Mr. Smith geht nach Washington: Politik und Intrigen

 

Gewinnspiel_rotmrsmith_cover James Stewart, Jean Arthur und Claude Rains sind die Stars in diesem preisgekrönten Klassiker von 1939, der von einem idealistischen Kleinstadtsenator handelt.
Der macht sich auf den Weg nach Washington und befindet sich plötzlich allein im Kampf gegen skrupellose Politiker, die ihn zerstören wollen.

Film-Blog.tv meint:
Es ist wirklich schon 75 Jahre her, dass „Mr. Smith geht nach Washington“ in die Kinos kam. Der Streifen hat seitdem nicht an Aktualität verloren, im Gegenteil. Die Macht der Lobbyisten hinter der Politik und der Medien ist heute stärker denn je. Lewis R. Foster bekam dafür den Oscar für die „Beste Originalgeschichte“, das Lehrstück in Sachen Demokratie und Beeinflussung der Massen sollte als Pflichtprogramm vor jeder Wahl gezeigt werden.
Gibt’s was zu meckern? 129 Minuten dauert der Film. 125 davon sind ganz großes Kino. Intelligente Story, grandiose Schauspielkunst. Die letzten vier Minuten muss man mit Hollywood-Kitsch ertragen. Oder vorher abschalten, beeindruckt sein und das Gesehene wirken lassen.

Überraschend stirbt ein Senator des US-amerikanischen Kongresses. Schnellstmöglich muss ein linientreuer Nachfolger gefunden werden, damit die Opposition nicht in letzter Minute das ambitionierte Staudammprojekt des Lobbyisten Jim Taylor kippen kann.

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Keine leichte Aufgabe für den ohnehin reichlich machtlosen Fraktionsführer. Zwei Kandidaten stehen zur Auswahl. Und beide werden von einem Flügel der eigenen Partei unterstützt – und vehement vom anderen abgelehnt.

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Beim Abendessen mit seiner Großfamilie bringen ihn seine zahlreichen Kinder auf die rettende Idee: Mr. Smith muss nach Washington. Aber wer ist dieser Mr. Jefferson Smith? Um es kurz zu machen: Ein junger, ambitionierter Demokrat. Aber in erster Linie: Ein Pfadfinder-Vater, reichlich naiv und gutgläubig. Die Partei denkt, dass man leichtes Spiel mit dem unerfahrenen Anti-Politiker hat und stimmt zu.

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Nomen est Omen: Smith heißt nicht nur Jefferson, er kennt auch sämtliche Reden seiner präsidialen Vorbilder von Lincoln bis eben Jefferson auswendig. Er ist zwar naiv, aber er glaubt an die Ideale der amerikanischen Gründerväter, der Verfassung und des Rechtsstaats. Pech nur, dass dieser Idealismus im krassen Gegensatz zum politischen Alltag steht: Hier gilt: Wer zahlt, schafft an. Und das ist nun mal Jim Taylor.

Und der will ausgerechnet dort, wo Smith ein Pfadfinderlager errichten will, einen Staudamm bauen …

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Der Film entstand 1939. Über die historische Entwicklung zu dieser Zeit muss ich hier und heute nicht viele Worte verlieren. Sony Home Entertainment hat diesen Klassiker, der zur Zeit seiner Entstehung bei der amerikanischen Politik auf nicht viel Gegenliebe stieß (wen wundert‘s…), hervorragend restauriert. Das Bild der 4K-remasterten Blu-ray begeistert auch nach heutigen Maßstäben. Beim Ton sollte man nicht versäumen, sich auch die Originalfassung anzuschauen. Um so real wie möglich zu spielen ließ sich James Stewart am Ende seiner legendären Filibuster-Rede von einem Arzt mit Quecksilberchloridlösung eine Halsentzündung spritzen um so echt wie möglich zu klingen.

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Gewinnspiel
Folgende Frage gilt es zu beantworten: Nennt uns einen weiteren Film mit James Stewart! Zu gewinnen gibt’s auch was, nämlich

1 x Blu-ray „Mr. Smith geht nach Washington“

Schickt einfach eine Mail mit der, hoffentlich richtigen, Antwort und Eurer Adresse an gewinnspiel@film-blog.tv

Dazu habt ihr bis zum 31.12.2014 bis 24.00 Uhr Zeit. Gehen mehr als eine richtige Antworten ein, lassen wir das Los entscheiden. Mitarbeiter der beteiligten Firmen und Agenturen sowie film-blog.tv dürfen nicht mitmachen, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Sony Pictures Home Entertainment präsentiert „Mr. Smith geht nach Washington“ ab 4. Dezember 2014 auf Blu-ray™, DVD und als Video on Demand.
Das Rezensions- und das Verlosungsexemplar wurden von Sony Pictures Home Entertainment zur Verfügung gestellt. Wir bedanken uns herzlich.

Originaltitel: Mr. Smith Goes to Washington
Land / Jahr: USA / 1939
Genre: Drama, Komödie
Darsteller: James Stewart: Jefferson Smith, Jean Arthur: Clarissa Saunders, Claude Rains: Senator Joseph Paine, Edward Arnold: Jim Taylor, Guy Kibbee: Gouverneur Hubert Hopper, Thomas Mitchell: Diz Moore, Eugene Pallette: Chick McGann, Beulah Bondi: Mutter Smith, Harry Carey Sr.: Senatspräsident, H. B. Warner: Mehrheitsführer Agnew, Astrid Allwyn: Susan Paine, Ruth Donnelly: Emma Hopper, Grant Mitchell: Senator MacPherson, Porter Hall: Senator Monroe, Pierre Watkin: Minderheitsführer Barnes, Charles Lane: Reporter Nosey, Dick Jones: Dick, Senatspage, William Demarest: Bill Griffith, Dick Elliott: Carl Cook, Russell Simpson: Kenneth Allen u. a.
Regie: Frank Capra
Drehbuch: Sidney Buchman
Originalgeschichte: Lewis R. Foster
Produktion: Frank Capra
Kamera: Joseph Walker
Musik: Dimitri Tiomkin
Schnitt: Al Clark, Gene Havlick
FSK: 0

Blu-ray
Laufzeit: ca. 129 Min. + Bonus
Bildformat: 4:3 (1,33:1) HD 1920 x 1080p, s/w
Tonformat: DTS-HD MA Mono, Mono
Sprachen: Englisch (DTS-HD MA Mono), Deutsch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Portugiesisch (alle Mono)
Untertitel: Englisch, Spanisch, Portugiesisch, Griechisch, Englisch für Hörgeschädigte, Japanisch, Chinesisch, Koreanisch, Thailändisch
Extras: Kommentar von Frank Capra Jr., Frank Capras – American Dream
Dokumentarfilm in Spielfilmlänge, präsentiert von Ron Howard, Kinotrailer, Internationaler Trailer, Frank Capra Jr. erinnert sich…, Gespräche mit Frank Capra Jr. – Die goldenen Jahre
Gespräche mit Frank Capra Jr. – Eine Familiengeschichte, Frank Capra – Zusammenarbeit
„Der Frank Capra, den ich kannte“