Tarzan: Es menschelt im Dschungel

tarzan_coverAls die Familie Greystoke mit dem Hubschrauber im afrikanischen Dschungel abstürzt, überlebt nur der kleine Sohn das Unglück. Von Gorillas gefunden und aufgezogen, wächst er unter ihresgleichen zu „Tarzan“ heran. Fast zehn Jahre vergehen, bis Tarzan wieder auf einen Menschen trifft: die mutige und schöne Jane Porter. Es ist Liebe auf den ersten Blick. Doch ihr Glück währt nicht lange. Janes Begleiter, der Unternehmer William Clayton, verfolgt eigennützige Pläne. Jetzt muss Tarzan all seine im Dschungel erworbenen Fähigkeiten und seinen Verstand einsetzen, um seine Heimat zu retten und die Frau, die er liebt.

Film-Blog.tv meint:
Die Kritiker gingen nicht grade zimperlich mit dem im Motion-Capture-Verfahren gedrehten
3D-Animationsabenteuer von Reinhard Klooss um. Beim Publikum halten sich Begeisterung und Ablehnung in etwa die Waage. Einig sind sich beide Lager, dass der Dschungel und die Tarzan-Figur hervorragend animiert sind. Bei Flora und vor allem Fauna zucken auch Erwachsene schon mal zurück, Popouts sind zwar vorhanden und meist gut gelungen (z.
B. Meteoriteneinschlag, Schmetterlinge, Krokodil), könnten aber auch ein wenig zahlreicher sein. Visuell und akustisch – DTS-HD High Resolution 5.1 kommt auf der Blu-ray so richtig toll aus den fünf Lautsprechern – finde ich, ist Klooss ein überdurchschnittlicher 3D-Film gelungen.
Die Story selbst, na ja. Mein Tarzan war Johnny Weissmüller. Ihm stand bei weitem nicht die Animationstechnik von heute zur Verfügung. Und dennoch ist er mir realistischer in Erinnerung. Nicht nur, dass uns Reinhard Klooss Cheetah vorenthält. Seine Gorillas sind in Mimik und Gebaren allzu menschlich, manchmal schon richtig kitschig. Kinder- und Familienfilm hin oder her, das nervt stellenweise mehr als die affektiert niedliche Stimme von Lena Meyer-Landrut als Synchronsprecherin von Jane.
Wer sich von einer bild- und tongewaltigen Produktion begeistern lassen will und über gelegentliche Schwächen bei der, durchaus netten, Story hinwegsehen kann, dem wird „Tarzan“ vor allem in der 3D-Version sicher gefallen. Und, Hand auf’s Herz: Wer bei Animationsfilmen nach Logiklöchern sucht, ist eh eine Spaßbremse der nicht zu helfen ist…


„Tarzan ist wieder da!“ trällerte Willem 1977 und war damit ganze 18 Wochen in den deutschen Hitparaden vertreten. Insgesamt dürfte der Tarzan von Edgar Rice Burroughs eine am häufigsten verfilmten Romanfiguren überhaupt sein. Reinhard Klooss hat die Geschichte den aktuellen Begebenheiten weitgehend angepasst und bewegt sich recht weit von der Vorlage weg.

Er holt sogar richtig weit aus. Seine Story beginnt vor einigen 100.000 Jahren, als ein Meteorit in Zentralafrika einschlägt und die Dinosaurier ausrottet. Der Einschlag hinterließ einen gut versteckten, riesigen Vulkankrater mitten im Dschungel, der seitdem von Affen bewacht wird.

Der Forscher Porter ist, zusammen mit dem Ehepaar Greystoke und deren neunjährigen Sohn, auf der Suche nach diesem Meteoriten. Porter aus Forscherdrung, Greystoke hofft als Energie-Mogul auf unendliche Stromgewinnung und große Gewinne.

Doch die Suche verläuft erfolglos, die Greystokes brechen die Expedition ab. Auf dem Rückflug im Hubschrauber entdecken sie zufällig das gesuchte Areal. Doch die Natur will ihre Geheimnisse nicht preisgeben: Beim Weiterflug stürzt der Hubschrauber im Dschungel ab, der Junge überlebt als einziger. Eine Gorilladame, deren Junges kurz zuvor verunglückt war, nimmt sich „Tarzan“, wie er sich nun nennt, an und rettet ihn.

tarzan_01

Gut 10 Jahre später. Tarzan ist mehr Affe als Mensch. Hat sich perfekt an das Leben im Urwald angepasst. Bis Porter, der immer noch nach dem Meteorit sucht, Besuch von seiner Tochter Jane bekommt. Die natürlich wunderschön, blond und in Tarzans Alter ist. Sie weckt Gefühle in dem jungen Mann, die wohl jeder (junge) Mann kennt…

tarzan_02

Doch so einfach ist es natürlich nicht. Denn Jane reist erstmal wieder zurück, nach Amerika. Sie sucht nach Sponsoren, die die Forschungsarbeit ihres Vaters unterstützen sollen. Dabei werden auch die macht- und geldgeilen Manager des Greystoke-Konzerns auf die erhofften Energievorräte und Milliardengewinne aufmerksam …

Constantin Film AG präsentiert „Tarzan“ ab dem 30. Oktober 2014 auf 3D-Blu-ray Disc™, Blu-ray Disc™, DVD und als VoD.
Das Rezensionsexemplar wurde von Constantin Film AG zur Verfügung gestellt. Wir bedanken uns herzlich.

tarzan_03

Tarzan
Land / Jahr: Deutschland / 2013
Genre: Animation , Abenteuer , Familie, 3D
Sprecher: Alexander Fehling: Tarzan, Lena Meyer-Landrut: Jane, Wigald Boning: Porter), Kai Wiesinger: Clayton, Ben Becker: Erzähler u.a.
Regie: Reinhard Klooss
Drehbuch: Reinhard Klooss, Yoni Brenner, Jessica Postigo
Romanvorlage: Edgar Rice Burroughs
Produzenten: Robert Kulzer, Reinhard Klooss
Ausführender Produzent: Martin Moszkowicz
Line Producer: Bernhard Thür
Kamera: Markus Eckert
Schnitt: Alexander Dittner
Musik: David Newman
FSK: 6

Blu-ray Disc
Laufzeit: ca. 95 Min. + Bonus
Bildformat: 2,40:1 in 16:9
Tonformat und Sprachen: DTS-HD High Resolution 5.1 (Deutsch, Englisch) Dolby Digital Stereo (Deutsch)
Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte
Extras: Making Of (ca. 12 Min.), Making Of International in Englisch (ca. 11 Min.), Akrobatik für den Lianenschwung (ca. 8 Min.), Der verrückte Affendreh (ca. 7 Min.), Interviews (ca. 19 Min), Trailer „Tarzan“ in Deutsch, Trailer „Tarzan“ in Englisch, Wendecover

Webseite zum Film: Tarzan