arm gegen Reich, Recht gegen Unrecht. Sieben Profis geben gegen eine erdrückende Übermacht alles, um dieses eine Mal zu gewinnen. Nicht für sich selbst, sondern für die Zukunft eines Dorfs.

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Jeder Western-Fan kennt diesen Plot, und jeder Western-Fan liebt den nach ihm gedrehten Film, „Die Glorreichen Sieben“, 1960 von John Sturges mit einem für einen Western beispiellosen Staraufgebot auf die Leinwand gebracht: Yul Brynner, Steve McQueen, Charles Bronson, Robert Vaughn, Horst Buchholz… Nicht jeder Western-Fan weiß, dass Sturges‘ die Handlung seines Epochal-Westerns einem japanischen Filmkunst-Klassiker entnommen hatte, „Die 7 Samurai“ von Akira Kurosawa aus 1954. 2016 ist nun das Remake des Remakes auf die Leinwand und 2017 ins Heimkino gekommen. Antoine Fuqua hat auf dem Regiestuhl Platz genommen, Denzel Washington schlüpfte in die Yul-Brynner-Rolle und spielt den Revolverhelden Chisholm, der sich sechs Kollegen sucht, um die Kleinstadt Rose Creek aus dem Würgegriff des Gangster-Geschäftsmanns Bartholomew Bogue und seiner rücksichtslosen Banditenhorde zu befreien.

Nach der ersten Ankündigung des Projekts war die Western-Fan-Gemeinde in zwei Lager gespalten: In diejenigen, die die Jahre, Monate und schließlich Stunden bis zur Kino-Premiere zählten, und in die Traditionalisten, die ein Remake aus Prinzip ablehnten: Wie soll man denn gegen dieses Denkmal der Westerngeschichte anstinken?

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Ich gestehe, ich gehörte zur Gruppe der Traditionalisten. Als der Film dann in die Kinos kam, hab ich‘s aber vor Neugier nicht ausgehalten und mir eine Karte gekauft. Und ich musste mich – zum Teil – revidieren.

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Das Remake des Remakes bietet solide, rasante Action-Unterhaltung. Fuqua hat erst gar nicht versucht, die „7“ des Originals nachzubauen, sondern hat eine neue Truppe von Charakteren zusammengestellt, die einen etwas über zwei Stunden lang in Atem halten.

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Was wörtlich zu verstehen ist: Fuqua erzählt seine Story extrem geradlinig: Die Dorfbewohner werden geschunden, treffen auf Chisholm, der stellt seine Truppe zusammen, die beginnen die Vorbereitung auf den großen Shootout, und dann geht das große Geballer auch schon los.

Ein derart mörderisches Tempo geht nicht ohne Kollateralschäden ab. Um Zeit für seine Action-Choreografien zu schaffen, hat Fuqua bei der Figurenentwicklung und bei den Spannungsbögen gestrafft: Für meinen Geschmack zu sehr. Die 2017er Sieben können vielleicht schneller ziehen, aber was Dichte und Dreidimensionalität der Charaktere angeht, sind McQueen, Bronson und Co. auch heute noch die deutlich größeren Kaliber.

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Gewinnspiel
Folgende Fragen gilt es zu beantworten:
1.) Welche Interpretation des Themas gefällt Euch am besten? „Die glorreichen Sieben“ von John Sturges aus 1960, Fuquas Variante von 2016 oder gar das japanische „Original“ „Die 7 Samurai“ von Akira Kurosawa aus 1954? Schön wäre eine kurze Begründung.
2.) Wie habt Ihr zu www.film-blog.tv gefunden?
Zu gewinnen gibt’s auch was, nämlich

2 x Blu-ray Disc™ „Die glorreichen Sieben“

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Die Teilnehmerdaten werden nur für die Zustellung eines eventuellen Gewinns bis zum Einsendeschluss gespeichert und anschließend vollständig gelöscht. Eine Weitergabe an Dritte ist ausgeschlossen.

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Sony Pictures Home Entertainment präsentiert „Die glorreichen Sieben“ ab 26. Januar 2017 auf 4K Blu-ray Disc™, Blu-ray Disc™, DVD und als Video on Demand.
Das Rezensions- und das Verlosungsexemplar wurden von Sony Pictures Home Entertainment zur Verfügung gestellt. Wir bedanken uns herzlich.

Originaltitel The Magnificent Seven
Land / Jahr: USA / 2016
Genre: Western
Darsteller: Denzel Washington: Sam Chisolm, Chris Pratt: Josh Farraday, Ethan Hawke: Goodnight Robicheaux, Vincent D’Onofrio: Jack Horne, Byung-hun Lee: Billy Rocks, Manuel Garcia-Rulfo: Vasquez, Martin Sensmeier: Red Harvest, Peter Sarsgaard: Bartholomew Bogue, Haley Bennett: Emma Cullen, Matthew Bomer: Matthew Cullen, Luke Grimes: Teddy Q., Sean Bridgers: Fanning, Billy Slaughter: Josiah, Cam Gigandet: McCann, Jonathan Joss: Denali u. a.
Regie: Antoine Fuqua
Drehbuch: Nic Pizzolatto, Richard Wenk
Produktion: Roger Birnbaum, Todd Black
Kamera: Mauro Fiore
Musik: James Horner, Simon Franglen
Schnitt: John Refoua
FSK: 16

Blu-ray Disc™
Laufzeit: ca. 133 Min. zzgl. Bonus
Bildformat: 16:9 Widescreen (2,39:1) HD 1920 x 1080p
Tonformat und Sprachen: DTS-HD MA 5.1 (Deutsch), DTS-HD MA 7.1 (Englisch)
Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch
Bonus: Die Art der Vergeltung mit Antoine Fuqua und den Sieben, Die Sieben und Regisseur Antoine Fuqua besprechen Schlüsselszenen und die Produktion dieses besonderen Films, Gelöschte Szenen, Revolverhelden, Die Übernahme von Rose Creek, Regiearbeiten des Films Der Schuft Bogue, Die Sieben Glorreiche Musikstücke
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