Mara und der Feuerbringer: Thor, Loki und Siegfried 2.0

Gewinnspiel_rotmara_coverDie vierzehnjährige Mara hat nur einen Wunsch: normal sein! Wenn das nur so einfach wäre … In der Schule gilt sie als Außenseiterin, zu Hause wird sie von ihrer Mutter mit Esoterikkursen drangsaliert und zu allem Überfluss suchen sie auch noch regelmäßig düstere Tagträume heim. Als Mara plötzlich erfährt, dass es sich nicht um Träume, sondern um Visionen handelt und ausgerechnet sie eine Seherin sein soll, gerät ihr Leben ordentlich aus den Fugen. Denn Mara hat keine geringere Aufgabe auferlegt bekommen, als den drohenden Weltuntergang zu verhindern – steht Ragnarök, die Götterdämmerung, wirklich unmittelbar bevor?

Film-Blog.tv meint:
Eine Romanreihe, die in erster Linie von Mädchen kurz vor der Pubertät gelesen wird, als Kinofilm. Auch wenn sich der Cast recht ambitioniert liest: All zu viel habe ich von „Mara und der Feuerbringer“ nicht erwartet. Und war nach eineinhalb Stunden tief beeindruckt: Ja, die Auszeichnung „Bester Deutscher Fantasy-Film seit über 30 Jahren“ ist nicht zu hoch gegriffen. Erst recht, wenn man das – in Relation zu vergleichbaren amerikanischen Produktionen – deutlich niedrigere Budget vor Augen hält. Denn die kommen eineinhalb Stunden aus dem Staunen nicht mehr heraus. „Mara und der Feuerbringer“ ist ein Film für die ganze Familie, intelligent, bildgewaltig und hervorragend gespielt von allen Akteuren.

Mara ist 15. Ihre Mutter treibt sie mit esoterischen Spinnereien fast in den Wahnsinn. Und von den Mitschülerinnen wird sie auch noch böse gemobbt. Dazu noch diese seltsamen Visionen, die sie nicht einordnen kann. Mama hält das für Tagträume eines pubertierenden Teenagers. Aber das, was Mara sieht, ist real. Nur glaubt es ihr niemand. So richtig kann sie damit nichts anfangen: Thor und Loki, Gott und Halbgott der nordischen Sagenwelt. Immer wieder hat sie diese Szenen vor den Augen.

Und dann schleppt sie ihre Mutter Christa auch noch auf ein Seminar in den Englischen Garten: Bäume werden umarmt, in der Meditation sollen die Buchen und Linden mit den durchgeknallten Eso-Muttis reden. Kein Wunder, dass Maras Vater längst das Weite gesucht hat und nach Kanada abgehauen ist…

Ausgerechnet auf dem Nachhauseweg fängt ein kleiner Zweig, den Mara aus Christas Haar pfriemelt, mit Mara zu reden an. Und diese Worte sollen der Schlüssel zu ihren Tagträumen und der Beginn großartiger Erfahrungen werden.

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Mit Hilfe von Dr. Reinhold Weissinger, Universitätsprofessor für germanische Mythologie, stürzt sich Mara in ein aufregendes Abenteuer, in dem sie ganz auf ihre Stärken vertrauen muss. Geht von dem selbstverliebten Loki und seiner geheimnisvollen Frau Sigyn wirklich die größte Gefahr aus? Und was hat es mit dem bedrohlichen Feuerbringer auf sich? Mara gerät immer tiefer in eine magische Welt, in der sie all ihren Mut beweisen und über sich hinauswachsen muss …

Plötzlich ist alles real: Thor und Loki, Siegfried und der Lindwurm. In der Sagenwelt, den bayrischen Bergen und mitten in München, auf einem Mittelalter-Markt. Mit Lokis Zauberkräften wird eine mobbende Mitschülerin effektiv nachhaltig in ihre Schranken verwiesen…

Tommy Krappweis, von dem die Romanvorlage und das Drehbuch stammt, führte auch Regie. Er springt zwischen den Zeiten, vermischt Realität und Phantasie. All dies hat Stephan Schuh in wirklich großartigen Bildern eingefangen. Esther Schweins nimmt man die überdrehte Eso-Mutti gerne ab. An Jan Josef Liefers mit Vollbart muss man sich zwar erst Mal gewöhnen, doch dann spielt er sein komödiantisches Talent voll aus. Er erinnert mit jeder Rolle ein wenig mehr an Robert Downey jr.. Christoph Maria Herbst steht dem mit seinem Loki nicht nach: Obwohl er die gesamte Zeit gefesselt auf einem Stein liegt, ist sein Spiel sehr eindrucksvoll und hat auch durchaus komische Momente. Überhaupt: Beeindruckend ist die Leichtigkeit, mit der eigentlich schwere Themen wie die Nibelungen-Sage und die altgermanische Mythologie hier rübergebracht werden. Das ist wohl einer der größten Pluspunkte von „Mara und der Feuerbringer“.

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Der Kauf der Blu-ray lohnt nicht nur wegen des wirklich gelungenen Films. Denn auch mit Bonusmaterial, das durchaus sehenswert ist, wird nicht gegeizt. Die Wertigkeit unterstreicht zusätzlich der aufwändige Glanzdruck des Cover-Inlays.

Das Bild der Blu-ray ist, wie sollte es anders sein, sehr gut. Der Ton ist gut ausgewogen abgemischt, das 5.1System wird fleißig beschickt und vermittelt mit sehr guter Räumlichkeit viel Atmosphäre. Bei den Musikeinspielungen der Wagnerchöre lässt man es schön knallen, die Dialoge sind sehr gut verständlich.

Gewinnspiel
Folgende Fragen gilt es zu beantworten:
1.) Nennt uns Euren Lieblingsfilm mit Jan Josef Liefers! Schön wäre eine kurze Begründung, warum Euch ausgerechnet dieser Film so gut gefällt.
2.) Wie habt Ihr zu www.film-blog.tv gefunden?
Zu gewinnen gibt’s auch was, nämlich

2 x Blu-ray „Mara und der Feuerbringer“

Schickt einfach eine Mail mit der, hoffentlich richtigen, Antwort und Eurer Adresse an gewinnspiel@film-blog.tv

Dazu habt ihr bis zum 15.11.2015 bis 24.00 Uhr Zeit.

Das Gewinnspiel wird von www.film-blog.tv veranstaltet, die Teilnahme ist kostenlos. Teilnahmeberechtigt sind Personen über 18 Jahre mit Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland. Mitarbeiter der beteiligten Firmen und Agenturen sowie von www.film-blog.tv
dürfen nicht mitmachen. Gehen mehr richtige Antworten ein, als Preise zur Verfügung stehen, lassen wir das Los entscheiden, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Die Teilnehmerdaten werden nur für die Zustellung eines eventuellen Gewinns bis zum Einsendeschluss gespeichert und anschließend vollständig gelöscht. Eine Weitergabe an Dritte ist ausgeschlossen.

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Constantin Film AG präsentiert „Mara und der Feuerbringer“ ab 22. Oktober 2015 auf Blu-ray Disc™, DVD und als VoD.
Das Rezensions- und die Verlosungsexemplare wurden von Constantin Film AG zur Verfügung gestellt. Wir bedanken uns herzlich.

Mara und der Feuerbringer
Land / Jahr: Deutschland / 2015
Genre: Drama, Fantasy, Komödie
Darsteller: Lilian Prent: Mara Lorbeer, Jan Josef Liefers: Prof. Weissinger, Esther Schweins: Christa Lorbeer, Christoph Maria Herbst: Loki, Eva Habermann: Sigyn, Alex Simon: Siegfried, Carin C. Tietze: Frau Gassner, Joseph Hannesschläger: Herr Kornbichl, Leonie Tepe: Larissa, Oliver Deissenböck: Schuljunge, Moritz Fischer: Thor, Rudolf Simek: Herr Haase, Sabine Lorenz: Frau Stapler-Weizgau, Thomas Fritsch: Feuerbringer (Stimme), Oliver Kalkofe: Zweig (Stimme) u.v.a.
Regie: Tommy Krappweis
Drehbuch: Tommy Krappweis, Sebastian B. Voss
Romanvorlage: „Mara und der Feuerbringer“ von Tommy Krappweis
Produktion: Christian Becker
Kamera: Stephan Schuh
Schnitt: Jochen Donauer
Musik: Andreas Lenz von Ungern-Sternberg, Dominik Schuster
FSK: 6

Blu-ray Disc™
Laufzeit: ca. 94 Min. + ca. 90 Min. Bonus
Bildformat: 2,40:1 in 16:9
Tonformat und Sprachen: Deutsch DTS HD High Res 5.1, Deutsch Hörfilmfassung DD 2.0
Untertitel: Englisch
Extras: Interviews (ca. 24 Min.), Making of (ca. 10,5 Min.), Blick hinter die Kulissen (ca. 7 Min.), Featuretten (ca. 16,5 Min.), „Ein Echter Wahrer Held“ – Musikvideo (ca. 5 Min.), „Ein Echter Wahrer Held“ – Dreh Making of (ca. 17 Min.), Mara und der Kalkinator (ca. 1,5 Min.), Mara und der Strombergloki (ca. 2 Min.), Lindwurmopfer (ca. 2,5 Min.), Audiokommentar, Trailer „Mara und der Feuerbringer“, Wendecover

Webseite zum Film: Mara und der Feuerbringer