Geschenkt ist noch zu teuer: Trautes Heim, Schock muss sein…

geschenkt_coverDas hat sich das junge Pärchen Walter und Anna anders vorgestellt. Gerade haben sie für kleines Geld ihr erstes Traumhaus gekauft, doch das entpuppt sich unmittelbar nach ihrem Einzug als echte Bruchbude. Zuerst kommt den beiden Unglücksraben die Treppe entgegen, dann bricht die Badewanne durch den Boden und schließlich fällt sogar der Kamin in sich zusammen. Den frischgebackenen Hauseigentümern bleibt nur eines übrig: Das Horrorhaus so schnell wie möglich zu renovieren, bevor es endgültig in sich zusammenstürzt. Eine echte Sisyphos-Aufgabe.

Film-Blog.tv meint:
Wer Tom Hanks nur von seinen in letzter Zeit gedrehten Charakterrollen in „Captain Philips“ oder „Cloud Atlas“ kennt, kann sich kaum vorstellen, dass er in jungen Jahren mit zahlreichen Komödien eine erfolgreiche Basis geschaffen hat: „Forrest Gump“ und „BIG“ sind in diesem Zusammenhang erwähnt und auch heute noch sehenswert.
„Geschenkt ist noch zu teuer“ nahm 1986 den Immobiliencrash wörtlich. Die teilweise recht alberne Slapstick-Komödie war beim Publikum seinerzeit sehr erfolgreich und macht auch heute noch viel Spaß.

Walter, der junge Anwalt und seine Freundin Anna, Geigerin im Symphonieorchester sind rundum zufrieden mit sich und ihrer Welt. Doch leider wird das zarte Glück jäh gestört: Früher als erwartet kommt der rechtmäßige Eigentümer des Liebesnests, in dem das Paar wohnt von seiner Welt-Tournee zurück: Dass der exzentrische Maestro Max der Ex von Anna ist, bringt den beiden ein paar Stunden Aufschub. Aber nicht die Lösung ihres Problems: Sie müssen innerhalb kürzester Zeit eine neue Wohnung finden.

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Dass das in New York, soll die Bleibe einigermaßen bezahlbar sein, nicht ganz einfach ist, wissen sie. Der eilig dazu geholte Makler bringt sie rasch auf den Boden der Tatsachen: Es ist offensichtlich unmöglich. Als Alternative bleibt der Kauf eines Hauses außerhalb der Stadt. Ein stattliches Anwesen mit großem Grundstück ist rasch gefunden. Da die Besitzerin umgehend verkaufen muss, wie sie glaubhaft versichert, wechselt die Villa weit unter Preis die Besitzer.

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Der Stolz der neuen Hausbesitzer bekommt schnell arge Risse: Das schmucke Holzhaus erweist sich schon beim ersten Betreten – da fällt die Türe aus dem Rahmen – als echte Ruine. Dass kurz darauf die Treppe ins Obergeschoss zusammenbricht, aus den Wasserhähnen nur braune Brühe fließt und ein Kurzschluss der Elektro-Installation den Truthahn aus der Backröhre quer über den Hof ins Schlafzimmer schießt, wundert da niemanden mehr.

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Handwerker kommen, kassieren Vorschüsse und lassen sich nicht mehr blicken. Ohne zuvor einen Finger zu rühren. In seiner Not beauftragt Walter eine berüchtigte Rocker-Gang mit der Renovierung des Hauses. Und die verursachen erst mal ein richtiges Chaos…

Mit „Geschenkt ist noch zu teuer“ trafen die Macher 1986 beim Publikum auf einen Nerv: Der Film war ein Kassenschlager. Aber der Film ist auch heute noch hochaktuell: Häuslebauer, Hausbesitzer und jeder, der auch nur mal eine Wohnung renovieren will, wird sich darin wiederfinden. Und höchst amüsant getröstet: Schlimmer geht immer. Und am Ende ist alles gut…

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Das Bild der Blu-ray verleugnet weder Alter, noch Herkunft: Das Filmmaterial der 80iger Jahre ist klar zu erkennen und vermittelt den Charme der damals verwendeten Emulsionen. Die Schärfe ist, auch bei Großprojektion, auf sehr gutem Niveau. Angenehm, dass das Look & Feel des Klassikers nicht durch diverse Filter verstümmelt wurde. Ein besonderes Lob gilt dem Team von Koch Media für die Konsequenz, neben der neueren Synchro-Spur, die auch bei TV-Ausstrahlungen zu hören ist, auch die deutsche Originalfassung, wie sie einst im Kino zu hören war, auf die Blu-ray gepackt hat.

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Koch Media präsentiert „Geschenkt ist noch zu teuer“ ab 19. Februar 2015 auf Blu-ray Disc™.
Das Rezensionsexemplar wurde von Koch Media zur Verfügung gestellt. Wir bedanken uns herzlich.

Originaltitel: The Money Pit
Land / Jahr: USA / 1986
Genre: Komödie
Darsteller: Tom Hanks: Walter Fielding Jr., Shelley Long: Anna Crowley-Beissart, Alexander Godunov: Max Beissart, Maureen Stapleton: Estelle, Philip Bosco: Curly, Joe Mantegna: Art Shirk, Michael Jeter: Arnie, Nestor Serrano: Julio u.v.a.
Regie: Richard Benjamin
Drehbuch: David Giler
Produktion: Kathleen Kennedy, Art Levinson, Frank Marshall
Kamera: Gordon Willis
Schnitt: Jacqueline Cambas
Musik: Michel Colombier
FSK: 12

Blu-ray Disc™
Laufzeit: ca. 91 Min.
Bildformat: 1.85:1 (16:9)
Tonformat und Sprachen: DTS HD-Master Audio 5.1 (Englisch), DTS HD-Master Audio 2.0 (Deutsch, beide Fassungen)
Untertitel: Deutsch, Englisch
Extras: Deutscher und englischer Kinotrailer, Making of, Zwei Synchronfassungen, Bildergalerie mit seltenem Werbematerial

Webseite zum Film: Geschenkt ist noch zu teuer