Mein ziemlich kleiner Freund: Es kommt nicht (immer) auf die Größe an!

kleiner-freund_coverGewinnspiel_rotDiane, Anwältin und Single, erhält eines Abends einen unerwarteten Anruf. Am anderen Ende der Leitung: Alexandre, ein charmanter Architekt, der von ihrem Handy aus anruft, welches sie in einem Restaurant hat liegen lassen. Nach einer kleinen Plänkelei willigt Diane gerne in ein Treffen zur Übergabe ein. Doch die Verabredung nimmt eine so nicht erwartete Wendung. Denn als Diane im Restaurant auf Alexandre trifft, steht vor ihr: ein Winzling, gerade mal knapp 1,40 m groß! Nachdem dieser allerdings so unbeschwert mit seiner „Größe“ umgeht und sie auf die verrücktesten Dates entführt, weicht bei Diane der anfängliche Schock einer großen Sympathie für diesen Mann. Und der Sympathie folgt Liebe. Dianes Umfeld jedoch reagiert konsterniert auf das ungleiche Paar. Und am Ende stellt sich die Frage: Besitzt Diane die Größe, die Skepsis der Umstehenden zu ignorieren und auf ihr Herz zu hören?

Film-Blog.tv meint:
Spätestens seit „Ziemlich beste Freunde“ sind französische Komödien wieder schwer in Mode. Wenn dann auch noch eine schöne Portion Herzschmerz dazu kommt, kann man bei einem Film aus dem Land der Liebe doch eigentlich nicht mehr viel verkehrt machen?
Ganz so einfach ist es leider nicht. Auch wenn man großzügig über die diversen Logiklöcher hinwegsieht, so ganz überzeugt hat mich „Mein ziemlich kleiner Freund“ leider nicht. So sehr sich Virginie Efira und Jean Dujardin (der übrigens im „Original“ über einsachzig groß ist) auch abmühen, sie spielen gegen ein arg konventionelles Drehbuch an, die Story ist von der ersten Sekunde an vorhersehbar. Und einige „Action-Elemente“ wie der Boxkampf zwischen Alexandre und Bruno, dem zwei Köpfe größeren Exmann, oder die Slalomfahrt durch die Stadt im Sportwagen von Dianes Mutter, wirken eher peinlich bemüht, als wirklich lustig. So ist es ausgerechnet die esoterisch leicht verkrampfte Sekretärin Coralie, die Diane mit dem Hinweis, sie wäre doch langsam aus dem Alter heraus, in dem kleine Mädchen auf den Märchenprinzen warten, in die Realität zurück holt.
Was letztendlich hängen bleibt? Wohlwollend gesehen, ist „Mein ziemlich kleiner Freund“ eine spritzige RomKom mit dem Appell für mehr Toleranz und den überdeutlichen Hinweis, dass die inneren Werte wichtiger als Konventionen und in Zentimetern zu messende Größe ist.

Diane hat einen anstrengenden Tag hinter sich. Dazu auch noch der Streit mit ihrem Ex-Mann, der immer noch ihr Partner in der gemeinsamen Kanzlei ist. Und schließlich das Handy, das sie irgendwo hat liegen lassen. Als zu später Stunde bei ihr Zuhause das Telefon klingelt, kann sie nicht ahnen, dass dieser Anruf ihr Leben verändern wird. Denn am anderen Ende ist ein gewisser Alexandre, der ihr Handy gefunden hat.

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In dem Café, in dem sie sich vor ein paar Stunden mit Bruno, ihrem Ex, gestritten hat. Noch bevor Diane sich bei dem Unbekannten bedanken kann, hat er sie mit seinem Charme um den Finger gewickelt und ihr ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. So willigt Diane ein, Alexandre zwecks Handyübergabe zu treffen. Wie man sich gegenseitig erkennen werde, fragt Diane noch, bevor sie auflegt. Erstens wisse er doch längst, wie sie aussieht, meint Alexandre schlagfertig. Zweitens, fügt er hinzu, könne sie ihn gar nicht übersehen – garantiert!

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Als Diane zum verabredeten Zeitpunkt im Café erscheint, ist Alexandre noch nicht da. Ihre Vorfreude, ihn zu treffen, wird nur von dem Schock übertroffen, als er dann tatsächlich vor ihr steht. Denn Alexandre misst gerade mal 1,36 Meter. Aber der Mann sieht gut aus, er ist charmant, witzig und intelligent, und weil Diane weiß, wie man sich politisch korrekt verhält, gelingt es ihr, diesen Mix aus Überraschung, Enttäuschung und Bestürzung zu verbergen. Wie schon am Abend zuvor gelingt es Alexandre, Diane schnell in seinen Bann zu ziehen. Als er sie auf ein weiteres Date einlädt, ist sie machtlos, sich dagegen zu wehren. Alexandre überrascht sie ein weiteres Mal – mit einem Tandemsprung aus einem Flugzeug heraus. Einen Gefühlssprung Hals über Kopf ins kalte Wasser, in das magisch anziehende Unbekannte…

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Denn Diane hat sich verliebt. Sie kann sich kaum auf ihre Arbeit konzentrieren. Ihre neugierige Assistentin, die gern mal ihre Nase in Dinge steckt, die sie nichts angehen, ahnt schon, was los ist. Und ihr Ex-Mann Bruno nervt sie. Drei Jahre nach der privaten Trennung klappt es mit der Zusammenarbeit in der gemeinsamen Anwaltskanzlei zwar überwiegend, dennoch haben sie sich regelmäßig in der Wolle. Entweder, weil sie in Rechtsfragen unterschiedlicher Meinung sind – oder weil Bruno sie immer noch „Chérie“ nennt.

Alexandre ist als erfolgreicher Architekt ständig unterwegs – in Lüttich arbeitet er aktuell an der Erweiterung der Oper. Mit seinem erwachsenen Sohn, der noch etwas planlos vor sich hinlebt, wälzt er die typischen Eltern-Kind-Probleme. Doch wenn er Diane ausführt, ist es jedes Mal, als bliebe die Zeit stehen. Nach einem Abendessen in einer versteckten Kaschemme am Hafen kommt es zum Kuss. Auf einen Clubabend folgt die erste gemeinsame Nacht in Alexandres Villa, wo sie am nächsten Morgen beim Frühstück seinen Sohn kennenlernt. Bruno hat unterdessen von ihrer gemeinsamen Assistentin erfahren, dass Diane Alexandre datet. Nach Büroschluss verfolgt er Diane und beobachtet, wie sie von ihrem neuen Freund im Auto abgeholt wird – einem Kerl, der offenbar so klein ist, dass er es kaum schafft, übers Lenkrad zu blicken. Am nächsten Tag hat Bruno Mühe, seine Eifersucht im Zaum zu halten und nennt Diane herablassend Schneewittchen in Anspielung auf den „Zwerg“, mit dem sie ausgeht. Doch Diane lässt sich in ihrer Liebe zu Alexandre nicht beirren. Auch, weil er so gefestigt wirkt und trotz seiner kleinen Größe mit sich und der Welt im Reinen zu sein scheint.

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Doch in diesem Punkt irrt Diane. Alexandre hat über die Jahre eine starke Fassade errichtet, hinter der sich die Verletzungen und Diskriminierungen, die er nahezu alltäglich erleidet, gut verstecken lassen. Eines Abends stellt er ihr die Frage, warum sie ihn und ihre Beziehung eigentlich geheim halte. Diane gibt ihre Selbstzweifel nicht zu – die Frage, wie ihr Umfeld auf Alexandre reagiert, bewegt sie insgeheim natürlich schon. Um ihn und sich selbst zu beruhigen, lädt sie ihn zu einer Vernissage ein, zu der auch ihre Eltern kommen werden. Der Abend verläuft total entspannt. Diane macht sich sogar für Alexandre stark, als die Gäste an einem Nachbartisch tuschelnd zu ihnen herüber glotzen. Aber sie erzählt ihren Eltern nicht, dass Alexandre ihr neuer Freund ist. Als ihre Mutter ein paar Tage später davon erfährt, verursacht sie beinahe eine Massenkarambolage. Bruno und Alexandre liefern sich auf offener Straße eine Prügelei. Schließlich wird Diane alles zu viel. Als Alexandre die entscheidende Frage stellt – nämlich ob sie zu ihm stehen kann – muss sie ehrlicherweise verneinen. Die Trennung ist danach unvermeidlich.

Doch weder Diane noch Alexandre gelingt es, den anderen zu vergessen. Hat diese Liebe noch eine Chance?

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Gewinnspiel
Folgende Fragen gilt es zu beantworten:
1.) Nennt uns die französische Rom-Com, die Euch am besten gefällt. Schön wäre eine kurze Begründung.
2.) Wie habt Ihr zu www.film-blog.tv gefunden?

Zu gewinnen gibt’s auch was:

2 x DVD „Mein ziemlich kleiner Freund“

Schickt einfach eine Mail mit der Antwort und Eurer Adresse an gewinnspiel@film-blog.tv

Dazu habt ihr bis zum 15. Februar 2017 bis 24.00 Uhr Zeit.

Das Gewinnspiel wird von www.film-blog.tv veranstaltet, die Teilnahme ist kostenlos. Teilnahmeberechtigt sind Personen über 18 Jahre mit Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland. Mitarbeiter der beteiligten Firmen und Agenturen sowie von www.film-blog.tv
dürfen nicht mitmachen. Gehen mehr richtige Antworten ein, als Preise zur Verfügung stehen, lassen wir das Los entscheiden, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Die Teilnehmerdaten werden nur für die Zustellung eines eventuellen Gewinns bis zum Einsendeschluss gespeichert und anschließend vollständig gelöscht. Eine Weitergabe an Dritte ist ausgeschlossen.

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Concorde Home Entertainment GmbH präsentiert „Mein ziemlich kleiner Freund“ ab dem 17. Januar 2017 auf Blu-ray Disc™, DVD und als VoD.
Das Rezensionsexemplar und die Gewinnspielpreise wurden von Concorde Home Entertainment GmbH zur Verfügung gestellt. Wir bedanken uns herzlich.

Originaltitel: Un homme à la hauteur
Land / Jahr: Frankreich / 2016
Kinostart: 1. September 2016
Genre: Drama, Komödie, Romantik
Darsteller: Jean Dujardin: Alexandre; Virginie Efira: Diane; Cédric Kahn: Bruno, César Domboy: Benji, Manöelle Gaillard: Nicole, François-Dominique Blin: Sébastien, Stéphanie Papanian: Coralie, Edmonde Franchi: Monique, Bruno Gomila: Philippe, Myriam Tekaïa: Stéphanie, Eric Berger: Arnaud, Maria Laborit: Christine, Sophie Payan: Mme Lefort, Christiane Conil: Simone u.a.
Regie: Laurent Tirard
Drehbuch: Laurent Tirard, Grégoire Vigneron
Romanvorlage: Marcos Carnevale
Produzent(en): Vanessa Van Zuylen, Sidonie Dumas
Kamera: Jérôme Alméras
Schnitt: Valérie Deseine
Musik: Eric Neveux
FSK: 0

Blu-ray Disc™
Laufzeit: ca. 99 Min. + 50 Min. Bonus
Bildformat: 1080p High Definition 2,40:1 (16:9)
Tonformat: DTS-HD Master Audio 5.1, DD 2.0
Sprache(n): Deutsch, Französisch
Untertitel: Dt. für Hörgeschädigte (ausblendbar)
Extras: Making-of, Featurette „Die Entstehung des Films“, Dt. und Original-Kinotrailer

Webseite zum Film: Mein ziemlich kleiner Freund