Last Vegas: Fast Food fürs Auge

lastvegas_coverVier Freunde in ziemlich bestem Alter für die Pensionierung wollen in Las Vegas einen etwas verspäteten Junggesellenabschied der Extraklasse feiern. Der notorische Playboy Billy möchte endlich heiraten. Die Braut ist allerdings grade mal halb so alt wie er. Das findet der griesgrämige Witwer Paddy gar nicht gut. Aber das bleibt nicht die einzige Überraschung dieser turbulenten Party in der Glücksspielmetropole.

Film-Blog.tv meint:
Michael Douglas (geb. 1944), Robert De Niro (geb. 1943), Morgan Freeman (geb. 1937) und Kevin Kline (geb. 1947). Das liest sich wie das „Who is Who“ der Schauspielgrößen der Klasse Ü60. Alle vier haben schon mal den Oskar® gewonnen, was soll da noch schief gehen? Um es kurz zu machen: Nicht viel. „Last Vegas“ ist wie der Besuch im Fastfood-Restaurant einer Franchise-Kette. Man bekommt, was man erwartet. Und hat hinterher irgendwie das Gefühl, dass man nicht richtig satt ist. Aber anderswo, fürs gleiche Geld, auch „was Vernünftiges“ bekommen hätte …

Vier Männer, Freunde seit Kindheit, haben Biografien wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Billy, der notorische Schwerenöter ist beruflich immer noch sehr erfolgreich. Archie kümmert sich als liebevoller Opa ausschließlich um seinen Enkel, er hat einen kleinen Schlaganfall hinter sich. Weshalb ihn sein Sohn mehr oder weniger entmündigt mit dessen Fürsorge. Paddy ist seit einem Jahr Witwer und wehrt sich zynisch gegen die Verkupplungsversuche seiner jungen Nachbarin mit deren Tante – und gegen ihre Kochkünste. Sam ist immer noch glücklich verheiratet und hat offensichtlich Prostataprobleme.

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Billy, erfolgreich und immer noch attraktiv, nutzt die launige Trauerrede bei der Beerdigung seines Geschäftspartners um seiner nicht einmal halb so alten Freundin einen Heiratsantrag zu machen. Sie nimmt an, Billy lädt seine drei Freunde von den „Flatbush Four“, wie sie sich einst nannten, zum Junggesellenabschied nach Las Vegas. Dort soll auch die Hochzeit stattfinden.

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Bevor es losgeht, bekommt Sam von seiner Frau noch einen Seitensprung in Vegas geschenkt – in Form einer Viagra und eines Kondoms. Wahrscheinlich war sich die Gute da schon ziemlich sicher, dass auch das bei Sam nicht mehr viel hilft. Archie flieht mit einem mutigen Sprung aus dem Erdgeschossfenster vor seinem kontrollwütigem Sohn, gemeinsam überreden sie den missmutigen Paddy.

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Kaum in Las Vegas angekommen, lernen sie eine – auch nicht mehr ganz frische – Barsängerin kennen. Billy und Paddy bemühen sich gemeinsam um die immer noch recht attraktive Diana. Sam ist auf der Suche nach einer Möglichkeit, das Geschenk seiner Frau in die Praxis umzusetzen und Archie setzt sein gesamtes Rentenkonto beim Black Jack.

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auch einiges beim Betrachter rüber. Man wird 100 Minuten lang ganz gut unterhalten. Douglas, De Niro, Freeman und Kline versprühen viel Spielfreude, werden aber von Mary Steenburgen als charmante Diana glatt an die Wand gespielt.
Wie Eingangs erwähnt: Man bekommt, was man erwartet: Solides Schauspielkino, das ohne GGI-Effekte, Verfolgungsjagden und wilde Schießereien auskommt. Allerdings darf man kaum auf Überraschungen hoffen. Nach den ersten zehn Minuten weiß man, was als nächstes kommt und wie der Film enden wird. Hier wurde viel Potenzial verschenkt. Bei einem stärkeren Buch wäre mit diesem Cast sicher mehr möglich gewesen. Bild und Ton entsprechen dem aktuellen Stand der Technik. Auch bei Großprojektion gibt es keinen Grund zur Klage.

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UNIVERSAL PICTURES GERMANY GmbH© präsentiert „Last Vegas“ ab dem 27. März 2014 auf Blu-ray Disc™, DVD und als Download.
Das Rezensions- und das Verlosungsexemplar wurden von UNIVERSAL PICTURES GERMANY GmbH© zur Verfügung gestellt. Wir bedanken uns herzlich.

Originaltitel: Last Vegas
Land / Jahr: USA / 2013
Genre: Komödie
Darsteller: Michael Douglas: Billy; Robert De Niro: Paddy; Morgan Freeman: Archie; Kevin Kline: Sam; Mary Steenburgen: Diana; Jerry Ferrara: Dean; Romany Malco: Lonnie; Roger Bart: Maurice; Joanna Gleason: Miriam; Michael Ealy: Ezra; 50 Cent: als er selbst u. a.
Regie: Jon Turteltaub
Drehbuch: Dan Fogelman
Produktion: Amy Baer, Joseph Drake, Matt Leonetti, Laurence Mark
Kamera: David Hennings
Musik: Mark Mothersbaugh
Schnitt: David Rennie

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Blu-ray Disc
Laufzeit: ca. 105 Min.
Bildformat: Full HD 16:9 (2,40:1)
Tonformat: DTS Digital Surround 5.1 (D, F, I, E), DTS-HD Master Audio 5.1 (GB)
Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch
Extras: Kommentar der Filmemacher Jon Turteltaub und Dan Fogelman, Das wird sagenhaft, Der Dreh in Vegas, Vier Legenden, Die Redfoo-Party, Die „Flatbush Four“, Die Nebendarsteller
FSK: 0 (Blu-ray; DVD FSK 12)

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