Pink Floyd – The Endless River: Das Klassentreffen

 

pink_floyd_coverPink Floyd haben sich mit ihrem neuen Album „The Endless River“ viel Zeit gelassen: Aber ist es wirklich schon 20 Jahre her, dass „The Division Bell“ herauskam?

Oder anders ausgedrückt: Sind wir seitdem tatsächlich auch 20 Jahre älter geworden?

Egal. Pink Floyd ist zeitlos. Wir auch!

Film-Blog.tv meint:
„The Endless River“, der endlose Fluss. Ein Album wie ein Klassentreffen. Man hat sich lange Zeit nicht gesehen. Und dennoch: Nach den ersten paar Takten ist man wieder vertraut. Ein Gefühl, als wäre es gestern gewesen, dass man sich nach dem Abi-Ball versprochen hatte, sich nicht aus den Augen zu verlieren. Und genau das dann doch passiert ist.
Und jetzt: Es dauert nur ein paar Riffs von David Gilmour, dann ist das alte Gefühl wieder da: „Weißt Du noch, wie wir den Mini vom Englischlehrer bei der Abschlussfeier in die Aula getragen haben?“

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Es ist ja nichts Neues. Spätestens seit „The Dark Side Of The Moon“, also 1973, ist so ziemlich jedes neue Pink Floyd Album von der Kritik erst Mal verrissen worden. Naja. Legt man die frühen Alben von „The Piper at the Gates of Dawn“ bis „Meddle“ als Maßstab an, klingen das erwähnte „The Dark Side Of The Moon“, „Wish You Were Here“ und – da allerdings zu Recht – „The Wall“ schon deutlich eingängiger. Was sich auch in den Plattenverkäufen wiederspiegelte. Dies waren die wohl erfolgreichsten Rock-Alben der 70iger Jahre. Was ja an sich bestimmt nichts Schlechtes ist.

Wenn nun „The Endless River“ ein wenig wie „The Division Bell“ klingt, ist das weiter kein Wunder. Einige Tracks, die 1993/94 nicht auf die CD fanden, haben David Gilmour und Nick Mason zu Ehren des 2008 verstorbenen Richard Wright neu abgemischt. Diese Aufnahmen bilden das Rückgrat vom endlosen Fluss (der Zeit). Aber auch Anklänge an „Shine On You Crazy Diamond“, „Wish You Were Here“ und einige Akkorde und Riffs aus „The Dark Side Of The Moon“ sind unverkennbar.
Roger Waters konnte nicht zu einer erneuten Kooperation gewonnen werden. Dafür mischt Phil Manzanera, Ex-Roxy-Music, kräftig als Produzent mit.

Titelliste
1.) Things Left Unsaid (David Gilmour, Richard Wright) 4:27
2.) It’s What We Do (Gilmour, Wright) 6:18
3.) Ebb and Flow (Gilmour, Wright) 1:56
4.) Sum (Gilmour, Nick Mason, Wright) 4:49
5.) Skins (Gilmour, Mason, Wright) 2:38
6.) Unsung (Wright) 1:08
7.) Anisina (Gilmour) 3:17
8.) The Lost Art of Conversation (Wright) 1:43
9.) On Noodle Street (Gilmour, Wright) 1:43

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10.) Night Light (Gilmour, Wright) 1:43
11.) Allons-y (1) (Gilmour) 1:58
12.) Autumn ’68 (Wright) 1:36
13.) Allons-y (2) (Gilmour) 1:33
14.) Talkin Hawkin‘ (Gilmour, Wright) 3:30
15.) Calling (Gilmour, Anthony Moore) 3:38
16.) Eyes to Pearls (Gilmour) 1:52
17.) Surfacing (Gilmour) 2:47
18.) Louder than Words (Gilmour, Polly Samson) 6:37

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Bonusmaterial der Deluxe-Edition
1.) TBS9
2.) TBS14
3.) Nervana
4.) Anisina (Video)
5.) Untitled (Video)
6.) Evrika (A) (Video)
7.) Nervana (Video)
8.) Allons-y (Video)
9.) Evrika (B) (Video)


Den Text zu „Louder Than Words“ schrieb Gilmours Frau Polly Samson. Es ist eine klassische Pink-Floyd-Ballade und der einzige Song mit Gesang auf dem (fast Instrumental-) Album. Er beschließt das vier Teile umfassende Album mit folgender Textzeile: “We bitch and we fight / But this thing that we do / It’s louder than words.“ 

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Warner Music Group Germany präsentiert „Pink Floyd – The Endless River“ ab dem 07. November 2014 auf Blu-ray, DVD, CD, Vinyl-LP und als Download.
Das Rezensionsexemplar wurde von Warner Music Group Germany zur Verfügung gestellt. Wir bedanken uns herzlich.

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Originaltitel: Pink Floyd – The Endless River
Jahr: 2014
Genre: Progressive Rock
Besetzung: David Gilmour: Gitarre, Gesang, Keyboard und Programmierung, Nick Mason: Schlagzeug und Percussion, Richard Wright († 2008): Keyboard, Guy Pratt: Bass, Bob Ezrin: Bass, Jon Carin: Keyboard, Damon Iddins: Keyboard, Gilad Atzmon: Saxofon, Durga McBroom, Louise Clare Marshal, Sarah Brown: Backgroundgesang, Stephen Hawking – Digitale Stimme
Produktion: David Gilmour, Phil Manzanera, Martin Glover, Andy Jackson
Laufzeit: ca. 52:46 Min.

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Webseite zum Album: Pink Floyd – The Endless River