Flug 7500 – Sie sind nicht allein: Über den Wolken… muss das Grauen wohl grenzenlos sein

flug_7500_coverEigentlich sollte es für die Passagiere und Crew von Vista Pacific Flug 7500 – darunter das frisch getrennte Ehepaar Brad und Pia Martin, der zwielichtige Herumtreiber Jake und das düstere Punk-Girl Jacinta – eine ganz gewöhnliche Langstreckenreise von Los Angeles nach Tokio werden. Doch nachdem plötzliche schwere Turbulenzen für Chaos an Bord gesorgt haben und einer der Passagiere unter mysteriösen Umständen stirbt, häufen sich die paranormalen Erscheinungen. Wer – oder was – ist mit ihnen an Bord?

Film-Blog.tv meint:
Es ist nicht schön, wenn während eines Fluges ein Passagier stirbt. Wenn sich dann in der Folge auch noch paranormale Dinge ereignen, denkt man vermehrt darüber nach ob man die richtige Airline gewählt hat. Und dies erleben die Passagiere des Flug 7500, Los Angeles en route Tokio. Regisseur Takashi Shimizu gelingt in der klaustrophbischen Atmosphäre eines Langstreckenfluges ein spannender Horrorfilm, der die Aufmerksamkeit über die gesamte Länge hält. „30,000 feet above reality“, wie es eine Flugbegleiterin kurz nach dem Start wie in einer Vorahnung formuliert.

Ein Flug ist heute ein Synonym für eine kontrollierte Umgebung. Die Sicherheit ist hoch, das Personal ist bestens ausgebildet. Trotzdem können in der geschlossenen Umgebung unerwartete Ereignisse eintreten. Dies passiert auf dem zehnstündigen Nachtflug mit der Nummer 7500. Nach einer heftigen Turbulenz klagt Passagier Lance Morrell über Atemnot. Rettungssanitäter Brad Martin kann die zunehmenden Beschwerden nicht stoppen, auch die Defibrilation bringt keinen Erfolg: der Mann stirbt.

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Der Pilot entscheidet, die First Class zu räumen und den Verstorbenen dort bis zur Landung unterzubringen. Acht Stunden und 20 Minuten verbleiben bis zum Erreichen des Zielortes in Japan. Während sich unter den Passagieren Betroffenheit breit macht und Gespräche über den Wert des Lebens beginnen, schleicht sich Passagier Jake zum Toten: er hat die Rolex am Handgelenk des Verstorbenen entdeckt. Dies stellt sich als schlechte Idee heraus. Etwas ist an Bord, und dies meint es mit dem Dieb und den weiteren Passagieren gar nicht gut …

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Takashi Shimizu präsentiert einen atmosphärisch dichten Horrorfilm und nutzt die ausweglose Kulisse eines Langstreckenfluges für den Handlungsrahmen seines Films. „Flug 7500“ beginnt mit einem Zeitpunkt, während dem die Ereignisse ausser Kontrolle geraten sind und blendet dann zurück an den Moment des Starts. Über Alltäglichkeiten führt Shimizu den Zuschauer tiefer und tiefer in die Paranormalität und lässt uns mit der jungen Gothic-Frau Jacinta erste Hinweise auf die Übernatürlichkeit entdecken, die sich um den verstorbenen Passagier ranken.

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Mit 80 Minuten Laufzeit findet der Film die richtige Erzähllänge für die Handlung ohne Längen. Lediglich das Ende scheint mir konfus. Die Auflösung will nicht so recht zu allen Handlungssträngen zuvor passen. Vielleicht sollen hier kollektive Wahrnehmungen und Realität abgegrenzt werden, womit aber die Chronologie nicht passt – sicher weiß das wohl nur Buchautor Craig Rosenberg. Die Atmosphäre versöhnt einen mit diesem Bruch.

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Der urspünglich für August 2012 angesetzte Veröffentlichungstermin wurde mehrfach verschoben. Die letzten geplanten Starttermine mögen durch das Verschwinden des Malaysian Airlines-Flug MH370 beeinflusst worden sein.

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Das Bild ist klar konturiert und beherrscht die Ausleuchtung passend zur Erzählweise. Schöne Details wie Wasser, das bei einem rapiden Abfall des Fliegers nach oben aus dem Glas gesogen wird, machen Spaß. Der Sound ist gut balanciert, die Effekte kommen klar aus den Boxen. Das akustische Kabinensignal scheint so realitisch, dass ich reflexartig die Beine ausstrecke – so sehr erinnert mich das „Ping“ an beengte Sitzverhältnisse in 8.000 Meter Höhe. Auch der Score wird gekonnt eingesetzt um die Atmosphäre zu verdichten. Die Dialoge sind in der englischen Originalfassung und der synchronisierten Version gleichermaßen klar zu verstehen.

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Concorde Videopräsentiert „Flug 7500 – Sie sind nicht allein“ ab dem 04. September 2014 auf Blu-ray Disc™, DVD und als VoD.
Das Rezensionsexemplar wurde von Concorde Video zur Verfügung gestellt. Wir bedanken uns herzlich.

Originaltitel: 7500
Land / Jahr: USA / 2014
Genre: Horror, Mystery
Darsteller: Jamie Chung: Suzy Lee; Leslie Bibb: Laura Baxter; Amy Smart: Pia Martin; Ryan Kwanten: Brad Martin; Nicky Whelan: Liz Lewis; Scout Taylor-Compton: Jacinta Becket; Jerry Ferrara: Rick Lewis; Ginger Filoteo: “the Ghost”; Alex Frost: Jake; David Banner; Christian Serratos: Raquel Mendoza; Aja Evans: Jenn; Ben Sharples: Jack Hafey; Rick Kelly: Lance Morrell; Johnathon Schaech: Captain Haining; Anthony Rogers: Mr. Becket; Ryan Higa: Dustin
Regie: Takashi Shimizu
Drehbuch: Craig Rosenberg
Produzenten: Takashige Ichise, Roy Lee
Kamera: David Tattersall
Schnitt: Sean Valla
Ton: Ryan Juggler
Musik: Tyler Bates
FSK: 16

Blu-ray Disc
Laufzeit: ca. 80 Min.
Bildformat: 80p High Definition 1,85:1 (16:9)
Tonformat: TS-HD Master Audio 5.1
Sprachen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Dt. für Hörgeschädigte (ausblendbar)
Extras: Deutscher und Original-Trailer, Programmtipps, Wendecover

Webseite zum Film: Flug 7500 – Sie sind nicht allein