Liebe to go! Die längste Woche meines Lebens: Pech im Spiel, Glück in der Liebe

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Conrad Valmont lebt allein mit dem Personal in dem prestigeträchtigen Hotel seiner Familie mitten in Manhattan. Seine Eltern ließen ihn mit 10 Jahren wegen eines langjährigen Urlaubs in Paris zurück. Jetzt ist er 40 und sein Leben besteht darin, Frauen hinterherzujagen, nicht zu arbeiten und das luxuriöse Leben im Hotel zu genießen. Alles ändert sich, als sich seine Eltern scheiden lassen, ihm seine Treuhandfonds streichen und er mittellos auf der Straße steht.
Erst einmal kommt er bei seinem besten Freund Dylan unter. Dort begegnet er unvermittelt der Frau seiner Träume: Mit Beatrice will er den Rest seines Lebens verbringen. Jedoch muss er schmerzlich feststellen, dass sie bereits an seinen Freund vergeben ist. Conrad muss sich entscheiden, zwischen seiner Freundschaft mit Dylan oder der Zukunft mit seiner großen Liebe.

Film-Blog.tv meint:
Ein verwöhnter Millionärssohn muss sich von einem Tag auf den anderen alleine im Leben behaupten. Seine neue Lage bringt auch eine neue Liebe, aber damit auch die Notwendigkeit sich permanent zu verstellen: das Regiedebüt von Peter Glanz, erzählt ruhig und romantisierend. Glanz, der auch das Drehbuch schrieb, zitiert Woody Allens Beziehungsfilme und findet eine erdige, fokussierte Bildsprache, die die sechziger Jahre visuell in die Gegenwart transportiert. Wie das angebliche Unisex-Parfum des Künstlers Dylan in „Liebe to go“ spricht der Film vordergründig Männer und Frauen an, dürfte weibliche Zuschauer mit seinem Romantikmotiv jedoch noch eher mitnehmen. Vom distinguierten Stil und einer gelungenen Kamera profitieren alle Zuschauer gleichermaßen.

Den Beitrag verfasste unser Autor Peter Schrandt.

Conrad Valmont lebt auf großem Fuß und genießt das Leben. Finanziert durch seine Eltern, wohlhabende Hoteliers aus Manhattan. Als seine Mutter und sein Vater sich scheiden lassen, entziehen sie dem fast 40-jährigen Sohn sämtliche finanziellen Zuwendungen. Das ungewohnte neue Leben führt ihn aus der Limousine mit Chauffeur in die New Yorker U-Bahn und dort in die Arme von Beatrice. Sie gibt ihm ihre Telefonnummer und das Gefühl nun, im unpassenden Moment, nun endlich die richtige Frau gefunden zu haben. Und seine ungewohnte Mittellosigkeit ist nicht der einzige Umstand, den er verstecken muss; denn sein Freund Dylan, der ihn nun finanziell unterstützt und Beatrice sind sich nicht unbekannt…

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„Liebe to go“ findet einen ruhigen Rhythmus und mag stille Pointen des Smalltalks lieber als Schenkelklopfer. Wiederkehrenden Klänge aus Pachelbels Kanon unterstreichen die distinguierte Tonalität der romantischen Komödie. Das Bild erinnert mit seinen erdige Farben und wenigen Blautönen gewollt an die sechziger Jahre; Requisiten wie eine mechanische Schreibmaschine, Vinylschallplatten und ein Kassettenrekorder (Mono!) unterstreichen diesen Charme.

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Leichte Anklänge an ein Märchen erreicht der Film durch einen Erzähler aus dem Off, der insbesondere gegen Ende recht lange Passagen übernehmen darf.

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Die Thematik „Verwöhnter junger Millionär muss sich pleite im Alltag orientieren“ bearbeitet auch Dan Aykroyd in „Trading Places“. Dieser Film aus 1983 bringt das Sujet humorvoller und lauter als „Liebe to go“, wenn auch nicht polternd. Wer den Fokus auf den Humor legt, sollte diese thematische Alternative in Betracht ziehen. Wer Romantik möchte, bedient sich mit dieser aktuellen Produktion.

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Das Bild ist klar und gut ausgeleuchtet, die Balance der Tonspuren ist angenehm in der Originalfassung und in der deutschen Synchronversion. Eine Anekdote bringt die Dialogregie: Nach einem Unfall spricht Conrad angeblich fließendes Deutsch, ohne die Sprache vorher erlernt zu haben. Die Originalversion lässt uns schmunzeln, denn für einen „vocal coach“, der Jason Bateman ein paar Worte fließendes Deutsch vermittelt, reichte das Budget anscheinend nicht mehr. In der deutschen Synchronisation hätte das nicht funktioniert; so lässt ihn hier die „Witzelsucht“ posttraumatisch fortwährend Witze erzählen. Was übrigens… ebenfalls floppt.

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Gewinnspiel
Folgende Frage gilt es zu beantworten: Nennt uns einen weiteren Film mit Olivia Wilde! Zu gewinnen gibt’s auch was, nämlich

2 x Blu-ray „Liebe to go!“

Schickt einfach eine Mail mit der, hoffentlich richtigen, Antwort und Eurer Adresse an gewinnspiel@film-blog.tv

Dazu habt ihr bis zum 15.09.2014 bis 24.00 Uhr Zeit. Gehen mehr als eine richtige Antworten ein, lassen wir das Los entscheiden. Mitarbeiter der beteiligten Firmen und Agenturen sowie film-blog.tv dürfen nicht mitmachen, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

EuroVideo Medienpräsentiert „Liebe to go! Die längste Woche meines Lebens“ ab dem 05. November 2014 auf Blu-ray Disc™, DVD und Video on demand.
Das Rezensions- und die Verlosungsexemplare wurde von EuroVideo Medien zur Verfügung gestellt. Wir bedanken uns herzlich.

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Originaltitel: The longest week
Land / Jahr: USA / 2014
Genre: Romantik, Komödie
Darsteller: Jason Bateman, Olivia Wilde, Billy Crudup, Jenny Slate, Barbara Schulz u. a.
Regie: Peter Glanz
Drehbuch: Peter Glanz
Produzenten: Uday Chopra, Neda Armian
Kamera: Ben Kutchins
Schnitt: Sarah Flack
Musik: Jay Israelson
FSK: Freigegeben ohne Altersbeschränkung

Blu-ray Disc
Laufzeit: ca. 86 min. + Bonus
Bildformat:HD 1080/24p (16:9)
Tonformat: DTS-HD Master Audio 5.1
Sprachen: Deutsch, Englisch
Extras: Trailer

Webseite zum Film: Liebe to go! Die längste Woche meines Lebens