Red River: Der erste Treck nach Abelade

redriver_coverMit dieser packend erzählten Geschichte über den ersten Viehtreck quer durch den Westen schuf Howard Hawks einen der größten Western aller Zeiten.
Western-Star John Wayne als raubeiniger Rinderbaron Tom Dunson und der junge Montgomery Clift in seiner ersten Filmrolle als rebellischer Pflegesohn Matt erleben die Strapazen eines langen, mühevollen, gefährlichen Trecks über den „Chisholm Trail“ von Texas nach Missouri, bei dem alles auf dem Spiel steht. In mitreißenden Bildern erzählt der Film von der grandiosen Weite des Westens und dem Abenteuergeist der ersten Cowboys.

Film-Blog.tv meint:
Die Befindlichkeit der amerikanischen Nation konnte man lange Zeit bestens an ihren Western erkennen. Kein Genré schien die Stimmung im Land über Jahrzehnte besser wiederzugeben: Vom, nach großen Gefahren und Entbehrungen, letztendlich ruhmreichen Sieger, der sich den Unterlegenen gegenüber generös zeigt (Red River) zum einsamen, aber rechtschaffenen Ordnungshüter (High Noon).
Mit dem Wissen, als Siegermacht des Zweiten Weltkriegs, dem zerbombten Europa gegenüber großzügig helfen zu können, entstand 1948 „Red River“. Grade weil hier die Ideologie späterer Western nicht als Leitgedanke hinter dem Film stehen musste, ist eben dieser „Red River“ für mich einer der besten US-Western aller Zeiten. Schön, dass es diesen Meilenstein der Filmgeschichte jetzt bestens restauriert auf Blu-ray gibt.


Auf der Blu-ray ist, neben der amerikanischen Originalversion, natürlich auch die deutsch synchronisierte Ur-Fassung enthalten.

Da der Film bekanntlich schon ein paar Jahrzehnte auf dem Buckel hat, sollte die Handlung eigentlich jedem Film-Fan bestens bekannt sein. Im öffentlich-rechtlichen Fernsehen lief „Red River“ ja auch schon des öfteren. Ich fasse mich in dieser Hinsicht deshalb etwas kürzer.

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Mitte des 19. Jahrhunderts, nach dem amerikanischen Bürgerkrieg, zogen viele Trecks mit Siedlern nach Westen um das Land zu besiedeln. Dabei kam es immer wieder zu Konflikten mit den Indianern und Banditen, die die Trecks ausraubten.

Bei einem dieser Trecks war auch Thomas ‚Tom‘ Dunson mit seinem Freund Groot dabei. Doch schon bald trennten sich die beiden von der Gruppe um eigene Wege zu gehen: Sie wollten eigenes Farmland in Texas besiedeln um Rinder zu züchten. Was eine gute Entscheidung war: Denn der Treck wurde kurz darauf von Indianern überfallen. Tom und Groot konnten den zweiten Angriff, der ihnen galt, abwehren. Einziger Überlebender des Angriffs auf den Treck war der jugendliche Matthew Garth, der sich den beiden alten Haudegen anschloss.

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Nach einem wochenlangen Ritt quer durch die Prärie war das ideale Farmland in Texas gefunden. Besitzansprüche seitens einiger Mexikaner wurden mit dem Colt geklärt. „Bibel und Schaufel“ sorgten für klare Verhältnisse.

15 Jahre harte Arbeit später war Dunson faktisch bankrott. Zwar gehörte ihm eine riesige Herde von über 10.000 Rindern, aber wo Überfluss herrscht, regelt der Markt die Nachfrage: Die Tiere waren in Texas praktisch wertlos. Nicht so in den Nordstaaten: Die Bürger in den Städten hatten zwar Hunger und Geld, aber nichts zu essen. Duncan und seinen Männern blieb nichts anderes übrig, als die Rinder über 1.000 Meilen nach Missouri zu treiben. Von dort sollten sie auf die Bahn verladen werden und weiter nach Norden transportiert werden.

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Ein Viehtrieb, den zuvor niemand gewagt hatte: Nicht nur die reine Strecke war das Problem. Sondern die Unwägbarkeiten des Wetters – Dürren, Stürme und Wolkenbrüche wechselten sich ab mit gnadenloser Hitze – Überfälle von Indianern und Banditen, durchgehende Rinder in Massenpanik – mit alldem musste nicht nur gerechnet werden. Es traf ein.

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Dunson führte seine Leute mit gnadenloser Härte. Das Ziel musste um jeden Preis erreicht werden. Wer sich widersetzte, wurde schon mal vor versammelter Truppe hingerichtet: Bibel und Schaufel. Bis es zum offenen Konflikt zwischen ihm und seinem Ziehsohn Matt kam. In dessen Folge Matt Dunson ablöste und den Plan gegen dessen Willen grundlegend änderte.

Tom konnte das nicht auf sich sitzen lassen, suchte sich neue Leute und nahm die Verfolgung auf…

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Gemessen am Alter der Produktion ist die Blu-ray auf einem erfreulich guten Stand. Das Bild ist, auch bei Großprojektion, scharf, detail- und kontrastreich. Der Ton ist Mono, aber sehr gut verständlich. In der Originalfassung konnte sogar die gute Atmosphäre recht gut erhalten werden.

20th Century Fox Home Entertainment GmbH präsentiert „Red River“ ab dem 28. November 2014 auf Blu-ray Disc™.
Das Rezensionsexemplar wurde von 20th Century Fox Home Entertainment GmbH zur Verfügung gestellt. Wir bedanken uns herzlich.

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Originaltitel: Red River
Land / Jahr: USA / 1948
Genre: Western
Darsteller: John Wayne: Thomas ‚Tom‘ Dunson, Montgomery Clift: Matthew ‚Matt‘ Garth, Joanne Dru: Tess Millay, Walter Brennan: ‚Groot‘ Nadine, Coleen Gray: Fen, Harry Carey Sr.: Mr. Melville, John Ireland: Cherry Valance, Noah Beery: Buster McGee, Harry Carey Jr.: Dan Latimer, Chief Yowlachie: Quo, Paul Fix: Teeler Yacey, Hank Worden: Simms Reeves, Mickey Kuhn: Matt als Junge, Ray Hyke: Walt Jergens, Wally Wales: Old Leather u. a.
Regie: Howard Hawks
Drehbuch: Borden Chase, Charles Schnee
Produktion: Howard Hawks
Kamera: Russell Harlan
Schnitt: Christian Nyby
Musik: Dimitri Tiomkin
FSK: 12

Blu-ray Disc
Laufzeit: ca. 133 Min. + Bonus
Bildformat: Full HD 4:3 (1,33:1)
Tonformat: English DTS-HD-Master Audio 1.0 Mono, Deutsch Dolby Digital 1.0 Mono, u.a.
Untertitel: Englisch, Deutsch, Französisch u.a.
Extras: Original Kinofassung (ohne deutschen Ton nur deutsche Untertitel)