Heidi: Wildfang in der Stadt

heidi_coverDie glücklichsten Tage ihrer Kindheit verbringt das Waisenmädchen Heidi zusammen mit ihrem eigenbrötlerischen Großvater, dem Almöhi, abgeschieden in einer einfachen Holzhütte in den Schweizer Bergen. Zusammen mit ihrem Freund, dem Geissenpeter, hütet sie die Ziegen des Almöhi und genießt die Freiheit in den Bergen. Doch die unbeschwerte Zeit endet jäh, als Heidi von ihrer Tante Dete nach Frankfurt gebracht wird. Dort soll sie in der Familie des wohlhabenden Herrn Sesemann eine Spielgefährtin für die im Rollstuhl sitzende Tochter Klara sein und unter der Aufsicht des strengen Kindermädchens Fräulein Rottenmeier lesen und schreiben lernen. Obwohl sich die beiden Mädchen bald anfreunden und Klaras Oma in Heidi die Leidenschaft für Lesen und Schreiben erweckt, wird die Sehnsucht nach den geliebten Bergen und dem Almöhi immer stärker…

Film-Blog.tv meint:
Ich weiß nicht, wie viele Verfilmungen das Buch von Johanna Spyri schon über sich ergehen lassen musste. Mal mehr, mal weniger kitschig, schrammten sie am eigentlichen Sinn der Geschichte gerne vorbei: Dem freien Leben in den Bergen im Gegensatz zur kleinbürgerlichen Enge der Großstadt. Die freie Schweiz und die preußische Strenge in Frankfurt. Toben auf den Almwiesen und das Leben im Rollstuhl. Größer können die Gegensätze nicht sein. Petra Volpe hält sich im Drehbuch relativ nah an den Roman, verzichtet aber größtenteils auf die dort immer wieder auftauchenden religiösen Aspekte. Grandios sind vor allem die Landschaftsbilder, die Matthias Fleischer im Schweizer Oberland gefilmt hat und die erdrückende Enge der Stadt noch bedrohlicher erscheinen lassen.

Soll ich hier wirklich den Inhalt des Films wiedergeben? Freunde, die Geschichte gehört seit Jahrzehnten zu den Klassikern der Kinder- und Jugendbücher. Es wurde mehr als genug drüber geschrieben. Vermitteln wir lieber mit in ein paar Einspielungen einen kleinen Eindruck vom Film:


Die glücklichsten Tage ihrer Kindheit verbringt das Waisenmädchen Heidi zusammen mit ihrem eigenbrötlerischen Großvater, dem Almöhi, abgeschieden in einer einfachen Holzhütte in den Schweizer Bergen. Zusammen mit ihrem Freund, dem Geissenpeter, hütet sie die Ziegen des Almöhi.

Regisseur Alain Gsponer betont, wie wichtig es war im Film ein authentisches Schweiz-Feeling rüberzubringen. Hannelore Hoger (Großmama Sesemann) ist völlig entzückt von ihrem Kostüm und Maxim Mehmet (Herr Sesemann) beschreibt HEIDI als Zeitreise in eine andere Welt:

Zu Tisch in Frankfurt

In dieser doch sehr altertümlichen und harten Zeit ist Heidi ein Lichtblick in all den Sorgen, stellt Hauptdarstellerin Anuk Steffen fest.

Klara und Oma Sesemann kommen auf die Alm:

Jella Haase (Tinette) und Katharina Schüttler (Fräulein Rottenmeier) trauten ihren Augen nicht, als sie auf die Heidi- und Klara- Schauspielerinnen stießen.

Hier ein kleines „Making Of“:

Der Dreh war nicht immer leicht, berichtet Almöhi Bruno Ganz stolz mit Details aus seiner eigenen Kindheit.

Damals und Heute

Dazu sollen nun auch die Zuschauer zu Hause die Chance bekommen. Katharina Schüttler empfiehlt nicht nur den Film, sondern betont auch wie wichtig es ist, sich in dieser Welt treu zu bleiben – so wie die kleine Heidi.

STUDIOCANAL GmbH präsentiert „Heidi“ ab 26. Mai 2015 auf Blu-ray Disc™, DVD und als VoD.
Das Rezensionsexemplar wurde von STUDIOCANAL GmbH zur Verfügung gestellt. Wir bedanken uns herzlich.

Originaltitel: Heidi
Land / Jahr: Schweiz, Deutschland / 2015
Genre: Familie
Darsteller: Anuk Steffen: Heidi, Bruno Ganz: Alpöhi, Quirin Agrippi: Geissenpeter, Isabelle Ottmann: Klara Sesemann, Katharina Schüttler: Fräulein Rottenmeier, Hannelore Hoger: Grossmama Sesemann, Maxim Mehmet: Herr Sesemann, Peter Lohmeyer: Sebastian, Anna Schinz: Tante Dete, Jella Haase: Dienstmädchen Tinette, Markus Hering: Doktor, Monica Gubser: Grossmutter, Michael Kranz: Herr Kandidat, Peter Jecklin: Pfarrer, Lilian Naef: Bärbel u. a.
Regie: Alain Gsponer
Drehbuch: Petra Volpe
Romanvorlage: „Heidi“ von Johanna Spyri
Produktion: Reto Schärli, Lukas Hobi, Uli Putz, Jakob Claussen
Kamera: Matthias Fleischer
Schnitt: Michael Schaerer
Musik: Niki Reiser
FSK: 6

Blu-ray Disc™
Laufzeit: ca. 110 Min. + Bonus
Bildformat: Full HD 16:9 (2,40:1)
Tonformat: DTS HD Master Audio 5.1
Sprachen: Deutsch, Hörfilmfassung für Blinde
Sprachen: Deutsch für Hörgeschädigte
Untertitel: Making of; Featurette: „Ziegen“, Featurette: „Damals & Heute“, Hinter den Kulissen; Geschnittene Szenen, Konzeptzeichnungen, Trailer, Teaser, Trailer, Wendecover

Webseite zum Film: Heidi