Live. Die. Repeat.: Edge Of Tomorrow – Ich seh‘ Dich im nächsten Leben

edge_coverDas Action-Abenteuer spielt in naher Zukunft: Mit unerbittlicher Härte fällt eine außerirdische Spezies über die Erde her – keine Armee der Welt kann sie aufhalten. Major Bill Cage verfügt über keinerlei Kampferfahrung, als er ohne Vorwarnung zu einem Einsatz abkommandiert wird, den man nur als Selbstmordkommando bezeichnen kann. Cage wird innerhalb weniger Minuten getötet, landet aber unbegreiflicherweise in einer Zeitschleife, die ihn dazu verdammt, dasselbe grausige Gefecht ständig aufs Neue zu durchleben: Wieder und immer wieder muss er kämpfen und sterben. Doch mit jeder Auseinandersetzung gewinnt Cage an Erfahrung und reagiert immer versierter auf die Gegner, wobei ihn die Kämpferin Rita Vrataski von den Special Forces tatkräftig unterstützt. Indem sich Cage und Rita dem Kampf gegen die Außerirdischen stellen, ergibt sich aus jedem wiederholten Einsatz eine neue Chance, die Alien-Invasoren zu überwinden.

Film-Blog.tv meint:
Man kann geteilter Meinung sein, ob Hollywood-Beau Tom Cruise überhaupt ein geeigneter Action Darsteller ist. Für meinen Geschmack wäre der für die Rolle eigentlich vorgesehene Brad Pitt die bessere Wahl gewesen. Dennoch: Auch wenn ich Cruise den Part als gnadenlosen Actionhelden noch nie abgenommen habe, er macht seine Sache wider Erwarten besser als befürchtet. Was wohl auch daran liegt, dass man ihm mit Emily Blunt eine taffe Amazone zur Seite gestellt hat, die ihn nicht nur im Drehbuch in so mancher Szene rettet.
Herausgekommen ist ein gradliniger, schnörkelloser Sci-Fi-Actionfilm, der rundum Spaß macht. Anleihen bei „Täglich grüßt das Murmeltier“ sind unübersehbar. Ob die Symbolik – die feindlichen Alines trachten danach, von Deutschland aus die Weltherrschaft zu erlangen, es ist immer wieder die Rede von einer vorentscheidenden Schlacht bei Verdun sowie die Landung der US-Militärs, die an den D-Day erinnert – nicht ein wenig zu dick aufgetragen ist, ist sicher Ansichtssache.

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William „Bill“ Cage ist Major der Reserve. Mit dem Militär hat er nicht viel am Hut. Er leitet eine Werbeagentur. In dieser Funktion hat eine recht erfolgreiche Kampagne zur Rekrutierung neuer Soldaten konzipiert. Soldaten, die im Kampf gegen die Mimics, scheinbar unbesiegbare Aliens, dringend benötigt werden.

Jetzt sitzt er im Büro von General Brigham. Die entscheidende Schlacht gegen die Mimics, D-Day an einem Strand in der Normandie, wird viele Opfer kosten. Um so ruhmreicher soll der Film die Sieger darstellen. Cage soll dafür mit einem Kamerateam an die Front, um den Sieg filmisch in Szene zu setzen. Major der Reserve hin oder her: Cage ist ein Schisser. Hat so gar keine Lust, sein komfortables Leben fernab vom Kriegsgeschehen aufs Spiel zu setzen. Die Weigerung interpretiert Brigham als Desertation.

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Degradiert zum „Private“ wacht Cage am nächsten Tag auf. In Handschellen auf einem Seesack. Am Rande des Flugfelds: London, Heathrow. Es bleibt nicht viel Zeit, um aus dem smarten Weichei einen gnadenlosen Kämpfer zu machen: Ohne große Einweisung in das futuristische Kampfgerät geht es schon bald an die Front. Doch die Aliens scheinen in die Zukunft blicken zu können: Sie sind über jeden Schritt der Militärs bestens informiert und schlagen sie vernichtend.

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„Live Die Repeat: Edge Of Tomorrow“. Schon nach einer knappen halben Stunde könnte der Abspann laufen. Wenn Cage nicht zufällig ein „Alpha-Mimic“ verletzt hätte und mit dessen Blut in Kontakt gekommen wäre. Ist er aber. Und damit beginnt die ganze Geschichte wieder von vorne. Die Fähigkeit der Aliens, die Zeit vor- und zurück zu spulen, beherrscht nun auch Bill. Er trifft Sergeant Rita Vrataski, die er selbst als „Engel von Verdun“ zu einer medialen Berühmtheit gemacht hat. Gemeinsam machen sie sich auf, das „Omega“, so wird das „Zentralhirn“ der Mimics genannt, zu zerstören.

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Ein bisschen erinnert „Live Die Repeat: Edge Of Tomorrow“ an ein Computerspiel. Cage erreicht ein Level, wird getötet. Er lernt aus Erfahrungen und darf von neuem beginnen. Das ganze so oft, bis er das Ende des Games erreicht. Das hat durchaus seinen Charme. Zumal dankenswerter Weise auf ablenkende Elemente, wie eine unnötige Lovestory oder persönliche Befindlichkeiten der Charaktere verzichtet wurde. Da die Story in „nicht allzu ferner Zukunft“ spielt, ist auch das Szenario glaubhaft. Auf den Straßen sieht man Autos, die auch heute unterwegs sind. Als Truppentransporter sind Quadcopter unterwegs, die in der Gegenwart als Drohne vom Militär verwendet werden. Die schnelle Metamorphose Bills, vom Sesselpupser zum Elitesoldaten, ist ein wenig zu optimistisch.

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Das Bild der Blu-ray ist, wie zu Erwarten, sehr gut. Detailreich, die Schärfe sitzt dort, wo sie hingehört. Uns stand zur Rezension die 2D-Blu-ray zur Verfügung, der Film wurde auch „nur“ in 2D gedreht. Allerdings konnten wir einige Szenen der 3D-Version in einem Trailer sehen. Das, was wir da vorgesetzt bekamen, war beeindruckrend. Der Einsatz des Stereografen schon beim Dreh, der dem Kameramann assistierte, hat sich offensichtlich gelohnt.

Ein dickes Lob gilt den Produzenten für den Ton: DTS HD-Master Audio 7.1 kommt sowohl in der englischen, als auch in der deutschen Fassung so wuchtig, räumlich und perfekt abgemischt aus dem Surround-System, dass man sich schon mal vor Schreck umdreht, wenn überraschende Geräusche von hinten kommen. Der atmosphärische Klang und die dichten, bedrückenden Bilder tragen viel zur Faszination bei.

Warner Bros. Entertainment GmbH präsentiert „Live Die Repeat: Edge Of Tomorrow“ ab dem 09.10.2014 auf 3D-Blu-ray Disc™, Blu-ray Disc™, DVD und als VoD.
Das Rezensionsexemplar wurde von Warner Bros. Entertainment GmbH zur Verfügung gestellt. Wir bedanken uns herzlich.

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Originaltitel: Live Die Repeat: Edge Of Tomorrow
Land / Jahr: USA, GB, Südkorea / 2014
Genre: Science-Fiction, Action
Darsteller: Tom Cruise: Major William „Bill“ Cage, Emily Blunt: Sergeant Rita Vrataski, Brendan Gleeson: General Brigham, Bill Paxton: Master Sergeant Farrell, Jonas Armstrong: Skinner, Tony Way: Kimmel, Kick Gurry: Griff, Franz Drameh: Ford, Dragomir Mrsic: Kuntz, Charlotte Riley: Nance, Masayoshi Haneda: Takeda, Terence Maynard: Sergeant, Noah Taylor: Dr. Carter, Lara Pulver: Karen Lord, Madeleine Mantock: Julie, Marianne Jean-Baptiste: Dr. Whittle, Kidus Henok: Lewis, Jeremy Piven: Col. Walter Marx u.a.
Regie: Doug Liman
Drehbuch: Christopher McQuarrie, Jez Butterworth, John-Henry Butterworth
Vorlage: Light Novel „All You Need Is Kill“ von Hiroshi Sakurazaka
Produktion: Jason Hoffs, Gregory Jacobs, Tom Lassally, Jeffrey Silver, Erwin Stoff
Kamera: Dion Beebe
Schnitt: James Herbert
Musik: Christophe Beck

Blu-ray Disc
Laufzeit: ca. 113 Min. + Bonus
Bildformat: Full HD 16:9 (2,40:1)
Tonformat: DTS HD-Master Audio 7.1
Sprache: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch, Englisch für Hörgeschädigte
Bonus: Operation Downfall – Pures Adrenalin, Der Strand wird erstürmt, Waffen der Zukunft, Kreaturen aus einer anderen Welt, On the Edge mit Doug Liman, Nicht verwendete Szenen
FSK: 12

Webseite zum Film: Edge of Tomorrow