Phil Collins Retrospektive: Alles frisch!

collins-2_coverDie große Phil Collins-Retrospektive geht in die nächsten Runden! Am 26. Februar kommen die beiden Alben „Hello, I Must Be Going!“ und „Dance Into The Light“ im Rahmen der Reihe „Take A Look At Me Now“, am 15. April 2016 werden „No Jacket Required“ und „Testify“ folgen. Wir stellen die vier Wiederveröffentlichungen kurz vor.

Film-Blog.tv meint:
… es ist schon interessant zu beobachten, daß sich Phil Collins im heutigen Licht unglaublich musikalisch und gut anhört, verzeiht man den Radio-Programm-Machern der 80er und 90er-Jahre, die den Künstler fast in Grund und Boden gespielt hatten … 😉 … Zitat Ende.
Denn das trifft es auf den Punkt. Nach dem Ende von Genesis hatten alle ein Durchstarten von Mastermind und Frontmann Peter Gabriel erwartet. Der dann mit „Sledgehammer“ oder „Don‘t Give Up“ auch einige Superhits hatte. Radiotauglicher war aber Phil Collins. Der Drummer, der sich bei Genesis noch eher im Hintergrund hielt, bekam plötzlich eine Stimme. Die er weidlich nutzte. In den 80iger und 90iger Jahren liefen seine Hits nahezu rund um die Uhr aus allen Lautsprechern. Im Radio, aus der Musikbox (sowas gab’s damals noch), in jedem Supermarkt war Collins zu hören. Bis man ihn nicht mehr hören konnte / wollte.
Dann wurde es still um ihn.
Zwei Dekaden später bringt Warner diese Retrospektive. Und, Ihr werdet es nicht glauben: Collins klingt besser denn je. Die Überarbeitung – und die lange Hörpause – haben gut getan. Natürlich auch, dass ich mir heute eine bessere Anlage leisten kann, als vor 20 Jahren. Leute, traut Euch. Schiebt die CDs in den Player. Oder legt stilecht eine Vinyl auf Euren frisch abgestaubten Plattenteller. Und schwelgt mit mir in Erinnerungen. Tut gut und klingt gut.

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Erstmalig 1982 veröffentlicht, legte Phil Collins bei „Hello I Must Be Going!“ größeres Augenmerk auf einen organisch produzierten Sound als auf dem Debüt. Dabei behandeln die Texte von Songs wie „I Don’t Care Anymore“ und „Thru These Walls“ überdies dunklere Themen. Im Kontrast überraschte der größte Hit des Albums mit außergewöhnlicher Ausgelassenheit: Das Supremes-Cover „You Can’t Hurry Love“ wurde sein erster Solo-No.1-Hit (Deutschland: #3)! Das Album ging in England auf Platz 2 der Charts und erreichte in Deutschland Position 6 und Doppelplatin! Es sorgte überdies für seine erste Grammy- und Brit-Award-Nominierungen.

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Das 1996 erschienene Album „Dance Into The Light“ überraschte die Fans mit unerwarteten Weltmusik-Elementen, am deutlichsten zu erkennen bei den Afro-Beat-Percussions einiger Songs. Sowohl das Album als auch der gleichnamige Titelsong wurden im UK Top-10-Hits. In Deutschland katapultierte sich das Album auf Platz 1 und erhielt Platin! Zu den Höhepunkten von „Dance Into The Light“ zählt unter anderem eine neue Version von Dylans „The Times Are A-Changin’“.

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„Ich bin immer sehr stolz auf meine Demos gewesen und habe sie oft als B-Seiten auch veröffentlicht. Aber bis auf wenige Ausnahmen habe ich es vermieden, sie in diese Reihe mit aufzunehmen“ , so Phil. „Stattdessen habe ich mein Augenmerk darauf gelegt, wie schön sich all diese Songs entwickelten, wenn sie auf der Bühne gespielt wurden, statt zu zeigen, woher sie kamen.“

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Anfang 1985 wurde Phil Collins’ drittes Solo-Album „No Jacket Required“ veröffentlicht, das mit dreifacher Platinauszeichnung und einer Nummer-1-Platzierung sein erfolgreichstes Album in Deutschland wurde. Auch in den USA und im UK katapultierte es sich auf die Top-Positionen und gilt bis heute als eine der musikalischen Ikonen der 1980er Jahre, die den Sound ihrer Zeit auf den Punkt brachte. Das Album wurde folgerichtig mit drei Grammy®-Awards ausgezeichnet:: “Best Album”, “Best Pop Vocal Male” und den Grammy in der Kategorie “Producer of the Year” für Collins und seinen Co-Producer Hugh Padgham. Das Album, das sich weltweit über 20 Millionen Mal verkaufte und schneller über die Ladentische ging als Michael Jacksons “Thriller”, enthält die Hit-Singles „Sussudio“, „One More Night“, „Don*t Lose My Number“ und „Take Me Home“. Mit „No Jacket Required“ orientierte er sich enger denn je am Pop und präsentierte eine gelungene Mischung aus Balladen, griffigem Funk und R&B. Das umfassende Bonusmaterial enthält 10 Live-Tracks, die bisher nicht auf CD erhältlich waren, und drei Demos.

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Zwar präsentierte Phil Collins im Jahr 2010 seinen Motown-Tribut „Going Back“, doch ist „Testify“ bis heute das letzte Album mit eigenen Originalkompositionen. Ungewohnt für seine Fans, dominieren auf „Testify“ die melancholischen und introspektiven Töne, etwa mit den Songs „This Love This Heart“ und „You Touch My Heart“. Aber es eroberte sich auch neues Territorium mit den ekstatischen Beats und Rhythmen von „Driving Me Crazy“ und dem Gospel-beeinflussten Titeltrack „Testify“. Die Lead-Single des Albums, der Leo Sayer-Song „I Can’t Stop Loving You“, bewies mit einer Platzierung auf Position 11 in Deutschland und einem Platz 1 in den US-Billboard-Contemporary Charts aber, dass COLLINS noch immer Charthits im Ärmel hatte. In Deutschland erreichte „Testify“ dreifaches Gold und spielte sich auf Platz 3. Auf der Bonus-CD findet man vier B-Seiten, zwei Demos und vier bisher nicht auf CD veröffentlichte Live-Aufnahmen, wobei eine davon (True Colors) während eines Probedurchlaufs entstand.

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Mit der Retrospektive ‚Take A Look At Me Now‘ blickt Phil Collins auf eine erstaunliche Karriere zurück, die zahlreiche Nummer-1-Hits und mehr als 100 Millionen verkaufte Tonträger mit sich brachte. Er kuratiert die Reihe selbst und stellte persönlich das Repertoire der Editionen zusammen. Seine Idee für das Konzept von ‚Take A Look At Me Now‘ besteht darin zu untersuchen, wie sich die Songs über die Jahre hinweg weiterentwickelt haben. Daher konzentrierte er sich bei der Zusammenstellung des zusätzlichen Materials vor allem auf Live-Versionen der jeweiligen Album-Songs. Indem er den Originalen der Studioversionen das Material aus späteren Performances gegenüberstellte, zeigt die Serie, wie die Songs im Laufe der Jahre ein Eigenleben entwickelten, sobald sie die gepflegte Enge des Studios verlassen hatten. Aber auch einige sorgsam ausgesuchte Demos und B-Seiten werden auf den Extended Versions der Alben zu finden sein.

„Ich bin immer sehr stolz auf meine Demos gewesen und habe sie oft als B-Seiten auch veröffentlicht. Aber bis auf wenige Ausnahmen habe ich es vermieden, sie in diese Reihe mit aufzunehmen“, so Phil. „Stattdessen habe ich mein Augenmerk darauf gelegt, wie schön sich all diese Songs entwickelten, wenn sie auf der Bühne gespielt wurden, statt zu zeigen, woher sie kamen.“

Alle Alben der Serie werden von Nick Davis gemastert, der für seine Arbeit am Box-Set Genesis ‚1970-1975‘ bereits mit einer Grammy-Nominierung belohnt wurde. Davis hatte seinerzeit an der gesamten Genesis-Retrospektive gearbeitet. Jedes der Alben wird zudem mit einem neuen Artwork-Konzept erscheinen, für das Phil Collins die Posen der Original-Alben eingenommen hat und sich neu fotografieren ließ.

Wie auch die weiteren Alben der „Take A Look At Me Now“-Reihe erscheinen „Hello, I Must Be Going!“ „Dance Into The Light“, „No Jacket Required“ und „Testify“ bei Warner Music Entertainment als Doppel-CD im Digipak und zum Download, die das komplette Album in einer remasterten Version und eine umfangreiche sowie sorgsam ausgewählte Reihe von zusätzlichen Demos und Live-Versionen enthalten. Ebenfalls erhältlich ist das remasterte Original-Album als audiophiles, 180g schweres Vinyl.
Die Rezensionsexemplare wurden von Warner Music Group Germany zur Verfügung gestellt. Wir bedanken uns herzlich.

Alle weiteren Infos zu der Restrospektive findet ihr auf der Webseite von Phil Collins