Frau Müller muss weg! – Elternabend

Gewinnspiel_rotmueller_coverFrau Müller muss weg! Soviel steht fest, als sich eine Gesandtschaft besorgter Eltern zu einem außerplanmäßigen Termin mit der Klassenlehrerin Frau Müller zusammenfindet. Weil die Noten schlecht sind und am Schuljahresende die Entscheidung fällt, ob die Kinder den Sprung aufs Gymnasium schaffen, sind die Eltern fest entschlossen, mit der Absetzung der Lehrerin zu retten, was noch zu retten ist – koste es, was es wolle! Doch Frau Müller spielt nicht mit. Mit einem Mal brechen bei den doch so perfekten Müttern und Vätern alle Vorbehalte und Ressentiments, Zweifel und Sorgen, Gehässigkeiten und Ängste hervor. Die wahre Schlacht, die beginnt jetzt…

Film-Blog.tv meint:
Wer eine Komödie in der Tradition von „Fack ju Göhte“ erwartet, hat die Rechnung ohne Lutz Hübner gemacht, basierend auf seinem Theaterstück hat Sönke Wortmann das Drehbuch von Hübner als bitterböse Abrechnung mit dem deutschen Schulsystem, den Eitelkeiten der Eltern und den immer noch vorhandenen Ressentiments „Wessi gegen Ossi“ auf die Leinwand gebracht. Das Ganze ist mehr ein Kammerspiel als ein Kinofilm geworden. Und das ist dann auch das einzige kleine Manko: Die fast 100%ige Konzentration der Handlung auf ein paar Stunden an einem Ort, der fiktiven „Juri-Gagarin-Grundschule“ in Dresden, schränkt die Handlung ein, nutzt die Möglichkeiten des Mediums nicht und führt – trotz nur knapp 90 Minuten Laufzeit – immer wieder zu kleinen Längen.

Dass Eltern für ihren Nachwuchs nur das Beste wollen, ist an sich natürlich nicht verwerflich, sondern völlig normal. Absolut unnormal dagegen die Auswüchse, mit denen viele das erreichen wollen. Und wie blauäugig so mancher Fehler in der Erziehung „übersehen“ und schöngeredet wird.

Und so treffen sich fünf Eltern, wie sie unterschiedlicher kaum sein können – Wolf Heider (arbeitsloser Ossi, mit Fahrrad), Jessica Höfel (Karrierefrau, Wortführerin, Wessi), Patrick Jeskow (kommt aus Köln, wegen des Berufs in Dresden, dickes SUV), seine Frau Marina (Sensibelchen aus der der Tofu-Öko-Ecke) und Katja Grabowski (alleinerziehnde Mutter aus Dresden, offensichtlich die einzige „Normale“ des Quintetts) an einem Samstagnachmittag in der Grundschule um der Klassenlehrerin nahezulegen, die Klasse abzugeben. Die Eltern haben Frau Müller als Schuldige ausgemacht, dass die Leistungen der Schüler dramatisch nachgelassen haben. Und das kurz bevor die Spreu vom Weizen getrennt wird: Bald stehen die Entscheidungen an, welches Kind auf’s Gymnasium darf.

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Nach kurzer Begrüßung ergreift Jessica Höfel das Wort und setzt Frau Müller in drastischen Worten von der gewünschten Demission in Kenntnis. Dazu legt sie eine Liste vor, die alle – naja fast alle – eigentlich einige – Eltern der Klasse unterschrieben haben. Die Lehrerin wehrt sich zunächst, indem sie den Ball an die Eltern zurückspielt. So hält sie den Sohn Lukas der Jeskows nicht, wie dessen Eltern, für hochbegabt, sondern lediglich für aggressiv und hyperaktiv. Laura, Jessica Höfels Tochter, ist die Klassenzicke und Heiders Tochter Janine folgt nicht dem Unterricht, sondern Laura, die sie anhimmelt. Lediglich Fritz Grabowski macht auf den ersten Blick keinen Ärger. Der eher verschlossene Schüler ist Klassenbester. Mit Hang zum Autismus, wird er von Lukas regelmäßig verprügelt. Um die Schulschwänzereien zu vertuschen, fälscht Laura die Unterschrift ihrer Mutter auf den Entschuldigungen … .

Als die Situation zu eskalieren droht, verschwindet Frau Müller aus dem Klassenraum. Vergisst aber ihre Handtasche auf dem Lehrerpult. Die Eltern teilen sich in Grüppchen auf, um die Pädagogin zu suchen. Bei den sich daraus ergebenden Dialogen kommt so mancher Konflikt auf den Tisch, der bis dahin mühsam vertuscht oder unterdrückt wurde. Dass dies sogar noch in Handgreiflichkeiten mündet, ist vielleicht dramaturgisch etwas übertrieben, macht aber Spaß. Wenn man zuschaut… Denn abgerechnet wird am Schluss!

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Tipp: Beim Abspann dranbleiben. Es folgt ein Rückblick aus ferner Zukunft, was aus den Schülern der Eltern geworden ist. Aufschlussreich und wenig überraschend?

Das Bild der Blu-ray ist, wie sollte es anders sein, sehr gut. Der Ton ist gut verständlich, kommt beim dialoglastigen Film aber in erster Linie aus dem Center und den beiden flankierenden Stereo-Boxen.

Gewinnspiel
Folgende Fragen gilt es zu beantworten:
1.) Nennt uns Euren Lieblingsfilm zum Thema Schule! Schön wäre eine kurze Begründung, warum Euch ausgerechnet dieser Film so gut gefällt.
2.) Wie habt Ihr zu www.film-blog.tv gefunden?
Zu gewinnen gibt’s auch was, nämlich

2 x Blu-ray „Frau Müller muss weg!“

Schickt einfach eine Mail mit der, hoffentlich richtigen, Antwort und Eurer Adresse an gewinnspiel@film-blog.tv

Dazu habt ihr bis zum 15.08.2015 bis 24.00 Uhr Zeit.

Das Gewinnspiel wird von www.film-blog.tv veranstaltet, die Teilnahme ist kostenlos. Teilnahmeberechtigt sind Personen über 18 Jahre mit Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland. Mitarbeiter der beteiligten Firmen und Agenturen sowie von www.film-blog.tv dürfen nicht mitmachen. Gehen mehr richtige Antworten ein, als Preise zur Verfügung stehen, lassen wir das Los entscheiden, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Die Teilnehmerdaten werden nur für die Zustellung eines eventuellen Gewinns bis zum Einsendeschluss gespeichert und anschließend vollständig gelöscht. Eine Weitergabe an Dritte ist ausgeschlossen.

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Constantin Film AG präsentiert „Frau Müller muss weg!“ ab 02. Juli 2015 auf Blu-ray Disc™, DVD und als VoD.
Das Rezensions- und die Verlosungsexemplare wurden von Constantin Film AG zur Verfügung gestellt. Wir bedanken uns herzlich.

Frau Müller muss weg!
Land / Jahr: Deutschland / 2015
Genre: Komödie, Romanze
Darsteller: Frau Müller: Gabriela Maria Schmeide, Wolf Heider: Justus von Dohnányi, Jessica Höfel: Anke Engelke, Patrick Jeskow: Ken Duken, Marina Jeskow: Mina Tander, Katja Grabowski: Alwara Höfels, Hausmeister: Rainer Galke u.a.
Regie: Sönke Wormann
Drehbuch: Lutz Hübner, Sarah Niemitz, Oliver Ziegenbalg
Basierend auf dem Theaterstück: „Frau Müller muss weg!“ von Lutz Hübner
Produktion: Oliver Berben, Tom Spieß
Kamera: Tom Fährmann
Schnitt: Martin Wolf
Musik: Matzin Todsharow
FSK: 6

Blu-ray Disc™
Laufzeit: ca. 87 Min. + ca. 20 Min. Bonus
Bildformat: 2,40:1 in 16:9
Tonformat und Sprachen: Deutsch DTS-HD High Resolution 5.1, Deutsch Stereo, Hörfilmfassung Dolby Digital Stereo
Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch
Extras: Featurette (ca. 3 Min.), Interviews (ca. 14 Min.), Blick hinter die Kulissen (ca. 2 Min.), Trailer „Frau Müller muss weg“, Wendecover

Webseite zum Film: Frau Müller muss weg!