Vive la France – Gesprengt wird später: Culture Clash

vive_coverWeil die Welt noch nie von Taboulistan gehört hat, greift der langjährige Diktator zu drastischen Werbemaßnahmen: Er will zwei Selbstmordattentäter in einem Flugzeug nach Paris schicken, mit dem sie den Eiffelturm zum Einsturz bringen sollen. Die Wahl fällt auf die ebenso unbedarften wie gutherzigen Ziegenhirten Muzafar und Feruz. Zu ihrem Unglück wird der Flug nach Korsika umgeleitet. Für die zwei Terroristen in spe beginnt eine Tour de France, die sich bald als Tour de Force erweisen wird. Denn auf ihrem schwierigen Trip in die Hauptstadt begegnen dem Duo ziemlich durchgeknallte und unfreundliche Einheimische …..

Film-Blog.tv meint:
„Vive la France – Gesprengt wird später“ ist zunächst einmal eine herrlich politisch unkorrekte Culture-Clash-Komödie. Die Perspektive zweier recht simpel gestrickter Ziegenhirten auf den französischen Lebensstil ist jedoch nicht immer so oberflächlich, wie es zunächst den Anschein hat. Das Lachen bleibt spätestens in der Szene im Halse stecken, wenn der Betrachter miterlebt, dass Feruz als unfreiwilliger Organspender seiner Niere missbraucht wird. Und sonst? Schöne Bilder, Postkartenmotive, die aus einem Werbevideo des französischen Fremdenverkehrsverbands stammen könnten. Dazu schöne Chansons und eine bezaubernde Isabelle Funaro als Marianne.

Sie haben noch nie von Taboulistan gehört? Ich auch nicht. Derweil wurde hier, nicht im Libanon die berühmte Nationalspeise Taboulé erfunden! Ein Teller dieses Gerichts ziert die Nationalflagge des fiktiven Kleinstaats, der irgendwo hinter Afghanistan, nördlich von Pakistan von aller Welt vergessen, ein fast mittelalterliches Dasein fristet.

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Aber Taboulistan soll bekannt in aller Welt werden! Da kommt der langjährige Diktator auf die zündende Idee! Ein Selbstmordattentat auf das berühmteste Wahrzeichen der Welt – den Eiffelturm – zweier Terroristen aus seinem Land soll es bekannt machen und Touristen in die karge Berglandschaft locken.

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Nach einem harten Training und gnadenlosen Ausleseverfahren sind es schließlich die beiden Ziegenhirten Muzafar und Feruz, die im Flugzeug von Istanbul nach Paris sitzen. Sie sollen, mit einer Gabel bewaffnet, den Piloten zwingen mit der vollbesetzten 747 in den Eiffelturm zu crashen.

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Aber wie die Franzosen nun mal sind, machen sie den beiden verhinderten Taliban einen dicken Strich durch die Rechnung. In Paris wird gestreikt und die Maschine muss in Korsika landen.

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Die zwei Terroristen in spe beginnen eine Tour de France, die sich bald als Tour de Force erweist: Sie begegnen nationalistischen Korsen, dienstbeflissenen Polizisten, unehrlichen Taxifahrern, gewalttätigen Fußballfans, nörgelnden Arbeitern, unfreundlichen Kellnern, kafkaesken Verwaltungen und medizinischen „Irrtümern“.

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Im Krankenhaus wird Feruz für einen illegalen Einwanderer gehalten und muss prompt als Organspender herhalten. Dort trifft er auf junge Journalistin Marianne. Sie unterstützt Muzafar und Feruz nicht nur, sondern zeigt ihnen auch ein ganz anderes Frankreich, das sie ihre mörderischen Pläne noch einmal überdenken lässt …

polyband Medien GmbH präsentiert „Vive la France – Gesprengt wird später“ auf DVD und Blu-ray Disc™.
Das Rezensionsexemplar wurde von polyband Medien GmbH zur Verfügung gestellt. Wir bedanken uns herzlich.

Originaltitel: Vive la France
Land / Jahr: Frankreich / 2013
Genre: Komödie
Darsteller: José Garcia: Muzafar, Michaël Youn: Feruz, Isabelle Funaro: Marianne, Ary Abittan: Jafaraz Ouechmagül, Jérôme Commandeur: Gendarm, Vincent Moscato: Onkel Momo, Jean-François Cayrey: Taxifahrer in Paris, Franck Gastambide: Kévin u. v. a.
Regie: Michaël Youn
Drehbuch: Michaël Youn, Dominique Gauriaud, Jurij Prette
Original-Idee: Bernardo Barilli
Produktion: Alain Goldman, Frantz Richard, Catherine Morisse-Monceau
Kamera: Stéphane Le Parc
Schnitt: Sandro Lavezzi
FSK: 12

Blu-ray Disc
Laufzeit: ca. 97 Min. zzgl. Bonus
Bildformat: Full HD 16:9 (2,35:1)
Tonformat: DTS HD Master Audio 5.1
Sprachen: Deutsch, Französisch
Untertitel: Deutsch
Extras Blu-ray: Kinotrailer, Teaser, Making of, Nonstop Nonsens, Outtakes, Interviews mit Kaya Yanar und Serdar Somuncu