Houston: Die letzte Chance

Gewinnspiel_rothouston_coverEs läuft nicht gut für Clemens Trunschka. Der beste Freund des Headhunters ist der Alkohol. Nur mühsam schafft er es, seine Existenz als funktionierender Alkoholiker aufrecht zu erhalten. Seine Ehe droht an der Sucht genauso zu zerbrechen wie er selbst.
Als er von einem großen deutschen Automobilkonzern den Auftrag erhält, den amerikanischen CEO von HOUSTON-PETROL, Steve Ringer, als neuen Vorstandsvorsitzenden anzuwerben, sieht Trunschka die Gelegenheit, sein Leben wieder in die richtige Bahn zu lenken.
Nachdem eine erste Kontaktaufnahme in Deutschland scheitert, reist Trunschka nach Houston, Texas. Doch der Auftrag entpuppt sich als schwierig, denn Ringer ist auch dort nicht zu fassen …

Film-Blog.tv meint:
„Houston“ ist ein ruhiger, fast schon intimer Film. Der häufige Einsatz des starken Weitwinkelobjektivs vor der Kamera schafft Nähe. Und so fühlt man sich mit Trunschka enger verbunden, als es dem Betrachter lieb ist. Man scheitert mit ihm. Auch wenn sein Handeln moralisch alles andere als einwandfrei ist, wünscht man sich, dass Trunschkas verzweifelte Versuche endlich erfolgreich sind. Wenn der Abspann läuft, bleibt man verstört sitzen. Wie viel Trunschka steckt in jedem von uns? Wie weit würden wir an dessen Stelle gehen? Wie weit würde ICH an dessen Stelle gehen?

Clemens Trunschka ist ein, mehr oder weniger, erfolgreicher Headhunter. Er hat jedoch ein Geheimnis, das ihn mehr und mehr von seiner Umwelt isoliert: Er trinkt. Er braucht Alkohol um zu funktionieren, um erfolgreich zu sein – um zu sein.
Seine Frau Christine weiß, dass er trinkt, doch Trunschka bestreitet dies und führt ein Doppelleben, um die Sucht zu verheimlichen. Der gemeinsame Sohn Jonas hat Verhaltensprobleme in der Schule – das Familiengerüst bekommt Risse.

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Als er einen bisher beispiellosen Auftrag bekommt, verspricht ihm dies ersehntes Prestige, aber auch eine Reihe ungeahnter Schwierigkeiten: Ein großer Automobilkonzern, für den Trunschka regelmäßig arbeitet, sucht einen neuen Vorstandsvorsitzenden und hat eine ganz bestimmte Person dafür im Auge: Steve Ringer, Top-Manager von HOUSTON-PETROL in Houston. Trunschka soll während einer Konferenz in Deutschland, an der Ringer teilnimmt, Kontakt zu ihm herstellen. Die Zeit drängt und das Unterfangen muss streng vertraulich und geheim ablaufen.

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Trunschka, der sich mit Bourbon über Wasser hält, schafft es jedoch nicht, den Top-Manager während der Konferenz zu kontaktieren. Ringer ist ständig von Sicherheitspersonal und Konzernkollegen umgeben. Diese Entourage macht eine diskrete Kontaktaufnahme unmöglich. Somit muss Trunschka ihm nach Houston, Texas, nachreisen. Dorthin, wo Ringer lebt und arbeitet.

Ziemlich schnell nach seiner Ankunft in Houston, verschlechtert sich Trunschkas Lage. Unter dem Druck des Automobilkonzerns und unter der erbarmungslosen Sonne von Texas, schlagen seine Versuche, den Top-Manager zu erreichen, fehl, was Trunschkas Unruhe nur noch mehr verstärkt. Borgmann, sein Kontakt zum Automobilkonzern, bemerkt Trunschkas Verfassung und fordert endlich Ergebnisse. Der Druck auf Trunschka steigt – und damit auch seine Angst vor dem Versagen.

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Trunschka verbringt Tage damit, Ringer nachzujagen. Aber das Sicherheitssystem um den texanischen CEO scheint unüberwindbar. Er wäre in Houston gänzlich verloren, wenn Wagner nicht wäre. Robert Wagner (43), ein hyper-freundlicher, amerikanischer Hoteltester, hilft „Clem“ durch seine lokalen Kontakte, neue Wege zu finden, um den CEO zu erreichen. Von Deutschland aus drängt Christine ihn währenddessen, etwas wegen Jonas’ Problemen zu unternehmen und einer Therapie für den Jungen zuzustimmen. Aus Angst, dass dadurch seine Sucht aufgedeckt werden könnte, unternimmt er nichts. Nur noch das Trinken scheint zu helfen, obwohl es Trunschkas Blick zunehmend verschleiert und er allmählich den Bezug zur Realität verliert.

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Die Reise wird mehr und mehr zu einem Trip. Wagner klopft immer wieder an „Clems“ Hotelzimmertür, immer neue Wege und Möglichkeiten anbietend, seinem neuen „buddy“ zu helfen. Er weiß zum Beispiel, dass Ringer eine Affäre hat. Und obwohl Trunschka durch Wagners Hilfe kleine Fortschritte macht, kann er den wahren Wert des amerikanischen Freundes nicht erkennen. Allmählich wird nämlich klar, dass der scheinbar immer gut gelaunte Wagner in Wirklichkeit verzweifelt einsam ist – ähnlich wie Trunschka.

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Aus seiner Verzweiflung heraus, versucht Trunschka letztendlich Ringer mit dessen Affäre zu erpressen. Er hat Beweisfotos geschossen, die er dem Sicherheitsservice, der in Ringers Wohngebiet patrouilliert, in einem Umschlag übergibt – mit dem Auftrag, diesen an Ringer persönlich weiter zu geben. In derselben Nacht jedoch erhält er ein Fax von dem deutschen Automobilkonzern, dass er von dem Auftrag entlassen wird. Trunschka ist am Boden zerstört. Nach einer Nacht voller Alkohol, nüchtert er aus. Er realisiert, dass er gescheitert ist und packt seinen Koffer, um die Rückreise anzutreten.

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Am selben Morgen im Frühstücksraum des Hotels bemerkt er dann aber einen deutschen Geschäftsmann. Ist er der neue Headhunter des Automobilkonzerns – Trunschkas Ersatz? Wieder nimmt er die Verfolgung auf, folgt dem Deutschen durch Houston. Währenddessen meldet sich eine Assistentin Ringers bei Trunschka und vereinbart ein Treffen. Die Erpressung hat funktioniert.

Trunschka hat eine letzte Chance seine Mission zu erfüllen. Er fährt in südwestliche Richtung, zum Treffpunkt in die texanische Einöde, El Campo – der letzte Trip seiner Jagd. Die Sonne blendet. Die Zikaden schreien …

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Die Blu-ray ist technisch auf aktuellem Stand. Das Bild ist, auch bei Großprojektion, scharf und kontrastreich. Die Kamerarbeit schafft durch den Einsatz von starken Weitwinkelbrennweiten Nähe. Eine Intimität mit den Protagonisten, die verstört und in Bann zieht. Ulrich Tukur liefert eine hervorragende schauspielerische Leistung ab, der Betrachter leidet, bangt und hofft mit ihm. Der räumlich aus den Surroundboxen, was zusätzlich für Atmosphäre sorgt.

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Das Rezensionsexemplar und die Gewinnspielpreise wurde von farbfilm home Entertainment GmbH zur Verfügung gestellt. Wir bedanken uns herzlich.

Originaltitel: Houston
Land / Jahr: Deutschland / 2013
Genre: Drama
Drehorte: Houston / Texas, Köln und Umgebung, Brandenburg
Darsteller: Clemens Trunschka – Ulrich Tukur, Robert Wagner – Garret Dillahunt – Borgmann – Wolfram Koch, Christine Truschka – Jenny Schily – Hannes – Jens Münchow u. v. a.
Regie: Bastian Günther
Drehbuch: Bastian Günther
Produktionsleitung: Andreas Jupe, Charles Mulford
Produzenten: Martin Heisler, Joachim Ortmanns, Anne Walker-McBay
Kamera: Michael Kotschi
Schnitt: Anne Fabini
Musik: Michael Rother
FSK: 12

Blu-ray Disc
Laufzeit: ca. 107 Min. + Bonus
Bildformat: Full HD 16:9 (2,35:1)
Tonformat: DTS HD Master Audio 5.1
Sprachen: Deutsch, Englisch
Untertitel: tw. Deutsch, tw. Englisch
Extras: Making-of, entfallene Szenen, Interviews, Trailer

Webseite zum Film: Houston