(T)Raumschiff Surprise – Periode 1: Zeitreise und Déjà-vu

traumschiff_coverIm Jahre 2054 hat die Menschheit den Mars besiedelt. 250 Jahre später kehren die Nachkommen der ersten Siedler zurück. Ihr Ziel ist es, die Erde zu erobern und deren Bewohner zu vernichten. Und tatsächlich scheint die Lage aussichtslos: Die Invasion hat begonnen. Königin Metapha befiehlt dennoch, „nicht den Sand in den Kopf zu stecken“. Denn es gibt eine letzte Hoffnung: Die Besatzung des „(T)Raumschiff Surprise“ muss auf
einer Zeitreise die Besiedlung des Mars rückgängig machen. Die Crew hat allerdings eine sehr viel dringendere Mission: Sie steckt mitten in der Vorbereitung ihrer Tanznummer für die „Miss Waikiki Wahl“. Und nimmt deshalb nur sehr widerwillig ein Taxi zur Erde… .

Film-Blog.tv meint:
Höchste Zeit, dass eine Neu-Auflage von „(T)Raumschiff Surprise – Periode 1“ auf Blu-ray veröffentlicht wird. 10 Jahre nachdem der Film in die Kinos kam, ist das Déjà-vu wie ein Treffen mit einem alten Freund, den man lange nicht mehr gesehen hat. So mancher Kritikpunkt, der einen früher mal am anderen störte, ist längst zur lieb gewordenen Macke geworden. Fast jeder Satz fängt mit „Weißt Du noch …“ an.
Obwohl „(T)Raumschiff Surprise – Periode 1“ mittlerweile auch ein paar Mal im Fernsehen gesendet wurde: Diese Kultscheibe gehört in die Blu-ray-Sammlung jedes Filmfans. Nicht nur wegen der Extras. Aber auch. Das Gagfeuerwerk, das Bully abgefeuert hat, zündet mit etwas Abstand zum „Schuh des Manitu“ noch besser als 2004!

Ganze 10 – in Worten: ZEHN – Jahre sind vergangen, seitdem „(T)Raumschiff Surprise – Periode 1“ in die Kinos kam. Ich kann mich noch gut erinnern, die Erwartungen waren nach „Der Schuh des Manitu“ enorm hoch. Und wurden von Michael „Bully“ Herbig in einer gegen Ende nur noch nervigen Medienkampagne bis ins unermessliche gesteigert. Dass das (T)Raumschiff diese Erwartungen nicht im erhofften Umfang erfüllen konnte, darf niemanden wundern. Das für deutsche Verhältnisse für damalige Zeiten immense Budget von 9 Millionen Euro hat der Film sicher eingespielt. Auf seine Fans konnte sich Bully verlassen. Aber die Kritik ging nicht so zimperlich mit ihm um. Der „Welpenschutz“ für den überraschenden Newcomer war aufgebraucht.

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Heute, 10 Jahre später, tut man sich da etwas leichter. Die hohen Erwartungen, geschürt vom „Schuh des Manitu“ und der Medienkampagne für den Nachfolger, sind längst vergessen. Wir können „(T)Raumschiff Surprise – Periode 1“ in den Player einlegen und unbeeinflusst genießen. Denn der Film macht Spaß. Richtig Spaß sogar. Herbig zitiert sich lustig durch die halbe Filmgeschichte, nimmt Werbesprüche auf’s Korn und spart auch sich selbst mit seiner Ironie nicht aus. Er zieht durch den Kakao, was nicht bei „Drei“ in den Weiten des Weltalls verschwunden ist.

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Dabei ist man heute noch erstaunt, zu welchen Leistungen die CGI-Engine des Deutschen Kinos 2004 schon fähig war. Ob nun der Weltraum, die Raumschiffe oder das fetzige Space-Taxi auf seiner Jagd durch den Weltraummüll zur Erde: Das sieht auch nach heutigen Maßstäben noch richtig gut aus. Viel besser macht’s auch Marvel nicht. Dazu dröhnt der Sound aus den Boxen dass es eine Freude ist. Wenn man Stefan Raab nicht dauernd hören muss, ist sogar der wieder richtig gut.

Ich spare mir hier, die Story nachzuerzählen, die sollte mittlerweile jedem erschöpfend bekannt sein. Ein Abend mit ein paar alten Freunden, die Blu-ray von „(T)Raumschiff Surprise – Periode 1“ im Player und in „alten Zeiten“ schwelgen. Das Leben kann so schön sein!

Constantin Film AG präsentiert „(T)Raumschiff Surprise – Periode 1“ auf Blu-ray Disc™.
Das Rezensionsexemplar wurde von Constantin Film AG zur Verfügung gestellt. Wir bedanken uns herzlich.

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Originaltitel: (T)Raumschiff Surprise – Periode 1
Land / Jahr: Deutschland / 2004
Genre: Komödie, Science Fiction
Darsteller: Michael Herbig: Mr. Spuck, Christian Tramitz: Käpt’n Jürgen T. Kork, Anja Kling: Königin Metapha, Til Schweiger: Rock Fertig-Aus, Rick Kavanian: Jens Maul, Hans Peter Hallwachs: Konsul Kanon, Reiner Schöne: Senator Bean, Hermann Van Ulzen: Senator Davis, Gerd Rigauer: Senator Terry, Heidrun Bartholomäus: Senatorin Lea, Sirone Jones: Senator Eric, Olaf Danner: Offizier Internationale Allianz, Hans-Michael Rehberg: Regulator Rogul, Andreas Seifert: Kommandeur der Marstruppen, Albee Lesotho: Putzmann bei Königin Metapha (in Wahrheit Roguls Spion), Rick Kavanian: Schrotty / Fitnesstrainer Pulle, Anton Figl: Popowitsch, Stacia Widmer: Fräulein Bora Bora, Maverick Quek: Mr. Nasi, Edeltraud Schubert: Spendensammler-Oma, Michael Bully Herbig: Winnetouch, Sky du Mont: William der Letzte, Christoph Maria Herbst: Berater von William, Waldemar Kobus: Hauptmann der Wache, Jumbo Schreiner: Starker Ritter, Diana Herold: Anzeigetafel-Burgfräulein, Sky du Mont: Santa Maria, Sigi Terpoorten: Santa Marias Handlanger Jim, Tim Wilde: Santa Marias Handlanger John, Hans-Jürgen Silbermann: Bürgermeister Rooney, Thorsten Wolf: Bahnhofsvorsteher, Marc Bischoff: Junger Cowboy, Rick Kavanian: Santa-Maria-Ansager, Errol Trotman Harewood: General Baby, Brigitte Beyeler: Kelly Reisfeld, Klaus-Peter Grap: Barry Baumfeld, Conrad Geier: Frank B.B. Blickfeld, Eric Gladhart: Steve W. Zweifeld, Michael Bully Herbig: H202 (Stimme) u.v.a.
Regie: Michael Herbig
Drehbuch: Michael Herbig, Alfons Biedermann, Rick Kavanian
Produktion: Michael Herbig, Bernd Eichinger
Kamera: Stephan Schuh
Schnitt: Alexander Dittner
Musik: Ralf Wengenmayr, Stefan Raab
FSK: 6

Blu-ray Disc
Laufzeit: ca. 87 Min.
Bildformat: 2,35:1 in 16:9
Tonformat: Deutsch DD 5.1 EX
Untertitel: keine
Extras: Making Of, Featurettes, Entfallene Szenen, Outtakes, Space Taxi Musikvideo, Audiokommentar, Teaser und Trailer, Trailer, Wendecover