Malavita: Eine schlagkräftige Familie!

malavita_coverGewinnspiel_rotEr war einer der mächtigsten Männer der USA: Fred, einst gefürchteter Pate in New York, hat durch seine Aussagen eine ganze Reihe einflussreicher Mafiosi hinter Gitter gebracht. Nun lebt er mit seiner Frau Maggi und den beiden Kindern Belle und Warren im Zeugenschutzprogramm in der Normandie – unter dem wachsamen Auge des knallharten FBI-Agenten Stansfield. Ziel ist es, sich unauffällig zu verhalten und unter allen Umständen unter dem Radar zu bleiben. Nicht so einfach, denn Freds aufbrausendes Temperament geht gerne mit ihm durch. Und dann noch diese Franzosen – wie kann man da Ruhe bewahren?! Der Kulturschock sitzt tief. Und so ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Mafia die Fährte der Familie wieder aufnimmt und gleich mehrere Killer in das beschauliche Dörfchen schickt. Die haben jedoch nicht mit der Entschlossenheit dieser Familie gerechnet…

Film-Blog.tv meint:
Ob Robert De Niro das Geld braucht, kann ich nicht sagen. Wohl aber, dass er nicht mehr der Jüngste ist. Nach einigen etwas schwächeren Filmen, die er in den letzten Jahren auf die Leinwand brachte, läuft er in „Malavita – The Family“ zu Hochform auf. Michelle Pfeiffer, Tommy Lee Jones und die beiden Nachwuchsschauspieler Dianna Agron und John D’Leo lassen sich mitreißen. Und so schafft es der Cast aus dem leider nicht immer überzeugenden Drehbuch letztendlich doch noch, einen rundum unterhaltsamen Film auf die Leinwand zu bringen.

Im beschaulichen Süden Frankreichs sitzt eine Familie beim Mittagessen, als es unerwartet an der Tür klingelt. Vor der steht allerdings kein spontaner Überraschungsgast, sondern ein Killer. Innerhalb weniger Minuten liegen Vater, Mutter und die beiden jugendlichen Kinder tot über ihren Pastatellern. Doch der Täter hat die Falschen erwischt!

Gleichzeitig flüchtet eine andere Familie Hals über Kopf durch die Nacht, um die Riviera so schnell wie möglich hinter sich zu lassen und stattdessen in der Normandie einen Neuanfang zu wagen. Für die Amerikaner ist es nicht der erste Tapetenwechsel. Seitdem Giovanni Manzoni in New York seinen Boss und etliche Kollegen bei der Mafia ans Messer der Justiz geliefert hat, steckt er mitsamt seiner Familie im Zeugenschutzprogramm.

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Während daheim in Brooklyn Don Luchese aus dem Gefängnis heraus den Verbleib des verhassten Verräters ausfindig zu machen versucht, halten es Giovanni alias Frank, seine Frau Maggie und ihre beiden Teenager-Sprösslinge Belle und Warren in Frankreich an keinem Ort lange aus, ohne für reichlich Ärger zu sorgen. Nun werden die Blakes, wie sie fortan heißen, von ihrem FBI-Betreuer Stansfield mitsamt ihrem Hund namens „Malavita“ in einem verschlafenen normannischen Dörfchen untergebracht, wo es zwar reichlich Calvados und Camembert, aber beim besten Willen nirgends Erdnussbutter gibt.

Gleich in der ersten Nacht, als der Rest der Familie schläft, zieht Frank eine Leiche aus dem Kofferraum und lässt das Mitbringsel vom vorherigen Unterschlupf hinterm Haus in der Erde verschwinden. Doch auch am neuen Wohnort verfällt die ganze Familie schnell in alte Muster, sobald die ersten Konflikte auftauchen. Maggie versteht im Dorfsupermarkt zwar nicht genau, was ihre neuen Nachbarn auf Französisch tuscheln, doch es bringt sie trotzdem so sehr auf die Palme, dass ihr die Gasflaschen und Streichhölzer in den hinteren Regalen des Ladens gerade recht kommen. Derweil erteilt Tochter Belle einigen reichlich aufdringlichen Mitschülern gleich am ersten Schultag eine ziemlich schlagkräftige Lektion in Sachen gutem Benehmen. Und ihr Bruder Warren, der es prompt mit einer Gruppe Schlägern zu tun bekommt, macht es sich schnell zum Sport, alle Stärken und Schwächen seiner Klassenkameraden zu seinem eigenen Vorteil zu nutzen und gegeneinander auszuspielen.

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Mit der Zeit gewöhnen sich die Blakes an ihren Alltag. Warren treibt – mit wenig zimperlichen Mitteln – florierende Geschäfte auf dem Schulhof. Blake schenkt ihr Herz einem attraktiven Studenten aus Paris, der sie bei der Mathe-Nachhilfe unterstützt. Maggie verbringt ihre Freizeit derweil bevorzugt in der Kirche im Nachbardorf – oder mit den beiden FBI-Agenten Caputo und Di Cicco, die gegenüber der Familie Quartier bezogen haben und sich über Maggies Hausmannskost freuen. Frank selbst tut sich nicht immer leicht mit unauffälligen Leben im Untergrund und dem Loslassen der alten Gewohnheiten. Deswegen findet sich der örtliche Klempner, der ihn übers Ohr zu hauen versucht, schnell im Krankenhaus wieder. Gleichzeitig allerdings beginnt er auf einer alten Schreibmaschine im Gartenhaus damit, seine Memoiren zu Papier zu bringen und erkennt nach und nach, dass auch er in der Vergangenheit vielleicht den einen oder anderen Fehler gemacht hat.

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Spätestens, als die Blakes das gesamte Dorf zu einem großen amerikanischen Barbecue einladen, scheinen sich alle Familienmitglieder in ihrer neuen Rolle so wohl zu fühlen, dass selbst der ewig skeptische Agent Stansfield – aller Bedenken wegen Franks Autobiografie zum Trotz – Vertrauen in seine Schützlinge gewinnt. Doch natürlich trügt der friedliche Schein.

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Während nämlich Belle auf ihren ersten Herzschmerz zusteuert und Warren irgendwann doch für seine selten legalen Machenschaften in der Schule zur Rechenschaft gezogen wird, macht es sich Frank zur Aufgabe, auf eigene Faust die Konfrontation mit einem örtlichen Chemie-Betrieb zu suchen, der für das braune Leitungswasser im Dorf verantwortlich ist. Ohne Stansfields Wissen natürlich, dafür mit umso brutaleren Methoden.

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Dann lädt ihn auch noch der nichts ahnende Filmclub des Ortes, wo man ihn für einen Autor von historischen Sachbüchern hält, zu einer Diskussion über „Verdammt sind sie alle“ ein, zeigt dann aber doch kurzfristig Scorseses Gangster-Meisterwerk „Good Fellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia“. Begeistert beginnt Frank aus dem Nähkästchen zu plaudern, was seine mühsam aufgebaute Tarnung schnell ins Wanken bringen könnte. Viel größere Gefahr droht allerdings aus anderer Richtung. Durch einen dummen Zufall haben in New York Don Luchese und seine Männer herausgefunden, in welchem französischen Dorf die gesuchten Kronzeugen abgetaucht sind – und setzen natürlich umgehend ein Killerkommando auf die Blakes an …

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Die Kritiken zu „Malavita – The Family“ waren eher durchwachsen. Das ist teilweise nachvollziehbar, denn Luc Besson strapaziert den „Kulturschock“ der amerikanischen Familie in der Normandie etwas über. Hier gerät vieles zu plakativ. Trotzdem: Es macht Spaß zuzusehen, wie De Niro sein eigenes Mafia-Image persifliert. Michelle Pfeiffer lässt als Mutter Maggie den örtlichen Supermarkt in die Luft fliegen und zerstört bei der Beichte den Glauben des Pfarrers an das Gute im Menschen …

Technisch ist die Blu-ray auf dem aktuellen Stand der Technik. Das Bild ist scharf, teilweise etwas weich, aber sehr detailliert. Der Ton kommt sehr räumlich aus dem 5.1-System. Auch der sehr gute Soundtrack trägt wesentlich zum guten Gesamteindruck bei.

Universum Film GmbH präsentiert „Malavita – The Family“ ab 11. April 2014 erstmalig als DVD, Blu-ray und Video on Demand.
Das Rezensionsexemplar und die Gewinnspielpreise wurde von Universum Film GmbH zur Verfügung gestellt. Wir bedanken uns herzlich.

Gewinnspiel
Folgende Frage gilt es zu beantworten: Nennt uns einen weiteren Mafia-Film mit Robert De Niro Zu gewinnen gibt’s auch was, nämlich

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Drei Koziol Käsereiben
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Dazu habt ihr bis zum 15.05.2014 bis 24.00 Uhr Zeit. Gehen mehr als eine richtige Antworten ein, lassen wir das Los entscheiden. Mitarbeiter der beteiligten Firmen und Agenturen sowie film-blog.tv dürfen nicht mitmachen, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Originaltitel: Malavita
Land / Jahr: USA, Frankreich / 2013
Genre: Action, Comedy
Darsteller: Robert De Niro: Fred Blake / Giovanni Manzoni, Michelle Pfeiffer: Maggie Blake, Dianna Agron: Belle Blake, John D’Leo: Warren Blake, Tommy Lee Jones: Robert Stansfield u. a.
Regie: Luc Besson
Drehbuch: Luc Besson, Michael Caleo, Tonino Benacquista
Produktion: Luc Besson, Ryan Kavanaugh, Virginie Silla
Ausführender Produzent: Martin Scorsese
Kamera: Thierry Arbogast
Musik: Evgueni Galperine, Sacha Galperine
Schnitt: Julien Rey
Kinostart: 21. November 2013

Blu-ray Disc
Laufzeit: ca. 111 Min. + 48 Min. Bonus
Bildformat: Full HD 16:9 (1,85:1)
Tonformat: DTS-HD 5.1
Sprachen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch, Englisch
Extras: Interviews mit Cast & Crew, B-Roll Material, Kino-Trailer, US TV-Spots & Trailer
FSK: 16

Webseite zum Film: Malavita – The Family