Last Passenger: Es fährt ein Zug nach Nirgendwo…

Last_Passenger_coverLast Passenger: Es fährt ein Zug nach Nirgendwo…
Der letzte Zug bringt die Nachtschwärmer von London in die Vororte. Drin sitzen nicht mehr allzu viele Passagiere. Darunter der Arzt Lewis Shaler, der mit seinem siebenjährigen Sohn Max ein Musical besucht hat. Die junge Sarah ist Eventmanagerin und kommt von einem missglückten „Mädchenabend“ mit ein paar Freundinnen. Auch Jan, Immigrant aus Polen, ein Geschäftsmann und eine ältere Dame wollen nach Hause.

Film-Blog.tv meint:
„Last Passenger – Zug ins Ungewisse“ ist durchaus spannend. Omid Nooshin hat sich bei Hitchcock offensichtlich einiges abgeschaut. Letztendlich ist es ein Film, der auf einem Privatsender läuft, wenn in einem der öffentlich-rechtlichen Programme Fußball übertragen wird. Mich hat die Dramaturgie von „Last Passenger – Zug ins Ungewisse“ durchaus auch an ein solches Pokal-Spiel erinnert, in dem ein Bundesligist auf eine unterklassige Mannschaft trifft: Man kann sich zwar denken, wer am Ende gewinnt. Ist sich aber nie so ganz sicher, dass es auch so kommt…

Aber irgend etwas stimmt nicht in dem Zug. Eine eigenartige Stimmung ist von Anfang an zu spüren. Die paar Jugendlichen, die die Wodka-Pulle kreisen lassen, steigen bald aus. Auch ein Mann mit Motoradhelm ist schon recht früh nicht mehr zu sehen. Jan steckt sich eine Zigarette an und wird vom Schaffner aufgefordert, das Rauchen einzustellen. Auch in englischen S-Bahnen heißt es „No Smoking“. Und damit ist nicht die Bekleidung gemeint. Es kommt zu einer kleinen, kurzen Auseinandersetzung, Jan verschwindet in einem anderen Abteil.

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Währenddessen kommen sich der verwitwete, alleinerziehende Lewis und Sarah etwas näher. Notbremse, der Zug steht für ein paar Minuten. Schemenhaft erkennt Lewis einen, offensichtlich verletzten, Mann auf den Gleisen. Er meldet den Vorfall dem Rettungsdienst, die Zugfahrt geht weiter.
An der nächsten Station muss Sarah aussteigen. Zum Abschied gibt sie Lewis noch ihre Telefonnummer. Doch der Zug hält nicht an. Er rast mit voller Geschwindigkeit durch den Bahnhof.
Alle Versuche, den durch die Nacht rasenden Zug mit der Notbremse zum Stehen zu bringen, scheitern. Vor der Lokomotive finden sie den Schaffner. Tot. Und im Führerstand baumelt ein Motorradhelm …

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„Last Passenger – Zug ins Ungewisse“ kam bei der Kritik nicht allzu gut weg. Sicher, man merkt von Anfang an, dass etwas nicht stimmt. Und die Figuren sind ein wenig arg holzschnittartig gezeichnet. So ziemlich jedes Klischee, das man erwartet, wird zunächst auch erfüllt. Und dennoch, dank der recht guten schauspielerischen Leistungen der Akteure bekommen die Personen Charakter.

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Das Bild der Blu-ray ist auch bei Großprojektion akzeptabel, der Ton ausgewogen und etwas frontlastig. Kommt aber dann, wenn es nötig ist, schön räumlich.

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Universum Film GmbH präsentiert „Last Passenger“ auf Blu-ray und DVD. Das Rezensionsexemplar wurde von Universum Film GmbH zur Verfügung gestellt. Wir bedanken uns herzlich.

Originaltitel: Last Passenger
Land / Jahr: Großbritannien / 2012
Genre: Thriller
Darsteller: Dougray Scott, Kara Tointon, Iddo Goldberg, Joshua Kaynama, David Schofield, Lindsay Duncan
Regie: Omid Nooshin
Drehbuch: Omid Nooshin und Andrew Love
Produzenten: Ado Yoshizaki und Zack Winfield
FSK: 12

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Blu-ray
Laufzeit: ca. 97 Min. + Bonus
Bildformat: 2,35:1 (1080p/24)
Tonformat: Deutsch DTS-HD 5.1, Englisch DTS-HD 5.1
Sprachen: Deutsch und Englisch
Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte
Bonus: Making Of, Featurette, Interviews, B-Roll, Visual Effects, Sound Design, Wendecover