Schweinskopf al dente – Ein Eberhoferkrimi: Bayrischer Krimispaß

schweinskopf_coverDorfpolizist Franz Eberhofer kommt nicht zur Ruhe. Irgendwas ist ja immer los, selbst in der tiefsten bayerischen Provinz Niederkaltenkirchens, wo Eberhofer seinen Beruf als Gesetzeshüter mit der ihm eigenen bajuwarischen Entspanntheit ausübt. Damit ist es aber schlagartig vorbei: Franz’ On-Off-Freundin Susi hat ihn kurzerhand verlassen, um mit ihrem italienischen Verehrer in seiner Pizzeria am Gardasee neu durchzustarten. Denn Franz ist ja nicht bereit zu einem Bekenntnis. Zudem ist da noch die unangenehme Sache mit dem Küstner, einem entflohenen Psychopathen, der auf Rache sinnt. Ganz oben auf seiner Liste: Franz’ Vorgesetzter Moratschek, der Panik kriegt, als er nachts einen blutigen Schweinskopf in seinem Bett vorfindet. Moratschek erklärt Franz zu seinem persönlichen Bodyguard und quartiert sich zum eigenen Schutz kurzerhand auf dem Eberhofer-Hof ein. Zum Glück kann sich Franz – wie immer – auf seinen Freund Rudi Birkenberger verlassen…

Film-Blog.tv meint:
„Schweinskopf al dente“ war einer der erfolgreichsten Kinofilme 2016. In Bayern. Nördlich des „Weißwurst-Äquators“ kam der Streifen erst gar nicht in die Kinos. Mit gutem Grund. Denn man muss nicht nur den Dialekt verstehen um am Film Gefallen zu finden. Man muss sich, seine Mitmenschen mit ihren Marotten und die landschaftlichen Begebenheit wiederfinden, um richtig Spaß daran zu haben. Ich bin in der Gegend geboren und aufgewachsen, lebe seit fast 30 Jahren im hessischen Exil – und habe mich über eineinhalb Stunden köstlich amüsiert. Kann aber auch verstehen, wenn Filmfreunde, die eher auf „Morden im Norden“ stehen, zu einem gänzlich anderen Urteil kommen …

Der Franz hat’s nicht leicht. Die gesamte Gemeindeverwaltung setzt alle Hoffnungen darauf, dass er sich mit der Susi versöhnt. Denn die „gute Seele“ der Amtsstube sitzt auf gepackten Koffern. Auf dem Sprung an den Gardasee, wo ihr neuer, italienischer, Freund mit ihr eine Pizzeria eröffnen will. Graderaus, wie der Franz nun mal ist, verbockt er das gründlich. Und die Susi ist erst mal weg.

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Derweil hat der Amtsleiter Moratschek ganz andere Probleme. Denn der Psychopath und Mörder Dr. Küstner, den er einst für „Lebenslang mit anschließender Sicherungsverwahrung“ hinter Schloss und Riegel gebracht hat, konnte bei einem Krankentransport fliehen. Und sinnt auf Rache …

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Erhärtet werden die Bedenken von Moratschek, als er vor dem Schlafengehen einen Schweinskopf auf seinem Kopfkissen findet. Als „dienstliche Anweisung“ quartiert er sich auf dem Eberhofer-Hof ein. Und schließt sofort Freundschaft mit Papa Eberhofer. Was sich in lautstarken Oldies-Partys der beiden skurrilen Herren auswirkt, die dem Franz den letzten Nerv kosten…

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Derweil beobachtet der entflohene Dr. Küstner den Hof und das Treiben der beiden neuen Freunde von einem Waldstück in der Gegend aus. Er hat sich in einem gestohlenen Wohnmobil einquartiert, seine perfiden Rachepläne nehmen langsam Gestalt an. Als ihn ein Schwammerlsucher im Wald entdeckt, wird der mit dessen eigenem Pilzmesser erstochen und im Kühlschrank zwischengelagert. Ein paar Tage später wird Küstner das Auto mitsamt dem Toten verbrennen und die Polizei damit auf eine ganz falsche Spur schicken …

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Aufgelockert durch diverse Nebenstränge entwickelt sich in gut eineinhalb Stunden wieder mal der ganze, kleine Eberhofer-Kosmos. Wer Logiklöcher sucht, muss nicht lange warten. Denn die machen hier einen Großteil des Charmes aus. Erwähnenswert vor allem die schauspielerische Leistung von Gregor Bloéb, der mit seinem „Dr. Küstner“ einen diabolischen, eiskalten und gnadenlos berechnenden Psychopathen gibt, der im krassen Gegensatz zum sonst menschelnden und herzlichen Tenor aller Charaktere.

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Die Blu-ray ist auf dem aktuellen Stand der Technik, da gibt’s nix zu meckern. Auch bei Großprojektion ist das Bild stets scharf und feinkörnig, der Kontrast und die Schwarzwerte ausgewogen. Prima auch der DTS-HD Master Audio 5.1-Surroundklang, der in einigen Szenen zusätzlich akustische Tiefe gibt.

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EuroVideo Medien GmbH präsentiert „Schweinskopf al dente – Ein Eberhoferkrimi“ ab 16. Februar 2017 auf Blu-ray Disc™, DVD und als VoD.
Das Rezensionsexemplar wurde von EuroVideo Medien GmbH zur Verfügung gestellt. Wir bedanken uns herzlich.

Schweinskopf al dente – Ein Eberhoferkrimi
Land / Jahr: Niederbayern / 2016
Kinostart: 11. August 2016
Genre: Komödie, Krimi
Darsteller: Sebastian Bezzel: Franz Eberhofer, Simon Schwarz: Rudi Birkenberger, Lisa Maria Potthoff: Susi, Enzi Fuchs: Oma Eberhofer, Eisi Gulp: Papa Eberhofer, Sigi Zimmerschied: Herr Moratschek, Gregor Bloéb: Dr. Küstner, Francis Fulton-Smith: Barschl, Maria Hofstätter: Frau Beischl, Daniel Christensen: Flötzinger, Gerhard Wittmann: Leopold Eberhofer, Stephan Zinner: Metzger Simmerl, Max Schmidt: Wirt Wolfi u. a.
Regie: Ed Herzog
Drehbuch: Stefan Betz, Mitarbeit Ed Herzog und Kerstin Schmidbauer
Romanvorlage: Rita Falk
Produzentin: Kerstin Schmidbauer
Kamera: Philipp Sichler
Schnitt: Stefan Essl, Marco Pav D’Auria
Musik: Martin Probst
FSK: 12

Blu-ray Disc™
Laufzeit: ca. 98 Min. + Bonus
Bildformat: 1,85:1 (16:9)
Tonformat: DTS-HD Master Audio 5.1
Sprachen: Deutsch
Extras: Hörfilmfassung, Making-of, Hinter den Kulissen; Rita Falk liest und 12 seitiges Booklet, Wendecover

Webseite zum Film: Schweinskopf al dente – Ein Eberhoferkrimi