Liberace – Zu viel des Guten ist wundervoll

liberace_coverWas heute Lady Gaga ist, waren in den 70er Jahren Elton John und Liberace: Als virtuoser Pianist und Superstar pompöser Shows lag ihm weltweit ein Millionenpublikum zu Füßen. Glitzernde Kostüme und goldene Kerzenständer waren seine Markenzeichen. Im Sommer 1977 betritt schließlich ein attraktiver Jüngling seine Garderobe: Scott Thorson, ein einfacher Junge aus der Provinz, wird von Liberace zum Prinzen verwandelt. Zwischen den beiden entwickelt sich eine Liebesgeschichte, die im Laufe der Zeit vom Exzess und Schönheits-OPs ebenso begleitet wird wie von großen Gefühlen und Eifersucht…

Film-Blog.tv meint:
Der Originaltitel „Behind the Candelabra“ – also „Hinter dem Kerzenleuchter – passt in seiner Doppeldeutigkeit viel besser zum Film. Denn hier werden nicht nur die glitzernde Fassade, sondern auch die Menschen mit ihren Problemen in, oft schockierender Ehrlichkeit gezeigt.
Steven Soderbergh, Michael Douglas und Matt Damon schaffen es, die skurrilen Charaktere so präzise darzustellen, dass das Gezeigt in keiner Phase ins ironische oder gar peinliche abdriftet: „Too much of a good thing is wonderful“

Scott Thorson war grade mal 17 Jahre alt, als er mit einem Freund ein Liberace-Konzert in Las Vegas besuchte. Anschließend lernten sie den Entertainer in dessen Garderobe persönlich kennen und wurden von ihm spontan zu einer Party zu sich nach Hause eingeladen.

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Scott, aus eher bescheidenen Verhältnissen vom Lande stammend, war vom Prunk des Anwesens überwältigt: Liberace hatte das ganze Haus im Stil von König Ludwig II eingerichtet und kleidete sich selbst wie der Märchenkönig.

Lee, wie ihn seine Freunde nannten, und der bisexuelle Scott wurden schnell ein Liebespaar. Damit die Beziehung nach außen nicht öffentlich wurde, war Scott offiziell der Fahrer und Sekretär. Er wurde mit wertvollen Geschenken überhäuft. Doch die Sache hatte auch ihre Schattenseiten. Der egozentrische Entertainer bestand darauf, dass Scott sich von einem Schönheitschirurgen in einen „jungen Liberace“ verwandeln lassen sollte. Trotz schwerer Bedenken stimmte er zu, als Liebesbeweis für seinen um viele Jahre älteren Mentor.

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Doch der Schönheitschirurg machte doppelt Kasse. Zuerst waren es Schmerzmittel, dann Drogen, mit denen er Scott versorgte. Lee duldete das nicht und beendete die Beziehung. Was letztendlich zu einem Sorgerechtsprozess führte. Erst am Sterbebett von Liberace versöhnten sich die beiden wieder.

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Man merkt, dass bei dieser Produktion Profis am Werk waren. Das Buch, die Lebenserinnerungen von Scott Thorson, wurde in bester Hollywoodmanier verfilmt. Obwohl der Film in den USA „nur“ für eine TV-Produktion hergestellt wurde. Das Bild der Blu-ray ist auch bei Großprojektion hervorragend, der 5.1-Sound kommt sehr räumlich aus den Surroundboxen. Unterstützt wird die Handlung von einem exzellenten Soundtrack, der die Stimmung perfekt einfängt.

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dcm Film Distribution GmbH präsentiert „Liberace – Zu viel des Guten ist wundervoll“ seit dem 21. März 2014 auf Blu-ray Disc™ und DVD.
Das Rezensionsexemplar wurde von dcm Film Distribution GmbH zur Verfügung gestellt. Wir bedanken uns herzlich.

Originaltitel: Behind the Candelabra
Land / Jahr: USA / 2013
Originalsprache: Englisch
Genre: Biographie, Comedy, Drama
Darsteller: Michael Douglas: Liberace; Matt Damon: Scott Thorson; Scott Bakula: Bob Black; Dan Aykroyd: Seymour Heller; Rob Lowe: Dr. Startz; Debbie Reynolds: Frances Liberace u.a.
Regie: Steven Soderbergh
Drehbuch: Richard LaGravenese
Produktion: Susan Ekins, Gregory Jacobs, Michael Polaire
Kamera: Steven Soderbergh als Peter Andrews
Musik: Marvin Hamlisch
Schnitt: Steven Soderbergh als Mary Ann Bernard
Erstveröffentlichung: 29.11.2012 (Kino)

Blu-ray Disc
Laufzeit: ca. 118 Min.
Bildformat: Full HD 16:9 (1,78:1)
Tonformat: DTS-HD 5.1
Sprachen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Extras: Michael Douglas presents „Making of“, King of Bling – Liberace in Zahlen, Backstage, Interviews mit Cast & Crew, 20-seitiges Booklet, Pappschuber und Wendecover
FSK: 12

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