Modus – Der Mörder in uns: Staffel 1: Eiskalt und klar wie der Norden …

modus_coverWährend der Weihnachtszeit ereignet sich eine Reihe verstörender Todesfälle in Schweden. Als Stina, die autistische Tochter der ehemaligen FBI-Profilerin Inger Johanne Vik, unfreiwillig zur Zeugin eines Mordes in einem Hotel wird, gerät sie ins Visier des Killers. Während Kommissar Ingvar Nyman den schockierenden Mord an einer Bischöfin in Uppsala untersucht, werden in Stockholm weitere Leichen gefunden, darunter auch die Tote aus dem Hotel. Um ihre Tochter zu schützen, die über das schreckliche Erlebnis schweigt, schließt sich Inger den Ermittlungen der Stockholmer Polizei an. Trotz unterschiedlicher Todesursachen dauert es nicht lange, bis Inger ein Muster bemerkt: Die Taten scheinen allesamt durch Hass auf eine weltoffene, liberale Gesellschaft motiviert zu sein. Bald führen die Ermittlungen zu einem religiös-fundamentalistischen internationalen Netzwerk, und eine verzweifelte Jagd nach dem Serienmörder beginnt.

Film-Blog.tv meint:
Krimis aus Skandinavien sind spätestens seit den diversen Verfilmungen von Henning Mankells „Wallander“ nicht mehr aus dem TV-Programm wegzudenken. Mit gutem Grund. Denn die meist geheimnisvolle, dunkle Grundstimmung, klare Bilder und die Psyche der Nordeuropäer, die uns hier meist ähnlicher ist als die US-amerikanische, kommen hierzulande gut an.
Zum Qualitäts-TV „Made in Skandinavien“ gehören auch die gute Kameraführung und der gute Ton. Und genau das ist für viele der Grund, sich mit den Blu-rays von Edel einzudecken. Im Gegensatz zur TV-Ausstrahlung liegen hier ein glasklares Voll-HD und die volle Dynamik von DTS-HD 5.1 Master Audio vor. Was zu deutlich sichtbaren Verbesserungen bei Bild und Ton führt.

Die Messlatte für anspruchsvolle Nordic Crime-Serien liegt mit Genre-Größen wie Die Brücke – Transit In Den Tod, Kommissarin Lund, Wallander oder Kommissar Beck ziemlich hoch. Die neue skandinavisch-deutsche Koproduktion aus dem Jahr 2015 Modus – Der Mörder In Uns reiht sich ein in die Riege außergewöhnlicher TV-Krimiunterhaltung. Bei Modus steht indessen statt des „Wer ist der Mörder?“ das „Warum…?“ im Mittelpunkt der packenden Geschichte, die aktuell brisante Fragen über Religion, Menschenrechte und die Natur der Liebe an sich aufwirft.

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Modus – Der Mörder in uns (1. Folge)
Kurz vor Weihnachten. Während die Psychologin Inger Johanne Vik in einem Hotel in Stockholm die Hochzeit ihrer Schwester feiert, kann ihre autistische Tochter Stina im Hotelzimmer nicht einschlafen und streift durch die Hotelflure.

Stina wird zufällig Zeugin des Mordes an der Fernsehköchin Isabella Levin. Der Täter, Richard Forrester, entdeckt das Mädchen. Verstört flieht Stina im Schlafanzug auf die Straße, auf der sie fast von einem LKW erfasst wird. Im letzten Moment wird sie ausgerechnet vom Mörder gerettet. Als der Kriminalbeamte Ingvar Nyman am Unfallort auftaucht, zieht sich der Mann unbemerkt zurück.

Traumatisiert von den Ereignissen verfolgen Stina Ängste und Albträume. Das sehr verschlossene Mädchen schweigt, nachdem der Mörder sie aufsucht und bedroht. Ingvar und Johanne können sich das Verhalten von Stina nicht erklären, denn die Leiche der TV-Köchin Isabella Levin bleibt zunächst unentdeckt. Für Ingvar und Johanne ist das Zusammentreffen unerwartet. Beide haben vor Jahren bei der Kriminalpolizei gearbeitet. Doch Johanne hatte sich aus dem aktiven Dienst zurückgezogen und ist als Buchautorin erfolgreich.

Der Mörder schlägt ein weiteres Mal zu und tötet an Heiligabend die Bischöfin von Uppsala. Ingvar bittet Johanne als Psychologin um Rat. Erst zu diesem Zeitpunkt wird auch die Leiche der TV-Köchin Isabella Levin entdeckt. Gibt es einen Zusammenhang zwischen den beiden Verbrechen? Forrester, der einen Wohnwagen im Wald als Unterschlupf gewählt hat, öffnet eine Schachtel mit mehreren Handys. Zwei der sechs Geräte sind offensichtlich schon entfernt worden; nun aktiviert er das dritte und erhält darüber Informationen über das nächste Mordopfer. Wer beauftragt Forrester mit den Morden – und warum?
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Modus – Der Mörder in uns (2. Folge) 
Die Psychologin Inger Johanne Vik und der Kommissar Ingvar Nyman sind einem Serienkiller auf der Spur. Sie ahnen nicht, wie nah ihnen der unheimliche Mann schon gekommen ist. Bei der Jagd nach dem Mörder lernen sich die beiden besser kennen. Während sie noch nach Motiven suchen, bedroht der Täter Johannes Tochter Stina erneut. Dass Elisabeth Lindgren, die Bischöfin von Uppsala, auf offener Straße niedergestochen wurde, ist ein Schock für ganz Schweden.

Elisabeths Mann Eric weiß um ein Familiengeheimnis, das er auf keinen Fall preisgeben will – nicht gegenüber dem eigenen Sohn und schon gar nicht der Polizei. Könnte dieses Geheimnis mit der Ermordung der Bischöfin zusammenhängen? Unterdessen lebt die elfjährige autistische Stina weiter in großer Angst vor Richard Forrester. Sie wurde zufällig Zeugin seines ersten Mordes an einer prominenten TV-Köchin. Ihre Beobachtungen verstören sie so sehr, dass sie nicht einmal ihre Mutter Johanne an sich heranlässt. Ein dritter Mord, dem der junge Künstler Niclas Rosén zum Opfer fällt, bringt Johanne auf eine heiße Spur: Sie hält es nicht für ausgeschlossen, dass als Hintergrund aller Morde der Hass auf Homosexuelle steht.

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Modus – Der Mörder in uns (3. Folge) 
Ein Serienkiller treibt in Schweden sein Unwesen – nur die elfjährige Stina, ein autistisch veranlagtes und ohnehin verschlossenes Mädchen, kann den Täter identifizieren. Stinas Mutter, die Psychologin Johanne Vik, weiß nicht, dass Stina den Mörder gesehen hat. Sie unterstützt Kriminalkommissar Ingvar Nyman bei dessen Ermittlungen in dem Fall. Der junge Robin Larsson, Kellner im Schwulencafé Intime, schafft es nach einer körperlichen Auseinandersetzung gerade noch nach Hause. Dort stirbt er an einer durch einen Schlag verursachten Hirnblutung. Dem wohlhabenden Reeder Marcus Ståhl wird es Angst und Bange, denn alle vier Opfer standen mit ihm und seinem Ehemann Rolf in Verbindung: Die Bischöfin von Uppsala Elisabeth Lindgren hatte sie getraut, die TV-Köchin Isabella Levin das Hochzeitsessen gekocht, den Künstler Marcus Rosén hatten sie gesponsert und Robin Larsson war der Sohn ihrer Haushaltshilfe.

Viermal hat der Täter bereits zugeschlagen. Das fünfte Opfer Forresters ist Hawre, ein afghanischer Asylbewerber, der mit seiner Freundin Fanny in den U-Bahntunneln von Stockholm lebt. Er geht anschaffen, um an Geld zu kommen. Auch Fanny beobachtet Forrester bei seiner Tat. Sie wird von ihm entdeckt und verfolgt, und es kommt zu einem Kampf auf Leben und Tod.

Richard platziert die Leiche Hawres auffällig auf dem Bürgersteig, direkt vor Marcus Ståhls Büro. Der Reeder versucht noch zu helfen, kann für Hawre jedoch nichts mehr tun. Als er den Mord meldet, wird er selbst als Tatverdächtiger verhaftet. Stina lebt weiterhin in Angst. Forrester hat sie zwar vor einem herannahenden LKW gerettet, ihr aber immer wieder gedroht. Daher vertraut sich das Mädchen weder ihrer Mutter noch dem von ihnen getrennt lebenden Vater an.

In der Zwischenzeit gelingt es Ingvar, das Geheimnis der Bischöfin zu lüften, und beginnt, gemeinsam mit Johanne die einzelnen Puzzleteile zu einem stimmigen Bild zusammenzusetzen: Eine weitere Spur führt in die USA. Johanne sucht deshalb Rat bei einer alten Bekannten vom FBI, die sie noch aus ihrer Zeit als Profilerin kennt. Während ihres Telefonats mit ihrer amerikanischen Kollegin wird Johanne klar, dass die Morde in Schweden mit einer Gruppe namens „5+1“ zusammenhängen. Und vieles deutet darauf hin, dass Marcus Stahl in diesem Fall die Nummer Eins ist.

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Modus – Der Mörder in uns (4. Folge) 
Johanne Vik gelingt es, Fanny, die Freundin des fünften Mordopfers, in den Katakomben von Stockholm aufzuspüren. Weil sie den Täter beim Mord an Fawre beobachtete und einem Kampf mit ihm hatte, hoffen die Ermittler, die DNA des Täters unter Fannys Fingernägeln zu finden.

Da eine weitere Spur in die USA zu einer radikalen Sekte namens „5+1“ führt, werden die DNA-Spuren mit der FBI-Datenbank abgeglichen. So kommen Ingvar und Johanne auf die Spur von Richard Forrester, einem Ex-Marine, der wohl im Auftrag der Sekte nach Schweden gereist ist. Mehr noch: Das FBI kann die schwedischen Kollegen mit einer Handynummer des mutmaßlichen Mörders versorgen.

Forrester verfügt jedoch über weitreichende Kontakte und wird gewarnt, dass die Polizei ihm bereits dicht auf den Fersen ist. Er erhält ein Flugticket ins Ausland und falsche Papiere, um sich absetzen zu können. Dennoch will er seine Mission um jeden Preis vollenden und trifft Vorbereitungen für seinen nächsten Mord.

Können Ingvar und Johanne den Serienkiller aufhalten, bevor er ein weiteres Opfer tötet? Wer hat die Mordserie in Auftrag gegeben und finanziert? Die Geschichte nimmt eine dramatische Wendung, als Stina und ihre Schwester mitten in der Nacht trotz Polizeischutz verschwinden und Johanne kurz entschlossen Forrester auf dessen Handy anruft.

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Die über 7 Millionen Euro teure TV-Produktion Modus basiert auf dem erfolgreichen Kriminalroman Gotteszahl der Bestsellerautorin (und in den 90er-Jahren norwegischen Justizministerin!) Anne Holt, die ihre Bücher bis dato millionenfach verkauft hat und mit ihrer Ehefrau derzeit in Oslo lebt. Adaptiert wurde der Roman vom preisgekrönten dänischen Autoren-Ehepaar Mai Brostrøm und Peter Thorsboe, die bereits für Der Adler, Protectors – Auf Leben Und Tod oder The Team die Drehbücher verfasst hatten. Beeindruckend auch das starke Spiel der hochkarätigen Besetzung mit Henrik Norlén (Arne Dahl, Blutsbande, Stockholm Ost, Kommissar Beck, GSI), Melinda Kinnaman (Mein Leben Als Hund, Der Adler, Die Brücke), Krister Henriksson (Wallander), Marek Oravec (Crossing Lines, Captain America: The First Avenger), Johan Widerberg (Ocean’s Twelve) und Alexandra Rapaport (The Team, Mord Im Mittsommer). Die eigentliche Entdeckung der Serie ist jedoch die bildhübsche Schauspieldebütantin Esmeralda Struwe, die die autistische Stina zurückhaltend, aber überaus eindringlich und glaubhaft verkörpert.

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Edel Germany GmbH präsentiert „Modus – Der Mörder in uns, Staffel 1“ ab dem 12. Dezember 2016 auf Blu-ray Disc™ und DVD.
Das Rezensionsexemplar wurde von Edel Germany GmbH zur Verfügung gestellt. Wir bedanken uns herzlich.

Modus – Der Mörder in uns, Staffel 1
Land / Jahr: Schweden / 2016
Genre: Krimi, Thriller
Darsteller: Inger Johanne Vik: Melinda Kinnaman, Ingvar Nyman: Henrik Norlén, Richard Forrester: Marek Oravec, Isak Aronson: Simon J. Berger, Stina Vik: Esmeralda Struwe, Linnea Vik: Lily Wahlsteen, Marcus Ståhl: Magnus Roosmann, Rolf Ljungberg: Peter Jöback, Astrid Friberg: Ellen Jelinek, Noah Ståhl: Primus Lind, Lukas Lindgren: Johan Widerberg u. a.
Regie: Lisa Siwe (Folgen 1 – 2), Mani Maserrat (Folgen 3 -4)
Drehbuch: Mai Brostrøm, Peter Thorsboe
Romanvorlage: Gotteszahl (aus der „Yngvar-Stubø-Reihe“) von Anne Holt
Produzentin: Sandra Harms
Ausführende Produzenten: Anne Holt, Nicolas Salomonsson, Jonas Allen, Peter Bose, Peter Nadermann
Kamera: Linda Wassberg (Folgen 1-2), Erik Persson (Folgen 3 – 4)
Musik: Jacob Groth
Schnitt: Robert Nordh (Folgen 1 – 3), Marinella Angustini (Folgen 1 + 3), Håkan Karlsson (Folge 1), Lars Gustafson (Folge 3)
FSK: 16

Blu-ray Disc™
Laufzeit: 4 x 90 Min. zzgl. Bonus auf zwei Blu-ray Disc™
Bildformat: 1,77:1 / 16:9 (1080p/24 HD)
Tonformat: DTS-HD 5.1 Master Audio
Sprachen: Deutsch, Schwedisch
Untertitel: Deutsch
Extras:

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