Operation Avalanche: War der Mann auf dem Mond?

avalanche_coverGewinnspiel_rotWas für eine Blamage! US-Präsident JFK hatte angekündigt, dass Amerikaner noch vor Ende der 1960er Jahre den Mond betreten würden, und jetzt werden wahrscheinlich die verhassten Sowjets das Rennen machen. Denn die NASA kann zwar ihre Leute auf den Mond bringen, aber nicht wieder zurück. Als der filmverrückte CIA-Neuling Matt Johnson zufällig hinter dieses Debakel kommt, wächst eine völlig irre Idee in seinem Kopf. Wenn sein Idol Stanley Kubrick gerade eine täuschend echte Odyssee im Weltraum drehen kann, warum kann Matt dann nicht mit eben diesen magischen Filmtricks die 10% der Mondlandung liefern, die der NASA noch fehlen?

Film-Blog.tv meint:
Mit Stilmitteln aus der Klamottenkiste ist Matt Johnson seiner Zeit um einiges voraus gewesen. „Es ist keine Lüge, wenn Du fest daran glaubst“ lautet der Untertitel des 2016 fertig gestellten Films. Damals wusste noch niemand, dass Anfang 2017 ein US-Präsident mit „Alternativen Wahrheiten“ Geschichte schreiben wird.
Herausgekommen ist ein durchaus unterhaltsamer Film mit klasse Soundtrack aus den 60igern, der endlich mit dem Mythos der ersten Mondlandung aufräumt. Oder doch nicht?
Eine, wenn auch recht schlüssige Theorie dazu erklärt uns Matt Johnson in seinem Interview bei den Extras.

Auf der Höhe des Kalten Krieges 1967 befürchtet die CIA einen russischen Spion in den Reihen der NASA zu haben. Dieser soll die Apollo-Mission, das bisher einzige Projekt, das Menschen auf den Mond beförderte, gefährden. Daraufhin entsendet der Geheimdienst zwei junge Agenten, welche als Filmemacher getarnt, in der Weltraumbehörde ermitteln sollen um den vermeintlichen Spion ausfindig zu machen. Doch was sie stattdessen entdecken, ist nicht nur weitaus schockierender, sondern bringt sie bald auch in akute Lebensgefahr. Denn die amerikanische Regierung ist gewillt, die Entdeckung um jeden Preis zu verheimlichen…

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„Operation Avalanche“ ist komplett im Found-Footage-Stil gedreht. Für meinen Geschmack wird dabei mit der Wackelkamera ein wenig zu sehr übertrieben. Stative kommen, in wenigen Szenen, bestenfalls als Requisiten zum Einsatz. Der ganze Film, komplett auf Analog getrimmt, mit größtenteils verwaschenen Farben an über- und vor allem falsch gelagertes Filmmaterial erinnernd, wirkt wie mit Super 8 gedreht. Das soll als Stilmittel authentisch wirken. Doch lenkt es ein wenig zu sehr von der eigentlichen Handlung ab. Und die ist chaotisch genug. Gut, dass Matt Johnson sich bei den Extras an die Zuschauer wendet, und seinen Film erklärt. Denn so richtig verstanden habe ich beim Anschauen des Streifens nicht alles. Die zahlreichen Unschärfen, zittrigen Einstellungen und Staubfussel im Bild lenken zu sehr von der eigentlichen Handlung ab.

Im Interview (sehenswert, bei den Extras), erzählt Matt Johnson von den Produktionsbedingungen. Das Script umfasste grade mal 10 Seiten, gab nur die grobe Richtung vor. Denn das Team hat sich tatsächlich als Dokumentarfilmer ausgegeben und an den echten Schauplätzen bei der NASA und einem Londoner Filmstudio mit versteckter Kamera gedreht. Echte Filmausschnitte aus den 60iger Jahren hat man so eingearbeitet, dass der Unterschied zum neu gedrehten Material nicht auffällt. So hat „Operation Avalanche“ eher den Anschein einer Dokumentation und spielt mit diversen Verschwörungstheorien.

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Matt Johnson und sein Team haben mit einem kleinen Budget einen durchaus interessanten Film produziert, der aber in erster Linie fortgeschrittene Cineasten ansprechen wird. Für Popcorn-Kinofans gibt es diverse Hollywood-Streifen zu ähnlichen Themen, die auf Hochglanz getrimmt und leichter verdaulich sind.

Gewinnspiel
Folgende Fragen gilt es zu beantworten:
1.) Nennt uns den Film über die Raumfahrt, der Euch am besten gefällt! Schön wäre eine kurze Begründung.
2.) Wie habt Ihr zu www.film-blog.tv gefunden?
Zu gewinnen gibt’s auch was, nämlich

1 x Blu-ray „Operation Avalanche“

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Dazu habt ihr bis zum 15.02.2017 bis 24.00 Uhr Zeit.

Das Gewinnspiel wird von www.film-blog.tv veranstaltet, die Teilnahme ist kostenlos. Teilnahmeberechtigt sind Personen über 18 Jahre mit Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland. Mitarbeiter der beteiligten Firmen und Agenturen sowie von www.film-blog.tv
dürfen nicht mitmachen. Gehen mehr richtige Antworten ein, als Preise zur Verfügung stehen, lassen wir das Los entscheiden, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Die Teilnehmerdaten werden nur für die Zustellung eines eventuellen Gewinns bis zum Einsendeschluss gespeichert und anschließend vollständig gelöscht. Eine Weitergabe an Dritte ist ausgeschlossen.

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Ascot Elite Home Entertainment GmbH präsentiert „Operation Avalanche“ ab 13. Januar 2017 auf Blu-ray Disc™, DVD und als VoD.
Das Rezensions- und die Verlosungsexemplare wurden von Ascot Elite Home Entertainment GmbH zur Verfügung gestellt. Wir bedanken uns herzlich.

Originaltitel: Operation Avalanche
Land / Jahr: Kanada, USA / 2015
Genre: „Doku“, History, Komödie, Thriller
Darsteller: Madeleine Sims-Fewer: Madeleine, Matt Johnson (III): Matt Johnson, Owen Williams (II): Owen Williams, Jared Raab: Himself, Andrew Appelle: Himself, Krista Madison: Julie, Samantha Michelle: Helena, Emilie Paquet: N.A.S.A. Sekretär, Sharon Belle: Sharon, Tom Bolton: Zapruder, Josh Boles: Josh Boles u. a.
Regie: Matt Johnson III
Drehbuch: Matt Johnson (III), Josh Boles
Produzent: Matthew Miller (II)
Co-Produzent: Jared Raab
Ausführende Produzenten: Nate Bolotin, Nick Spicer, Aram Tertzakian
Line Producer: Peter Harvey (II)
Mitproduzent: John Stead
Kamera: Jared Raab
Schnitt: Curt Lobb
FSK: 12

Blu-ray Disc™
Laufzeit: ca. 95 Min. zzgl. Bonus
Bildformat: 1,85:1 / 16:9 (1080p/24 HD)
Tonformat: DTS-HD 5.1 Master Audio
Sprachen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Extras: Originaltrailer, Deutscher Trailer, Interview mit Matt Johnson, Trailershow, Wendecover

Webseite zum Film: Operation Avalanche