The Wolf of Wall Street: Macht. Geld. Drogen. Sex. Und wieder zurück.

wolf_coverDer junge New Yorker Börsenmakler Jordan Belfort träumt den amerikanischen Traum – und wacht auf in der korrupten Realität des Kapitals, das nur eine Maxime kennt: hemmungslose Habgier. Als Broker jongliert Belfort bald mit Millionen, feiert Ende der 80er-Jahre exzessive Erfolge mit seiner Maklerfirma „Stratton Oakmont“ und entwickelt schon mit Anfang 20 seinen radikal luxuriösen Überflieger-Stil – was ihm den Titel „The Wolf of Wall Street“ einbringt.
Der Film basiert auf einer wahren Begebenheit. Geld. Macht. Frauen. Drogen. Sie konnten allem widerstehen – außer der Versuchung: Belfort und seine Wolfsmeute ließen sich von keiner Behörde einschüchtern, Bescheidenheit ersetzten sie in ihrer Ellbogengesellschaft durch eiskalte Arroganz. Einfach immer mehr. Und selbst das war nie genug.

Film-Blog.tv meint:
Drei Stunden dauert „The Wolf of Wallstreet“. Dabei wird das Wichtigste schon gleich am Anfang gesagt. Beim gemeinsamen Mittagessen am ersten Arbeitstag verrät der erfahrene Broker Mark Hanna dem noch neuen, unerfahrenen Jordan Belfort um was es an der Wallstreet eigentlich geht: Selbst an den Provisionen schnell reich zu werden. Und um jeden Preis zu verhindern, dass die Anleger ihre Gewinne realisieren. Denn, wenn das geschieht, bricht das ganze System zusammen.
Dafür, dass das Wesentliche schon nach wenigen Film-Minuten klar ist, ist der Film mit drei Stunden ein wenig zu ausführlich geraten. Deutliche Längen gehen zu Lasten der Aufmerksamkeit des Zuschauers. Dennoch ist Scorsese ein weiteres Meisterwerk geglückt, das sich nahtlos in einem Atemzug mit „Casino“ genannt werden muss.
In wie weit die teilweise recht obszönen Kraftausdrücke dem Filmgenuss förderlich sind, muss der Betrachter mit sich selbst vereinbaren.

Jordan Belfort, Anfang 20, hat nur ein Ziel: Schnell Broker werden und an der Wallstreet das große Geld verdienen. Er ist jung verheiratet mit der attraktiven, doch bodenständigen Friseurin Teresa. Ausgerechnet am Tag der bestandenen Brokerprüfung kommt es zum größten Börsencrash seit 1929. An jenem „Schwarzen Montag“ verliert er, wie viele andere Broker auch, seinen Job beim renommierten Traditionsbankhaus L.F. Rothschild.

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Arbeitslos und ohne Perspektive sucht er in der Zeitung nach Jobs, die ihn über Wasser halten sollen. Teresa macht ihn auf die Kleinanzeige eines „Aktienhändlers“ aufmerksam, der Mitarbeiter sucht.

Die Firma residiert in einer besseren „Garage“ in einer schäbigen Gegend auf Long Island. Hier wird mit Pennystocks gehandelt. Allerdings zu paradiesischen Provisionen: 50 % des Erlöses gehen an den Verkäufer. Jordan nimmt an und dank seines Verkaufstalents rollt der Rubel, pardon, der Dollar. Und zwar recht ordentlich.

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Das entgeht auch Belforts Nachbarn nicht, der auch gerne einen Sportwagen fahren möchte. Schnell ist mit Donnie und ein paar weiteren, nicht ganz so seriösen Freunden, eine eigene Firma gegründet. Die mit dem außerbörslichen Handel von Pennystocks gute Geschäfte macht.

Der Laden floriert und wächst. Auch wenn die Deals nicht immer ganz legal sind. Noch ist die Kontrolle durch die Behörden eher lax. So wie das Geld reinkommt, wird es mit vollen Händen wieder ausgegeben. Für einen extrovertierten Lebensstil, schnelle Autos, schöne Frauen, Drogen und Alkohol. Und trotzdem wird mehr Geld eingenommen, als sie ausgeben können.

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Bei einer Party lernt Belfort seine Traumfrau kennen. Er beginnt eine Affäre mit Naomi, lässt sich von Teresa scheiden und heiratet die Geliebte. Den Junggesellenabschied in Las Vegas lässt er sich zwei Millionen Dollar kosten, zur Hochzeit auf den Bahamas bekommt die Braut eine Luxusyacht geschenkt.

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Doch dann wird das FBI auf Belfort aufmerksam. Seine Versuche, den Agent zu bestechen, schlagen fehl. Das Blatt scheint sich zum ersten Mal gegen Jordan zu wenden …

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Das Bild der Blu-ray ist auf dem Stand der heutigen Technik. Da gibt’s nichts zu meckern. Auch bei Großprojektion ist es scharf, kontrastreich und feinkörnig. Die deutsche Tonspur kann da nicht so ganz mithalten. Der Sound ist stark frontlastig und nur selten räumlich. Dafür sind die Dialoge jederzeit gut verständlich. Doch ein wenig mehr Atmosphäre wäre schon schön gewesen. Dass es viel besser geht, hört man auf der originalen DTS-HD Master Audio 5.1-Originalspur. Nicht nur, dass die Schauspieler, allen voran Leonardo DiCaprio im Original viel intensiver rüberkommen als in der, durchaus ordentlichen Synchronisation. Auch der Surroundklang ist um einiges vielschichtiger und räumlicher.

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UNIVERSAL PICTURES GERMANY GmbH© präsentiert „The Wolf of Wall Street“ auf Blu-ray Disc™, DVD und als Download.
Das Rezensionsexemplar wurde von UNIVERSAL PICTURES GERMANY GmbH© zur Verfügung gestellt. Wir bedanken uns herzlich.

Originaltitel: The Wolf of Wall Street
Land / Jahr: USA / 2013
Genre: Komödie
Darsteller: Leonardo DiCaprio – Jordan Belfort, Jonah Hill – Donnie Azoff, Margot Robbie – Naomi Lapaglia, Matthew McConaughey – Mark Hanna, Jon Bernthal – Brad Bodnick, Kenneth Choi – Chester Ming, P. J. Byrne – Nicky Koskoff, Brian Sacca – Robbie Feinberg, Ethan Suplee – Toby Welch, Henry Zebrowski – Alden Kupferberg, Jean Dujardin – Jean-Jacques Saurel, Kyle Chandler – Patrick Denham, Cristin Milioti – Teresa Petrillo, Jon Favreau – Manny Riskin, Rob Reiner – Max Belfort, Christine Ebersole – Leah Belfort, Joanna Lumley – Tante Emma, Aya Cash – Jordans Assistentin, Katarina Čas – Chantalle, Mackenzie Meehan – Hildy Azoff, Bo Dietl – als er selbst, Jon Spinogatti – Nicholas, der Butler, Stephanie Kurtzuba – Kimmie Belzer, Jake Hoffman – Steve Madden, Shea Whigham – Captain Ted Beecham, J. C. MacKenzie – Lucas Solomon, Fran Lebowitz – Richterin Samantha Stogel, Robert Clohessy – Nolan Drager, Spike Jonze: Dwayne u. a.
Regie: Martin Scorsese
Drehbuch: Terence Winter
Buchvorlage: Jordan Belfort
Produktion: Riza Aziz, Leonardo DiCaprio, Joey McFarland, Martin Scorsese, Emma Tillinger Koskoff
Kamera: Rodrigo Prieto
Schnitt: Thelma Schoonmaker

Blu-ray Disc
Laufzeit: ca. 180 Min.
Bildformat: Full HD 16:9 (2,40:1)
Tonformat: DTS-HD Master Audio 5.1 (GB), DTS Digital Surround 5.1 (D,E)
Untertitel: D, GB, E, DK, FIN, IS, N, S
Extras: Das Wolfsrudel, Verwilderung, Runder Tisch
FSK: 16

Webseite zum Film: The Wolf of Wall Street