Die Schöne und das Biest: Märchenhaft

biest_coverIm Jahr 1720: Bei einer Reise gerät ein Kaufmann auf das Territorium eines bedrohlichen Ungeheuers, das ihn für den Diebstahl einer Rose zum Tode verurteilt. Seine Tochter Belle fühlt sich jedoch für das Schicksal ihrer Familie verantwortlich und beschließt, sich an Stelle ihres Vaters zu opfern. Im Schloss des Biestes erwartet die Schöne aber nicht der Tod, sondern ein seltsames Leben, das Momente der Magie, Freude und Melancholie beinhaltet. Mit der Zeit kommen sich die Schöne und das Biest näher und Belle versucht, die Geheimnisse des Biestes zu lüften …

Film-Blog.tv meint:
Das Märchen von Gabrielle-Suzanne de Villeneuve wurde schon oft verfilmt, auch Disney nahm sich des Stoffs an. Was ist also neu an dieser Produktion? Zunächst einmal ist e skein Trickfilm. Überzeugen kann “Die Schöne und das Biest” von Christophe Gans in erster Linie durch seine schiere Bildgewalt. Kostüme, Landschaften, Bauten: Hier wurde an nichts gespart. Herausgekommen ist ein optisch opulentes Werk, das Inhaltlich eng an den Roman angelegt ist. Das gilt auch für die, offen gestanden, etwas zu angestaubte Ausdrucksweise in den Dialogen und beim Erzähler aus dem Off. Hier hätte ein wenig Mut gut getan, das Ganze ein wenig moderner umzusetzen.

Es ist das Jahr 1810. Ein wohlhabender, seit langem verwitweter Kaufmann lebt glücklich mit seinen drei Söhnen und seinen drei Töchtern zusammen. Als seine Handelsflotte jedoch in einen schweren Sturm gerät und auf hoher See sinkt, steht der alte Herr vor dem Ruin. Da er seinen Kindern nun nicht mehr den luxurösen Lebensstil bieten kann, den sie gewohnt sind, ist er gezwungen, mit ihnen aufs Land zu ziehen. Während sich vor allem die beiden älteren Schwestern darüber beklagen, möchte Belle, die Jüngste der sechs Kinder, das neue Zuhause nicht mehr gegen die alte Heimat eintauschen.

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Als überraschend die Nachricht eintrifft, dass eins seiner Schiffe den Hafen erreichen konnte, reist der Kaufmann sofort in die Stadt, in der Hoffnung, dass sich nun alles wieder zum Guten wendet. Doch dort muss er erfahren, dass die kostbare Ladung beschlagnahmt wurde, um aufgelaufene Schulden zu begleichen. Auch bereitet ihm sein ältester Sohn Maxime Kummer, der dem zwielichtigen Perducas viel Geld schuldet.

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Tief betrübt tritt der Kaufmann daraufhin die Heimreise an. Als ein furchtbarer Schneesturm aufzieht, verirrt er sich im dunklen Wald und steht plötzlich vor den Toren eines prächtigen Schlosses. Obwohl dort keine Menschenseele zu sehen ist, findet der Kaufmann einen großen, festlich gedeckten Tisch vor. Nach einer geruhsamen Nacht will er gerade aufbrechen, als er eine wunderschöne Rose sieht, die er für Belle pflückt. Da greift ihn eine furchterregende Bestie an, die ihm zornig vorwirft, er habe deren Gastfreundschaft verraten. Der Kaufmann dürfe sich zwar von seinen Kindern verabschieden, müsse danach jedoch unverzüglich aufs Schloss zurückkehren, um für seine Tat zu sterben.

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Belle, die sich eine Rose gewünscht hatte, fühlt sich für das Schicksal ihres Vaters verantwortlich und nimmt daher seinen Platz ein. Im Schloss angekommen wird sie zwar höflich empfangen, aber ihr Leben dort wird von den strengen Regeln ihres Gastgebers bestimmt. Er verbietet ihr das Schlossgelände zu verlassen. Auch muss sie allabendlich mit dem Biest speisen und dabei die kostbaren Kleider tragen, die es ihr schenkt.

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Tagsüber erkundet Belle das verwunschene Anwesen, nachts wird sie von Träumen heimgesucht, die ihr bruchstückhaft die Vergangenheit des Biests offenbaren: Das Ungeheuer war einmal ein stattlicher Prinz, der eine wunderschöne Prinzessin liebte. Für eine Sünde, die er in seiner Arroganz beging, wurde er jedoch hart bestraft. Obwohl Belle und das Biest sich allmählich näher kommen, sehnt sich die junge Frau weiterhin nach ihrer Familie. Als sie versucht zu fliehen, bricht sie auf einem zugefrorenen See ein.

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Der verwunschene Hausherr rettet ihr das Leben. Er erlaubt ihr sogar, ihre Familie noch einmal zu sehen. Als sie nach Hause zurückkehrt, muss sie jedoch feststellen, dass ihre Geschwister sie für tot halten und ihr Vater aus Trauer seit Wochen das Bett nicht mehr verlassen hat. Wird sie sich dem Befehl der Bestie widersetzen und bei ihrer Familie bleiben? Oder kehrt sie ins Schloss zurück, um den verwunschenen Prinzen von seinem Fluch zu erlösen? Noch bevor Belle eine Entscheidung treffen kann, macht sich Maxime mit Perducas und dessen Schergen auf, um das Schloss des Biests zu plündern…

Concorde Videopräsentiert „Die Schöne und das Biest“ ab dem 13. November 2014 auf Blu-ray Disc™, DVD und als VoD.
Das Rezensionsexemplar wurde von Concorde Video zur Verfügung gestellt. Wir bedanken uns herzlich.

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Originaltitel: La belle et la bête
Land / Jahr: Frankreich, Deutschland / 2014
Genre: Fantasy
Darsteller: Léa Seydoux: Belle, Vincent Cassel: das Biest / der Prinz, André Dussollier: der Kaufmann (Belles Vater), Yvonne Catterfeld: die Prinzessin, Eduardo Noriega: Perducas, Myriam Charleins: Astrid, Sara Giraudeau: Clotilde, Audrey Lamy: Anne, Jonathan Demurge: Jean-Baptiste, Nicolas Gob: Maxime, Louka Meliava: Tristan, Dejan Bućin: Louis, Wolfgang Menardi: Thierry, Mickey Hardt: Etienne, Arthur Doppler: Virgil u. a.
Regie: Christophe Gans
Drehbuch: Christophe Gans, Sandra Vo-Anh
Märchen-Vorlage: Gabrielle-Suzanne de Villeneuve
Produzent: Richard Grandpierre
Kamera: Christophe Beaucarne
Schnitt: Sébastien Prangère
Musik: Pierre Adenot
FSK: 6

Blu-ray Disc
Laufzeit: ca. 114 Min. + Bonus
Bildformat: 2,40:1 (16:9) HD 1080/24p
Tonformat: DTS-HD Master Audio 5.1
Sprachen: Deutsch, Französisch
Untertitel: Dt. für Hörgeschädigte (ausblendbar)
Extras: Deutscher und Original-Trailer, Programmtipps, Wendecover

Webseite zum Film: Die Schöne und das Biest