Happiness – Ein Dorf im Wandel: Glück auf dem Dach der Welt

happiness_coverTief verborgen im Himalaya liegt das kleine Dorf Laya. Einer der letzten bekannten Orte der Welt, der erst noch mit Elektrizität, Fernsehen und dem Internet verbunden werden muss. „Happiness“ zeigt den bittersüßen Wandel, wie der einfache Lebensstil der Dorfbewohner langsam an Technologie und Fortschritt herangeführt wird.
Erzählt wird durch die Augen von Peyangki, einem faszinierenden und verträumten neunjährigen Jungen, der in einem Kloster lebt, um Mönch zu werden. Auf einer dreitägigen Reise von der ruhigen und majestätischen Landschaft Layas bis zur hektischen und pulsierenden Hauptstadt Thimpu werden wir Zeuge seiner Bewusstseinsänderung. Hier sieht Peyangki zum ersten Mal Fernsehen, Autos, helle Stadtlichter und die Errungenschaften der modernen Welt.

Film-Blog.tv meint:
Was braucht der Mensch zum glücklich sein? Reicht es wirklich, ein bescheidenes Leben zu führen? Gleich am Anfang hält der König des kleinen Landes im Himalya eine Rede vor seinem Volk. Den heftigsten Applaus bekommt er von seinem Volk für die Ankündigung, Internet und Fernsehen einzuführen.
Thomas Balmès erzählt seine Geschichte langsam. Er lässt den Bildern Zeit zu Atmen. Allerdings: Für meinen Geschmack dauern die 75 Minuten lang. Man muss schon viel Interesse für Bhutan und die Lebensweise der Leute mitbringen, wenn man nicht hin und wieder auf die Skip-Taste drückt. Und irgendwie der Meinung ist, nicht viel verpasst zu haben…

Happiness, Glück. Nach unserem idealistischen Verständnis wohnt es in den Bergen des Himalayas. Dort, wo weder Verkehrslärm, noch Elektrosmog und schon gar kein Terminkalender vom glücklich sein ablenkt.

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Dass die Bevölkerung dort ganz gerne die Annehmlichkeiten unseres Alltags schätzen würde, wird erst klar, wenn man sieht, wie hart man in und um Laya arbeiten muss, um wenigstens die Grundnahrungsmittel auf den Teller zu bekommen. Und dass es auch dann nicht reicht, die ganze Kinderschar satt zu bekommen.

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Die Mutter des neunjährigen Peyangki fasst deshalb den Entschluss, ihren Sohn ins Kloster zu geben. Bei den Mönchen ist sie sich sicher, bekommt er zu Essen und Kleidung.

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Währenddessen hält in Laya langsam die Zivilisation Einfluss. Schon auf die Ankündigung hin, dass es bald elektrischen Strom gibt, malen sich die Bauern aus, was damit wohl alles möglich sein wird. Einer von ihnen macht sich mit dem Lasttier auf in die Stadt, einen Fernseher zu kaufen. Beim Rücktransport auf Eselspfaden fällt das TV-Gerät dann auch prompt vom Rücken des Pferds. Was dem armen Bauern wüste Beschimpfungen von seiner Ehefrau einbringt. Man sieht: Manche Probleme zwischen den Geschlechtern sind überall ähnlich …

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Schließlich machen sich Peyangki und seine Mönche auf den Weg in die Stadt. Und erleben zum ersten Mal was es heißt, auf den Straßenverkehr aufpassen zu müssen …

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Das Bild der Blu-ray ist farbenfroh, scharf und feinkörnig. Kontrast und Schwarzwerte sind auch bei Großprojektion auf dem aktuellen Stand der Technik. Die Blu-ray ist nicht synchronisiert, wir hören die originalen Stimmen und Geräusche. Das kommt der Authentizität zu Gute, doch ist das Lesen der Untertitel auf Dauer etwas ermüdend.

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UNIVERSAL PICTURES GERMANY GmbH© präsentiert „Happiness – Ein Dorf im Wandel“ ab dem 30. Januar 2015 auf Blu-ray Disc™ mit Digital UltraViolet, DVD und als Download.
Das Rezensionsexemplar wurde von UNIVERSAL PICTURES GERMANY GmbH© zur Verfügung gestellt. Wir bedanken uns herzlich.

Originaltitel: Happiness
Land / Jahr: Bhutan, Finnland, Frankreich / 2013
Genre: Dokumentation
Regie: Thomas Balmès

Blu-ray Disc
Laufzeit: ca. 75 Min. zzgl. Bonus
Bildformat: Full HD 16:9 (1,78:1)
Tonformat und Sprachen: DTS-HD Master Audio 5.1 – tibetische Sprachen: Dzongkha, Laya
Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch
Extras: Das Making-of von „Happiness“
FSK: 0