The Salvation – Spur der Vergeltung: Ein Western wie der Norden. Klassisch und schnörkellos.

Gewinnspiel_rotsalvation_coverAmerika 1871. Sieben Jahre hat der dänische Auswanderer Jon im Schweiße seines Angesichts geschuftet, um sich im Grenzland des Wilden Westens eine bescheidene, aber ehrliche Existenz aufzubauen. Endlich ist die Zeit gekommen, seine Frau Marie und seinen zehnjährigen Sohn Kresten zu sich nach Amerika zu holen. Doch die Wiedersehensfreude währt nicht lange: Marie und Kresten werden unmittelbar nach ihrer Ankunft von Outlaws ermordet. Jon zögert keine Sekunde mit seiner Rache – und macht sich damit den grausamen Bandenanführer Delarue und die stumme Witwe eines der beiden Killer zum Feind. Gegen Delarue und seine Verbündeten kann Jon nicht auf die Unterstützung seines neuen Heimatortes zählen, denn dessen Bevölkerung steht Delarue, der sich nicht scheut, auf offener Straße wehrlose Menschen kaltblütig zu erschießen, hilflos gegenüber. Und weder der korrupte Bürgermeister Keane noch der feige Sheriff wagen es, Delarue die Stirn zu bieten. Es bleibt Jon also nichts anderes übrig, als es auf eigene Faust mit Delarue und dessen Bande von Gesetzlosen aufzunehmen. Ein blutiger Kampf beginnt…

Film-Blog.tv meint:
Ein Western aus Dänemark? Warum nicht. Wenn man einen Mads Mikkelsen hat, klappt das wunderbar. Erfreulicherweise darf der sogar einen dänischen Ex-Soldat mimen, der nach dem Krieg der Dänen gegen die Preussen nach Amerika ausgewandert ist.
Nordisch, klar, klassisch. Kristian Levring macht nicht viele Worte, lässt Bilder sprechen. Oft genügt ein Blick, eine Kamera-Einstellung, die mehr sagt als überflüssige Konversation. Mit der Figur von Madeleine treibt er es auf sie Spitze: Die einzige Frau, die im Laufe des Films etwas zu sagen hätte, weil ihre Geschichte den Stoff dazu hergibt, ist stumm. Selten wurde der einsame Rächer so eindinglich und überzeugend gespielt.

Nach der Niederlage Dänemarks im deutsch-dänischen Krieg von 1864 ließ Jon schweren Herzens seine Frau Marie und ihren kleinen Sohn Kresten zurück, um gemeinsam mit seinem Bruder Peter sein Glück in Amerika zu suchen. Sieben Jahre später ist Jon am Ziel seiner Träume angekommen: Er hat ein kleines Stück Land in der Nähe der Gemeinde Black Creek urbar gemacht und ein Haus darauf gebaut. Er ist ein ehrbarer, aufrichtiger Mann, ein friedlicher Mann, dem Recht und Ordnung heilig ist.

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Man schreibt das Jahr 1871, als Jon Marie und den nunmehr zehnjährige Kresten am Bahnhof endlich wieder in die Arme schließen kann. In der Postkutsche soll es nach Hause gehen, gegenüber von ihnen nehmen zwei ungewaschene, leicht angetrunkene Kerle die Plätze ein. Als einer von ihnen Marie betatscht, eskaliert die Situation. Lediglich einen Moment behält Jon die Oberhand, dann wird er von den Halunken überwältigt und aus der Postkutsche geworfen: Marie und Kresten sind nun den beiden Männern ausgeliefert. Verzweifelt rappelt sich Jon auf. Nach Meilen findet er den leblosen Körper seines Sohnes, ermordet. Mit seinem toten Kind im Arm setzt Jon die Verfolgung fort. Es ist bereits dunkel, als er zuerst die Leichen der Kutscher findet und schließlich auch die Kutsche sieht, die vor einem Waldstück abgestellt ist. Aus stattlicher Entfernung legt Jon sein Gewehr an und tötet den Ersten der beiden Männer. Der andere versucht noch in den Wald zu fliehen, doch Jon stellt auch ihn und entleert das komplette Magazin seines Gewehrs. In der Kutsche findet Jon die tote Marie.

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Der Bürgermeister der kleinen Gemeinde von Black Creek, Keane, der in Personalunion auch als Leichenbestatter fungiert, ist nervös. Ebenso wie der Sheriff und Dorfpriester Mallick. Bei ihnen liegen die Leichen der beiden getöteten Outlaws aufgebahrt. Sie wissen, dass der Stadt nichts Gutes bevorsteht. Als der Bandenanführer Delarue mit seiner Gang auftaucht, um für sich zu reklamieren, was von seinem Bruder und dem anderen Mann übrig geblieben ist, bekommen die Bürger dessen Grausamkeit zu spüren. Der Mann, der sich von Black Creek üppige Schutzgelder bezahlen lässt, macht die Gemeinde für den Tod seiner Männer verantwortlich.

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Ohne mit der Wimper zu zucken erschießt er drei Bewohner. Delarue selbst lebt mit seinen Männern isoliert und geschützt in einer alten, ausgebrannten Ansiedlung außerhalb der Ortschaft. Bei ihnen befindet sich auch die Frau seines Bruders, Madelaine, seitdem sie als Kind von Indianern geraubt wurde, die ihr Gesicht entstellten und ihr die Zunge herausschnitten. Delarue ist schon lange versessen auf sie, hat sich seinem Bruder zuliebe aber immer zurückgehalten. Nun sieht er seine Chance gekommen. Vor allem aber arbeitet er im Auftrag reicher Ölbarone aus dem Osten daran, das Land Stück für Stück aufzukaufen: Vermeintlich sitzt man auf einer gewaltigen Ölquelle. Dass Delarue dabei gemeinsame Sache macht mit dem verschlagenen Bürgermeister, weiß niemand.

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Während Madelaine mit regungsloser Miene vor dem Grab ihres Mannes steht, beerdigt auch Jon seine Frau und seinen Sohn. Gemeinsam mit seinem Bruder packt er sein weniges Hab und Gut auf seinen Wagen und lässt seine Hütte für immer hinter sich. Für einen kurzen Zwischenstopp steuert er noch einmal Black Creek an. Dort verkauft er sein Haus und all sein Gut an Keane und verstecket das Geld im Stiefel.

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Jon erfährt, dass einer der beiden Männer, die seine Familie auf dem Gewissen haben, Delarues Bruder war und ein Kopfgeld auf die Ergreifung seines Mörders ausgesetzt wurde. In Windeseile verbreitet sich die Kunde, dass Jon in derselben Kutsche gereist ist und den Mann erschossen hat. Als er aus Keanes Büro kommt, wird er von den Bürgern gestellt und ins Gefängnis gesteckt.

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Wenig später wird auch Peter geschnappt. Delarue und seine Bande kennen keine Gnade mit Jon. Noch auf der Straße wird er zusammengeschlagen, bevor die Männer ihn zurück in ihr Lager schleifen. Dort wird er an den Handgelenken an einen Pfosten gehängt.

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Kurze Zeit später taucht Keane dort auf, zieht Jon die Stiefel aus und nimmt das Geld wieder an sich. Es scheint keine Hoffnung mehr zu geben. Niemand rechnet mit Peter, dem die Flucht aus dem Gefängnis gelungen ist und der seinen Bruder in einer waghalsigen Aktion befreit, wofür er mit dem Leben bezahlt. Jon aber ist frei. Barfuß und mit letzten Kräften versteckt er sich. Und er schwört erbarmungslose Rache…

Das Bild der Blu-ray ist, auch bei Großprojektion, scharf und sehr detailliert. Es sind vor allem die Bilder, die im Gedächtnis bleiben wenn der Abspann läuft. Der Ton kommt wunderbar räumlich aus dem Surroundsystem. Perfekt dazu der reduzierte Soundtrack der die angespannte Stimmung auch akustisch greifbar macht.

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Gewinnspiel
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Concorde Home Entertainment GmbH präsentiert „The Salvation – Spur der Vergeltung“ ab dem 24. Februar 2015 auf Blu-ray Disc™, DVD und als VoD.
Das Rezensions- und die Verlosungsexemplare wurden von Concorde Home Entertainment GmbH zur Verfügung gestellt. Wir bedanken uns herzlich.

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Originaltitel: The Salvation
Land / Jahr: Dänemark / 2014
Genre: Western, Drama
Darsteller: Mads Mikkelsen: Jon, Eva Green: Madelaine, Jeffrey Dean Morgan: Delarue, Jonathan Pryce: Bürgermeister Keane, Éric Cantona: Korse, Mikael Persbrandt: Peter, Douglas Henshall: Sheriff Mallick, Michael Raymond-James: Paul, Alexander Arnold: Voicheck, Nanna Øland Fabricius: Marie, Jons Frau, Toke Lars Bjarke: Kresten, Sean Cameron Michael: Lester, Robert Hobbs: Silvertooth, Grant Swanby: Joe, Adam Neill: Mr. Bradley, Carel Nel: Whip, Sivan Raphaely: Mrs. Delgado u.a.
Regie: Kristian Levring
Drehbuch: Kristian Levring, Anders Thomas Jensen
Produktion: Sisse Graum Jørgensen
Kamera: Jens Schlosser
Schnitt: Samuel Danesi
Musik: Kasper Winding
FSK: 16

Blu-ray Disc™
Laufzeit: ca. 89 Min. zzgl. Bonus
Bildformat: 1080p High Definition 2,35:1 (16:9)
Tonformat: DTS-HD Master Audio 5.1
Sprachen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte (ausblendbar)
Extras: Featurettes, Interviews, Trailer, Programmtipps, Wendecover

Webseite zum Film: The Salvation – Spur der Vergeltung