Wer spinnt denn da, Herr Doktor? – Nur Nonstop Nonsens?

wer spinnt_coverNr. 7 (Otto Sander) ist seit zwei bis fünf Jahren in der Nervenheilanstalt, reißt aus, wird eingewiesen, reißt aus u.s.w. Als er wieder einmal am Pförtner vorbei spaziert, bringt er eine Reihe von skurrilen Ereignissen in Gang, für die er nur teilweise verantwortlich ist. Gleich vor dem Eingang wird ihm ein Mercedes „anvertraut“, dann wirbt er in einem Kaufhaus für Wodka Karamasov, wird unverrichteter Dinge Taxifahrer, zerstört ein Hilton-Fenster, wird mit seinem Schlafplatz, einem LKW, an den Schauplatz eines Verbrechens gefahren, geht mit „seinem“ Nervenarzt in die Bongo Bar, rettet dem dort tätigen lebensmüden Affen das Leben und findet nebenbei die Frau fürs Leben.

Film-Blog.tv meint:
Wem „Nonstop Nonsens“ zu laut ist, aber dessen Humor gern mag, dem sollte auch „Wer spinnt denn da, Herr Doktor?“ gefallen. Situationskomik, ein paar Slapstick-Elemente, grandiose Schauspieler die offensichtlich viel, sehr viel Spaß an der Sache hatten und eine völlig abstruse Story. Dazu eine gute Prise Respektlosigkeit und Dialoge, die ihren Sinn sich oft erst beim zweiten Hinhören erschließt. Oder auch nicht.

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Die Handlung wurde in der Vorschau recht gut umrissen, viel mehr passier auch nicht. Allerdings ist die Art und Weise, wie sich der grandiose Otto Sander, leicht naiv und gutgläubig, aus der Affäre zieht, auch heute noch sehenswert.

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Bei allen Grotesken schwingt stets ein heiterer, poetischer Unterton mit, der „Wer spinnt denn da, Herr Doktor?“ weit über die Klamottenkiste von Didis „Nonstop Nonsens“ hervorhebt. Ist allerdings dennoch mindestens so lustig.

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Neben Otto Sander, Sunnyi Melles und Peter Fitz haben Vicco von Bülow alias „Loriot“ und Evelyn Hamann Gastrollen. Einen zweiten Blick wert ist der Hotelpage: Heute spielt Richie Müller den Stuttgarter Tatortkommissar Thorsten Lannert. Wer hat ihn wieder erkannt?

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Zur Rezension stand uns die DVD zur Verfügung. Wir beurteilen auf einer 3-Meter breiten Leinwand, und projizieren mit einem Full-HD-Beamer der Oberklasse. Da sieht man halt mehr, als auf dem Fernseher: Die Bildqualität der DVD ist, obwohl die Produktion von 1981 ist, auch bei Großprojektion erstaunlich gut. Bei einigen, wenigen, Einstellungen lässt die Schärfe ein wenig zu wünschen übrig, hin und wieder ist das Bild ein wenig zu kontrastarm. Aber das kommt auf dem Bildschirm kaum zum Tragen: Für das Alter hat sich der Film erstaunlich gut gehalten.

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Der Ton – Dolby Digital 2.0 ist klar und deutlich verständlich, der dialoglastige Film wird in erster Linie über den Center wiedergegeben.

EuroVideo Medien GmbH präsentiert „Wer spinnt denn da, Herr Doktor?“ auf Blu-ray Disc™ und DVD.
Das Rezensionsexemplar wurde von EuroVideo Medien GmbH zur Verfügung gestellt. Wir bedanken uns herzlich.

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Originaltitel: Wer spinnt denn da, Herr Doktor?
Land / Jahr: Deutschland / 1981
Genre: Komödie
Darsteller: Otto Sander, Sunnyi Melles, Peter Fitz, Vicco von Bülow, Evelyn Hamann, Hannelore Elsner, Richy Müller, Ilse Neubauer, Paul Burian u. a.
Regie: Stefan Lukschy
Drehbuch: Hartmann Schmige, Christian Rateuke
Musik: Wilhelm Dieter Siebert
FSK: 16

DVD
Laufzeit: ca. 78 Min.
Bildformat: 1,85:1 (16:9)
Tonformat: Dolby Digital 2.0 (mono)
Sprache(n): Deutsch