Silence: Die Glaubensfrage

Gewinnspiel_rotIn „Silence“ erzählt Scorsese, der neben Regie auch am Drehbuch mitschrieb, eine bewegende Geschichte über Glaube, Freundschaft und vom Suchen und Finden der Menschlichkeit in unmenschlichen Zeiten.
Es war eine Herzensangelegenheit für Regie-Meister Martin Scorsese, den epochalen Besteller „Silence“ des japanischen Autors Shūsaku Endō auf die Leinwand zu bringen. Sage und schreibe 28 Jahre hat es gebraucht, bis der Regisseur von Klassikern wie „Shutter Island“, „Taxi Driver“ oder „The Departed“ den Film wirklich umsetzen konnte. Scorsese erfüllte sich mit seinem monumentalen Werk über Glaube und Zweifel einen langgehegten Wunsch seiner glanzvollen Karriere: „Dieses Projekt fesselt mich seit langem. Ich musste das einfach verwirklichen und jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt dafür gekommen. Es ist eine starke, wahrhaftig wundervolle Story – spannend wie ein Thriller.“

Film-Blog.tv meint:
Es ist nicht ganz einfach, den Film fair zu bewerten, wenn man mit der katholischen Kirche so gar nichts am Hut hat… Denn einerseits ist Martin Scorsese einer meiner Lieblingsregisseure, er hat mit seinen Filmen seit Jahrzehnten Geschichte geschrieben und Geschichten erzählt, die sich im kollektiven Gedächtnis festgesetzt haben. Und „Silence“ ist, trotz relativ geringem Budget, ganz großes Kino: Rodrigo Prieto wurde, völlig zu Recht, für seine Kameraarbeit mit einer Oscar-Nominierung belohnt.
Auf der anderen Seite ist „Silence“ mit knapp drei Stunden sehr, sehr lang geraten. Wer mit religiösen Themen nicht so viel am Hut hat, wird sich bald langweilen. Daran können die elegischen Bilder leider auch nicht viel dagegen ankämpfen. Zumal sich die Handlungen und Dialoge irgendwie immer wieder wiederholen. Nicht nur der Glaube der Jesuitenmönche wird auf eine harte Probe gestellt, auch die Geduld des Zuschauers in endlos zermürbenden Dialogen über Gott und die Welt im 17. Jahrhundert …

“I pray but I am lost. Am I just praying to silence?”

Portugal, 1637: Die Jesuitenbrüder Sebãstiao Rodrigues und Francisco Garupe brechen gen Asien auf, nachdem beide erfahren haben, dass ihr geschätzter Lehrer und Mentor Padre Christovão Ferreira bei seiner Mission in Japan vom Glauben abgeschworen habe und sogar verheiratet sei. Für die zwei Pater, besonders Rodrigues, absolut unvorstellbar. Mit dem Segen von Rektor Valignano begeben sie sich auf die lebensgefährliche Reise, um vor Ort die christliche Mission zu unterstützen und diesem unglaublichen Gerücht nachzugehen.

In Macao angekommen, hören sie zum ersten Mal die furchtbaren Geschichten aus dem Land der aufgehenden Sonne: Christen sind in Japan von ständiger Verfolgung der Feudalherren bedroht und werden gefoltert. Aber hat Ferreira deshalb dem christlichen Glauben tatsächlich abgeschworen? Trotz aller Warnungen begeben sich die Priester mit dem Konvertiten Kichijiro auf den gefährlichen Weg nach Japan, wo sie von christlichen Dorfbewohnern fürsorglich aufgenommen werden.

Die Jesuiten merken zunehmend, dass die Dorfbewohner eine Art improvisiertes Christentum praktizieren und womöglich nicht alle Inhalte des Glaubens voll verstehen. Tagsüber müssen die Portugiesen von den Dorfbewohnern in einer spartanischen Köhlerhütte versteckt ausharren, um nicht von den Häschern des Samurai-Fürsten entdeckt zu werden – eine enorme Belastung für ihre Psyche und Physis.

Kurz darauf werden Rodrigues und Garupe Zeuge davon, wie Soldaten in das Dorf einfallen und die Dorfbewohner zum Glaubenstest zwingen: Sie sollen Kruzifixe und Ikonen von Jesus Christus oder Maria entwürdigen und damit beweisen, dass sie nicht dem Christentum folgen. Letztlich werden drei Dörfler, die sich dem zynischen Test verweigert haben, zum Tod durch Kreuzigung in der Meeresbrandung verurteilt, wo sie mit steigender Flut unter großen Qualen vor Erschöpfung sterben. Verzweifelt stürzt Rodrigues, dessen Gebete von Gott nicht erhört werden, angesichts des erlebten Leidens seiner Glaubensbrüder zunehmend in eine Krise.

Für die jungen Priester beginnt ein spiritueller Überlebenskampf: Nachdem sie Zeuge der brutalen Inquisition wurden, beschließen Sebãstiao und Francisco, das Land auf getrennten Wegen zu verlassen. Auf seinem Weg, von Visionen und schrecklichen Bilder aus dem Dorf im Kopf verfolgt, beginnt Sebãstiao an der Barmherzigkeit Gottes zu zweifeln. Als der Jesuitenbruder auf der Flucht von den Männern des Inquisitors Inoue festgenommen wird, stellt ihn dieser in Nagasaki vor die Wahl: Entweder er entsagt seiner Kirche und beschreitet fortan den Weg Buddhas, oder weitere Christen und Mitbrüder müssen anstatt seiner leiden.

Dies geschieht zunächst auf subtile Art: Inoe versucht Rodrigues mit rationalen Argumenten und mit Höflichkeit zu überreden, seinen Glauben abzulegen. Als dies nicht funktioniert, lässt er die Glaubensbrüder und -schwestern des Paters anstatt seiner leiden und töten. Da Rodrigues zweifelt, aber standhaft bleibt, holt der Inquisitor zum finalen Schlag aus.

Während er erklärt, dass das Christentum in Japans Kultur nicht gedeihen könne, präsentiert Inoe Rodrigues seinen ultimativen Beweis: Pater Ferreira. Die Gerüchte sind wahr – der Geistliche hat seinem Glauben abgeschworen und ist nun buddhistischer Gelehrter, der im Auftrag der Feudalherren eine Schrift verfassen soll, die das Christentum widerlegt. Für Sebãstiao ist vorgesehen, dass der junge Jesuit abermals in die Fußstapfen Ferreiras tritt und den japanischen Staat unterstützt. Der Priester steht am Scheideweg: Soll er alles, an das er je geglaubt hat, verraten – oder zweifelnd an seiner Überzeugung festhalten?

Gewinnspiel
Folgende Fragen gilt es zu beantworten:
1.) Welcher Film von Martin Scorsese gefällt Euch am besten? Schön wäre eine kurze Begründung.
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dürfen nicht mitmachen. Gehen mehr richtige Antworten ein, als Preise zur Verfügung stehen, lassen wir das Los entscheiden, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Die Teilnehmerdaten werden nur für die Zustellung eines eventuellen Gewinns bis zum Einsendeschluss gespeichert und anschließend vollständig gelöscht. Eine Weitergabe an Dritte ist ausgeschlossen.

Concorde Home Entertainment GmbH präsentiert „Silence“ ab dem 07. September 2017 auf Blu-ray Disc™, DVD und als VoD.
Das Rezensionsexemplar und die Gewinnspielpreise wurden von Concorde Home Entertainment GmbH zur Verfügung gestellt. Wir bedanken uns herzlich.

Originaltitel: Silence
Land / Jahr: USA, GB, Taiwan / 2016
Genre: Drama, Literaturverfilmung, History
Darsteller: Andrew Garfield: Pater Sebastião Rodrigues, Adam Driver: Pater Francisco Garupe, Tadanobu Asano: Dolmetscher, Ciarán Hinds: Pater Alessandro Valignano, Liam Neeson: Pater Cristóvão Ferreira u.a.
Regie: Martin Scorsese
Drehbuch: Jay Cocks, Martin Scorsese
Romanvorlage: Chinmoku (dt. Schweigen) von Endō Shūsaku (römisch-katholischer Japaner)
Produzent(en): Martin Scorsese, Emma Tillinger Koskoff, Randall Emmett, Barbara De Fina, Gaston Pavlovich, Irwin Winkler, Vittorio Cecchi Gori
Kamera: Rodrigo Prieto
Schnitt: Thelma Schoonmaker
Musik: Kim Allen Kluge, Katherine Kluge
FSK: 12

Blu-ray Disc™
Laufzeit: ca. 161 Min. + Bonus
Bildformat: 1080p High Definition 2,35:1 (16:9)
Tonformat: Dt. DTS-HD Master Audio 5.1 (deutsch, engl.), Dt. DD 2.0 (engl.)
Sprache(n): Deutsch
Untertitel: Dt. für Hörgeschädigte (ausblendbar)
Extras: Deutscher Trailer, Original Teaser, Featurette Silence: Die Reise des Martin Scorsese, Wendecover

Webseite zum Film: Silence