Überleben: Ästhetik der größten Reise

ueberleben_coverMit dem Moment der Geburt beginnt für jedes Tier auf dieser Welt die gleiche große und gefährliche Herausforderung: Das Abenteuer Überleben.
Das sechsteilige BBC Earth-Highlight Überleben zeigt uns die wichtigsten Stationen im Leben der Tiere: von den ersten Schritten über die Kämpfe der Erwachsenen und die Partnersuche bis zu der Zeit, in der die Eltern Tag und Nacht im Einsatz sind – der Aufzucht der Jungen. Extrem nah dran, unvorhersehbar und dramatisch: Die BBC setzt die aufregendsten Überlebenskämpfe der Tierwelt in dieser Reihe atemberaubend in Szene.

Film-Blog.tv meint:
„Überleben“ ist eine typische BBC-Box. Grandiose Bilder, bestes Infotainment. Für die ganze Familie. Denn das, was den Kampf ums Überleben auch ausmacht: Fressen und gefressen werden, wird kindgerecht und unblutig angedeutet. Ebenso werden auch die Fortpflanzungsszenen sogar bei den Kleinsten kaum zu indiskreten Fragen an die Eltern führen. Die „Große Reise“ durch das Leben wird in großartigen, ästhetischen Bildern zelebriert, verblüffendes Wissen interessant und leicht verständlich präsentiert.

Der Kreislauf des Lebens: überraschend, spannend und bewegend neu in Szene gesetzt.
Gezeigt werden die Herausforderungen, denen sich diese Tiere auf ihrer Reise durch die Stadien des Lebens stellen: Ein faszinierender Einblick in ihre Welt. Die essentiellen Entscheidungen, die sie zu treffen haben, die Prüfungen und die Gefahren, die sie jeden Tag von Neuem meistern.

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Folge 1: Gefährliche Kindheit
Im tropischen Dschungel schlüpfen winzige Gottesanbeterinnen aus dem Eikokon. Vom ersten Moment an vollkommen auf sich gestellt, müssen sie extrem vorsichtig sein – denn der Feind lauert in den eigenen Reihen: die Geschwister! Gottesanbeterinnen leben kannibalisch, also empfiehlt es sich , die Familie schnellstmöglichhinter sich zu lassen . Wie aber kann sich der Insekten-Winzling gegen scheinbar übermächtige Fressfeinde wie die Springspinne wehren? Er versucht es mit Kung-Fu …

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Junge Erdmännchen in Südafrika haben im Vergleich dazu ein äußerst gemütliches Zuhause. Im Familienverband verbringen die Kleinsten wohl behütet ihre Kindheit. Doch im Alter von etwa zwei Monaten muss das junge Weibchen lernen, eigenständig für Futter zu sorgen. Erdmännchen fressen besonders gern Skorpione, doch die teilen schme rzhaft aus: mit Zangenbissen und ihrem unberechenbaren Giftstachel. Unter Aufsicht eines Lehrmeisters muss sich das Weibchen erstmals beweisen – der gereizte Skorpion wird zur Reifeprüfung.

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Folge 2: Die Welt entdecken
Als Polarfuchs-Welpe lebt es sich nicht schlecht: Drei Monate lang verwöhnt die Fuchsmutter ihre Kleinen mit Futter, sie haben viel Zeit zum Spielen – bis zu dem Tag, an dem die Mutter der Kindheit ihrer Jungen ein jähes Ende setzt: Sie vertreibt ihren Nachwuchs, schickt ihn in den arktischen Winter! Völlig auf sich allein gestellt streift der junge Fuchs bei -50 Grad Celsius durch die Wildnis, bis zu 100 Kilometer täglich, ständig auf der Suche nach Fressbarem. Um zu überleben, hat er nur eine Chance: Er muss es schaffen, Lemminge zu jagen – aber die wohnen gut versteckt unter dem Schnee. Sie zu erwischen will gelernt sein…

Mit arktischer Kälte haben zwei Geparden-Schwestern im südlichen Afrika nicht zu kämpfen. Doch auch die beiden quält der Hunger, seit ihre Mutter sie alleingelassen hat. Immerhin haben die beiden Schwestern einander – aber keinerlei Erfahrung mit dem Überleben in der Savanne. Ein großes Beutetier wie einen Impala-Bock haben sie noch nie erlegt. Wenn sie lernen, gemeinsam zu jagen, erhöhen sich ihre Überlebenschancen. Dabei dürfen sich die Schwestern keine Unachtsamkeit erlauben – die spitzen Hörn er des lmpala-Bocks sind eine gefährliche Waffe!

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Folge 3: Eine Zuflucht finden
Auf steilen Geröllhängen hoch ob en in den Rocky Mountains leben Pfeifhasen. Die kleinen Nagetiere halten keinen Winterschlaf und müssen während der kurzen schneefreien Phase so viel Nahrung wie möglich in ihren Bau transportieren, um die kalte Jahreszeit zu überleben. Ein Zuhause unweit einer üppigen Blumenwiese ist dabei ein großer Vorteil. Auch bei Pfeifhasen-Immobilien ist daher die Lage der wichtigste Faktor. Während die Tiere an bevorzugten Stellen fast im Futter wohnen, müssen andere weite Strecken zurücklegen und führen ein anstrengendes Pendlerleben. Zudem sind sie deutlich gefährdeter in den scharfen Klauen von Greifvögeln zu enden.

Noch schwieriger ist die Versorgungslage einer Schimpansengruppe im westafrikanischen Senegal. Während der Trockenzeit ist es nicht nur schwierig, etwas Fressbares zu finden, vor allem Wasser ist Mangelware. Die Familie ist jetzt auf ältere Tiere und deren Kenntnisse der Umgebung angewiesen. Zielsicher führen sie alle an einen 16 km entfernten Fluss. Das Flussbett ist allerdings längst ausgetrocknet. Doch der Älteste lässt sich nicht beirren. Er fängt an zu graben und langsam füllt sich das Loch mit Wasser. Nach und nach folgen die anderen Affen dem Vorbild des Anführers und graben ihre eigenen Trinkbrunnen. Nur durch Erfahrung wird so ein lebensfeindlicher Lebensraum zu einer Zuflucht.

Folge 4: Kampf um die Macht
Für manche bedeutet in der Hierarchie ganz unten zu stehen nicht nur fehlender Status, oft geht es auch um Leben oder Tod. So etwa für ein junges Weißkopf-Seeadler-Weibchen. Wie Hunderte seiner Artgenossen ist es auch mitten im tiefsten Winter an den Chilkat River in Alaska gekommen. Während weite Teile des Landes unter einer dicken Eis- und Schneeschicht begraben sind, gibt es hier noch offene Wasserstellen und damit die einzige Nahrung im Umkreis von Kilometern. Im Fluss laichen die letzten Lachse der Saison, doch die sind erbittert umkämpft. Das junge Weibchen hat gegen die ausgewachsenen Männchen keine Chance. Droht ihr der Hungertod? Oder bekommt sie am Ende doch noch einen Happen, der ihr Überleben sichert?

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Noch brutaler geht es bei Kängurus in Austratten zu. Dabei geht es nicht ums Fressen, sondern um das Recht sich fortzupflanzen. Wer an die Spitze will, muss also in den Ring steigen, Die Kämpfe sind für die Kontrahenten so gefährlich, dass sie nicht leichtfertig auf Konfrontationskurs gehen. Denn schließlich ist alles erlaubt: Weder die Augen sind tabu, noch Schläge unter die Gürtellinie. Die Gegner riskieren Knochenbrüche und innere Verletzungen. Nur die Wenigsten werden es ganz nach oben schaffen.

Folge 5: Einen Partner finden
Nur bei wenigen Arten gibt es eine Partnerschaft fürs Leben. Galapagos-Albatrosse bleiben sich ein Leben lang treu. Zur Paarungszeit Ende März versammeln sich die imposanten Vögel auf den Galapagosinseln. Die Männchen treffen zuerst ein und warten auf ihre Weibchen. Im Lauf der Zeit aber wächst die Gefahr, dass einer der beiden nicht zurückkehrt. Die Bindung an den Lebenspartner ist so stark, dass das Männchen in den kommenden Jahren unbeirrt weiter auf seine Partnerin warten wird.

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Bei den meisten Tieren ist die Partnersuche mit einem kurzen und oft unbarmherzigen Konkurrenzkampf verbunden. Etwa wenn ein Suppenschildkröten-Weibchen von sieben Männchen gleichzeitig bedrängt wird. Die Kämpfe der Rivalen sind so heftig, dass zuweilen sogar das .Objekt der „Begierde“ umkommt.

Bei den Seebären in Südgeorgien ist da s stärkste Männchen Herrscher über einen Harem. Jüngere Rivalen fordern ihn unablässig heraus. In blutigen Kämpfen versuchen sie ihn zu verdrängen und aus der Gruppe zu verstoßen. Bei Vögeln kommt es während der Balz häufig nicht auf Kraft, sondern auf Schönheit an. Die Langschwanzpipras studieren mit einem Juniorpartner jahrelang erstaunlich choreografierte Synchrontänze ein, um die Weibchen zu beeindrucken.

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Folge 6: Eltern im Einsatz
Nachwuchs ist das Vermächtnis der Eltern an die Zukunft – sofern es gelingt, ihn erfolgreich groß zu ziehen und vor den Gefahren der Wildnis zu schützen. Kaum eine Bindung im Tierreich ist enger als die zwischen Eltern und ihren Jungen. Ein Bonabo etwa ist in den ersten fünf Lebensjahren völlig auf seine Mutter angewiesen.

Für andere Tiere – wie z. B. Meeresschildkröten – ist die Elternpflicht erfüllt, sobald dem Weibchen die anstrengende und oft lebensgefährliche Eiablage gelungen ist. Wieder andere überlassen die mühsame Aufzucht gleich einer fremden Art: Ein Kuckucksei im Nest eines afrikanischen Trauerdrongos bedeutet meist das Todesurteil für den eigenen Nachwuchs.

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Jungtiere sind leichte Beute für Räuber aller Art. Die Hauptaufgabe der Eltern besteht darin. ihren Nachwuchs so sicher wie möglich durch das Leben zu führen, bis er selbst dazu in der Lage ist. In der ostafrikanischen Savanne muss eine Zebrastute eine dramatische Entscheidung fällen. Sie kann ihr Fohlen nur vor den Löwen schützen, wenn sie mit ihm einen reißenden Fluss überquert.

In 4K (Ultra-HO) gedreht – Über vier Jahre Produktionszeit – 78 Drehorte in 29 Ländern inkl. einer 5-wöchigen Expedition in der Wüste Gobi und einer 7-wöchigen Trekkingtour durch den kongolesischen Dschungel – Das Team brauchte unter anderem Körperpanzerung, um sich vor Känguruangriffen zu schützen – Für Nahaufnahmen von Tigern wurden Teleobjektive mit bis zu 1 m Länge verwendet – Es kamen über 1.800 Stunden Filmmaterial (ca. 300 Terabyte an Daten) zusammen, aus dem diese Serie entstand.

polyband Medien GmbH präsentiert „Überleben“ ab 27. Juli 2015 auf Blu-ray Disc™, DVD und als VoD.
Das Rezensionsexemplar wurde von polyband Medien GmbH zur Verfügung gestellt. Wir bedanken uns herzlich.

Originaltitel: Life Story
Land / Jahr: GB / 2014
Genre: Dokumentation
Sprecher: David Attenborough (engl.), Stephan Benson (dt.)
Ausführender Produzent: Michael Gunton
FSK: 0

Blu-ray Disc™
Laufzeit: ca. 300 Min. (6 x 50 Min) zzgl. Bonus
Bildformat: Full HD 16:9 (1,78:1)
Tonformat: DTS HD 2.1
Sprachen: Deutsch, Englisch
Bonus: Interview mit David Attenborough, Behind the Scenes, umfangreiches Booklet, Digipak im Schuber

Webseite: Überleben – Die komplette Serie