Nordvest – Der Nordwesten: Auf der schiefen Bahn …

nordvest_coverGewinnspiel_rotDer 18-jährige Casper lebt mit seiner Mutter und zwei jüngeren Geschwistern in einfachsten Verhältnissen im Kopenhagener Viertel Nordvest. Um finanziell über die Runden zu kommen, begeht er Einbrüche und verkauft seine Beute an den Hehler Jamal.
Als er genug von dessen schlechter Bezahlung hat, beginnt Casper für den Dealer und Zuhälter Bjorn zu arbeiten. Schnell findet er sich in einer Welt voller Drogen, Prostitution und Gewalt wieder. Doch sein Aufstieg in der organisierten Kriminalität führt ihn mitten in einen brutalen Bandenkrieg, aus dem es scheinbar kein Entkommen gibt.
Bis Bjorn ihm einen folgenschweren Auftrag erteilt…

Film-Blog.tv meint:
Es ist nur eine kleine Szene, die vielen kaum auffallen wird. Und doch zeigen diese paar unscheinbaren Sekunden klarer als viele Worte um was es in „Nordvest“ letztendlich geht: Eine achtlos weggeworfene, leere Getränkedose kommt in der Abfahrt zur Tiefgarage ins Rollen. Rollt immer schneller und verschwindet rasch im Dunkeln.
Ähnlich ergeht es Caspar und Andi. Es beginnt harmlos. Und doch geraten sie immer tiefer in einen Strudel, aus dem es kein Entrinnen gibt…

Ein kleiner Einbruch am helllichten Tag. Caspar, 18, macht das nicht zum ersten Mal. Gezielt verschwinden die wertvollen Stücke, die sich leicht transportieren lassen, in seinen mitgebrachten Sporttaschen. Eine Rolex landet gleich an seinem Handgelenk.

Kurz darauf bei Jamal, seinem Hehler. Der bietet ihm nur einen Bruchteil der erhofften – und wohl auch versprochenem – Kohle für die heiße Ware. Die Rolex behält Caspar gleich, obwohl Jamal sie als Bestandteil des Deals betrachtet und auf deren Aushändigung besteht.

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Wenig später bekommt Caspar eine SMS von einem Unbekannten. Der hat von seinen „Diensten“ erfahren und gibt eine „Bestellung“ auf: Eine Designer-Hängelampe, einen großen LED-TV und eine Bang & Olufsen-Stereoanlage. Caspar lehnt zunächst ab. Er steht bei Jamal im Wort.

Am Abend, Caspar ist wieder mal pleite und seine Freundin muss die Drinks in der Bar bezahlen, schnappen sich Jamals Leute Andi, den Bruder von Caspar. Im anschließenden Handgemenge ist der seine Rolex an Jamal los und die Fronten scheinen, mit einer blutigen Nase für Andi, geklärt.

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Das lässt Caspar nicht auf sich sitzen und besorgt schließlich doch die „bestellte Ware“ für Björn, dem Unbekannten. Der sich alsbald als Zuhälter und Drogendealer herausstellt. Björn entwickelt sich schon fast zum väterlichen Freund für Caspar und betraut ihn mit lukrativen Jobs. Endlich sieht der einen Silberstreif am Horizont, zeigt sich seiner Familie gegenüber großzügig. Seine Mutter ahnt, dass der plötzliche Wohlstand ihres Sohnes auf nicht ganz legale Weise entstanden ist. Wie genau, will sie gar nicht wissen. Nimmt aber Caspar das Versprechen ab, dass er seinen jüngeren Bruder nicht mit in die Sache hereinzieht.

Was sich aber dann doch nicht verhindern lässt: Auf Robin, dem üblichen Partner von Caspar, ist kein Verlass. Und das ist in der Branche nun mal mit das Wichtigste. Andi wird eingeweiht, mit einbezogen und macht seinen Job sehr gut.

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Den Ausstieg nimmt Jamal Caspar übel. Er lässt seine Leute bei Björn aufmarschieren und zettelt mächtig Stunk an. Was Björn und seine Mannschaft nicht groß in Bedrängnis bringt. Geschlagen trollen sich Jamals Schläger vom Hof. Allerdings wurde damit ein Bandenkrieg vom Zaun gebrochen, der bald total aus der Kontrolle gerät…

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Michael Noer hat „Nordvest“ überwiegend mit Laiendarstellern besetzt, die wesentlich zur Authentizität beitragen. Magnus Nordenhof macht von der Handkamera oft und gerne Gebrauch, es entsteht schon fast der Eindruck einer Reportage. „Nordvest“ ist kein Nobel-Stadteil. Das sieht man an den Aufnahmen und die Bildsprache unterstreicht das. Kein Hochglanzkino. Ungesättigte Farben, hin und wieder ein Wackler in der Kamera. Schnelle Schnitte, wo sie der Aussage dienen. Und immer wieder dunkle, körnige Szenen. Schmutzig, aussichtslos…
Beim Ton hat auch die Blu-ray nur Dolby Digital 2.0 zu bieten. Dennoch sind die Dialoge immer klar verständlich und der Soundtrack unterstützt die Stimmung recht gut.

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Gewinnspiel
Folgende Frage gilt es zu beantworten: Nennt uns einen weiteren dänischen Krimi! Zu gewinnen gibt’s auch was, nämlich

1 x Blu-ray „Nordvest – Der Nordwesten“

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Dazu habt ihr bis zum 15.01.2015 bis 24.00 Uhr Zeit. Gehen mehr als eine richtige Antworten ein, lassen wir das Los entscheiden. Mitarbeiter der beteiligten Firmen und Agenturen sowie film-blog.tv dürfen nicht mitmachen, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Studio Hamburg Enterprises GmbH präsentiert „Nordvest – Der Nordwesten“ ab 28. November 2014 auf Blu-ray Disc™ und DVD.
Das Rezensions- und das Verlosungsexemplar wurden von Studio Hamburg Enterprises GmbH GmbH zur Verfügung gestellt. Wir bedanken uns herzlich.

Originaltitel: Nordvest
Land / Jahr: Dänemark / 2013
Genre: Thriller / Krimi
Darsteller: Oscar Dyekjær Giese, Dulfi Al-Jabouri, Gustav Dyekjær Giese, Roland Møller, Nicholas Westwood-Kidd u.v.a.
Regie: Michael Noer
Drehbuch: Michael Noer, Rasmus Heisterberg
Produzenten: Tomas Radoor, Rene Ezra
Line-Producer: Maj-Britt Paulmann Dalsgaard
Executive-Producer: Henrik Zein, Lena Haugaard, Thomas Heinesen
Kamera: Magnus Nordenhof Jønck, DFF
FSK: 12

Blu-ray Disc
Laufzeit: ca. 85 Min.
Bildformat: 1,77:1 in 16:9
Tonformat: Dolby Digital 2.0
Sprachen: Deutsch, Dänisch
Extras: Trailershow