Wildes Brasilien – Geheimnisvolles Naturparadies: Viel mehr als Zuckerhut und Copa Cabana!

brasilien_coverWeite Grasebenen und zerklüftete Canyons, gigantische Wasserfälle und üppige Regenwälder, riesige Sümpfe und verschlungene Flussläufe, wüstenartige Dünenlandschaften und farbenprächtige Korallenriffe, paradiesische Küsten und raue Inseln: Diese fünfteilige Serie porträtiert die unterschiedlichsten Naturregionen Brasiliens und ihre charismatischen tierischen Bewohner. Erleben Sie mit neuester HD-Technologie, Super-Slow-Motion und extremer Makrofotografie das geheimnisvolle Naturparadies, so wie sie es noch nie zuvor gesehen haben.

Film-Blog.tv meint:
Auf „Servus TV“ sind die überaus sehenswerten Dokus aus der „Terra Mater“-Reihe längst Kult. Völlig zu Recht. Denn was man hier zu sehen bekommt, ist schlicht atemberaubend. Dazu Informationen, die auch dann noch überraschen, wenn man meint, vom Thema schon vieles zu wissen. Das Ganze ist nicht nur optisch und akustisch opulent, sondern auch noch höchst unterhaltsam. So muss Wissen heute vermittelt werden. Grandios.

brasilien_02

Folge 1: Der zerbrechliche Wald
Einst erstreckte sich der Atlantische Küstenwald, die sogenannte Mata Atlantica, über Tausende von Kilometern entlang gesamten Küste Brasiliens. Heute ist der einstige Primärwald nur in dezimiertem Ausmaß in von Menschen völlig unberührter Form erhalten. Trotzdem ist die verbliebene Fläche noch immer gewaltig – an der Küste und gut sechshundert Kilometer weit ins Landesinnere prägt der Küstenregenwald das Landschaftsbild.
Die Mata Atlantica ist ein besonderer Regenwald und auch denn Bewohner sind nicht alltäglich. Manche von ihnen sind extrem selten und ihr spezielles Verhalten kaum bekannt. Spinnenaffen, oder Muriqui, etwa sind Südamerikas größte Affen und ausschließlich in der Mata Atlantica zu finden. Sie leben in kleinen Gruppen bevorzugt in den Baumetagen knapp unterhalb der Kronen – wo das Nahrungsangebot reich und Sicherheit vor Raubtieren, wie dem Jaguar, gegeben ist. Spinnenaffen sind soziale Tiere. Ihre sozialen Bande frischen die Tiere tägliche mit sanften Berührungen und festen Umarmungen auf. Je enger die Freundschaft, desto intensiver der Körperkontakt. Das Zusammenleben der Spinnenaffen läuft überaus friedlich ab. Aggressive Rangkämpfe, bei anderen Affenarten auf der Tagesordnungen, haben in ihrem Leben keinen Platz. Während sich Spinnenaffen überwiegend in den obersten Bereichen der Bäume aufhalten und kaum jemals den Boden des Regenwalds betreten, sind Coatis oder Nasenbären überall im Wald anzutreffen. Sie sind geschickte Kletterer, aber ebenso gewandt, wenn es darum geht, ihren Weg durch das Bodendickicht zu finden. Mit ihren langen Nasen und ihrem meist hochgestreckten, gestreiften Schwanz wirken Nasenbären auf den ersten Blick vielleicht ein wenig ungeschickt und kurios, doch diese Tiere sind nicht zu unterschätzen: sie sind äußerst effektive Jäger und haben sich ihrem Umfeld perfekt angepasst.
Die Mater Atlantica ist die Heimat von fast Tausend Vogelarten – eine Vielfalt, die in Europa nicht zu finden ist. Einer der Vertreter des atlantischen Regenwaldes ist de Blaubrustpipra, dessen Gefieder in drei Farben leuchtet: purpurrot, tiefschwarz und hellblau. Die Männchen punkten jedoch nicht nur durch ein prächtiges Federkleid, sondern vor allem durch ihre akrobatischen Tanzaufführungen, die sie zur Paarungszeit unter den strengen Augen der Weibchen austragen. Bei starker Konkurrenz bewähren sich im harten Auswahlverfahren nur die besten Performer.

brasilien_04

Folge 2: Das wilde Herz
Die zweite Folge führt in die zentralen Grasländer Brasiliens, ins sogenannte Cerrado. Diese Graswelt voller Termitenbaue ist zehn Mal so groß wie die Serengeti Afrikas. Doch riesige Tierherden, die auf den Weiden grasen, sucht man vergeblich. Mähnenwolf, Ameisenbär, Prärieeule und Kapuzineraffe führen hier ein eher verstecktes Leben, geprägt von Hitze, Gewitterstürmen und Steppenfeuern. Der hochbeinige Mähnenwolf hat sich mit dem kargen Nahrungsangebot in dieser von Trockenheit dominierten Region arrangiert. Da mehr als die Hälfte des Jahres kaum Insekten oder kleine Nagetiere zu finden sind, hat sich das Raubtier darauf spezialisiert, den Mangel an Fleisch mit energiereicher Früchtekost auszugleichen. Auch der Große Ameisenbär hat sich den schwierigen klimatischen Gegebenheiten angepasst. Doch er hat einen Vorteil – da, die Grassteppen an vielen Stellen mit Termitenbauen übersät sind, ist für ihn das ganze Jahr über Nahrung im Überfluss vorhanden.
Im Norden werden die weiten Grasebenen von Hochplateaus überragt. Steile Felskliffe und Canyons prägen die Landschaft. Ganze Trupps von Kapuzinerraffen klettern hier behände über Steilwände, um in den tiefer gelegenen Canyons an Wasser und Nahrung zu gelangen. Die Kapuzinerraffen dieser Region Brasiliens haben gelernt, Steine als Werkzeuge zu nutzen um Nüsse zu knacken. Die ältesten Tiere der Kapuzinertrupps sind darin wahre Könner und dienen ihren jüngeren Artgenossen als Lehrmeister.

brasilien_01

Folge 3 – Die Wasserwelt des Pantanal
Die dritte Folge führt in eines der größten Binnenland-Feuchtgebiete de Welt, das Pantanal. Ein Netzwerk aus Sümpfen und Flüssen, Tropenwäldern und Savannen, so groß wie Österreich und die Schweiz zusammen. Diese Wasserwelt zeichnet sich durch besonderen Artenreichtum aus und ist die Heimat von seltenen Riesenottern, Kaimanen und unzähligen Vogelarten. Doch vor allem findet man hier die größte Raubkatze Südamerikas: Den Jaguar.
Jaguare und Wasserschweine sind im Labyrinth aus Flüssen und Inseln solange im Vorteil, bis die jährlichen Regenfälle einsetzen. Dann steigt der Wasserspiegel bis zu sechs Meter an und verwandelt das Pantanal in eine riesige Sumpflandschaft, in der Kaimane, Fische und Anakondas in ihrem Element sind. Auch Vögel, wie der Jabiru-Storch und der Hyazinth-Ara, der weltweit größte Papagei, haben gelernt, sich an die wechselhaften, saisonalen Bedingungenen anzupassen. Die Hyazinth-Aras nutzen Baumhöhlen als Brutplätze, wählen aber nur solche, die weit über dem höchstmöglichen Wasserstand liegen, sodass ihre Jungen in der Regenzeit nie in Gefahr sind. Für die Jabiru-Stöche hingegen beginnt die beste Zeit mit fortschreitender Trockenheit, wenn sich ihre bevorzugten Beutetiere, Fische und Frösche, in den wenigen verbliebenen Tümpeln zusammendrängen und keine Chance zur Flucht haben.

brasilien_05

Folge 4 – Küstenparadiese
Die vierte Folge führt zu den Küstenparadiesen und rauen Inseln Brasiliens, von kühl temperierten, tiefen Gewässern zu tropischen, seichten Lagunen und Korallenriffen: Die Küsten- und Meereswelt Brasiliens hat viele Naturschätze zu bieten. Diese Region erstreckt sich von nördlich des Äquators bis weit in den Süden, bis zur Grenze Argentiniens, über. 7.500 Kilometer. Als Kleinod gelten die vielen vorgelagerten, abgeschiedenen Inseln, die jede für sich einzigadrig ist. Und doch sticht Queimada Grande, die Schlangeninsel, wegen ihrer tierischen Bewohner besonders hervor. Sie ist das uneingeschränkte Reich der Lanzenotter, einer der giftigsten Schlangen der Welt.
Buckelwale kommen aus der Antarktis in die Küstengewässer Brasiliens, um hier ihre Jungen zur Welt zu bringen. Während die Walmütter sich liebevoll um die Aufzucht des Nachwuchses kümmern, sind die tonnenschweren Walbullen vorwiegend damit beschäftigt, ihre Nebenbuhler mit fast schon akrobatisch anmutenden Sprüngen zu beindrucken. In den Gewässern rund um die Inselwelt Fernando de Noronha liegen die bevorzugten Reviere der Spinnerdelfine. In Gruppen gehen sie gemeinsam auf die Jagd und zur Paarungszeit tummeln sich Scharen von Delfinen den seichten Buchten der Inseln.

brasilien_03

Folge 5 – Die Fluten des Amazonas
Die letzte Folge führt in den größten Regenwald der Welt, der geprägt ist von den wechselnden Wasserständen des Amazonas. Der Amazonas-Regenwald bedeckt eine Fläche von fast 7 Millionen Quadratkilometern, rund die Hälfte davon nimmt der Norden Brasiliens ein. Zehn Prozent aller auf der Welt existierenden Arten kommen in dieser tropischen Waldregion vor.
Die Artenvielfalt, die hier vorherrscht, ist an sich bereits einzigartig. Und immer noch werden neue Tier- und Pflanzenarten entdeckt.
Der Amazonas-Regenwald Brasiliens ist ein Land aus Wasser und Wald. Diese beiden Welten ringen jedes Jahr, angetrieben durch die ;saisonalen Fluten, um die Vorherrschaft. Das Kronendach ist das uneingeschränkte Reich der Harpyie. Dieser Adler zählt zu den kräftigsten Greifvögeln weltweit. Seine bevorzugte Beute sind Faultiere und Affen. Einige Waldetagen tiefer gehen die Blattschneiderameisen einer ähnlichen Arbeit nach. Sie suchen nach Blättern, aus denen sie mit ihren scharfen Mundwerkzeugen leicht transportable, mundgerechte Happen sägen, um sie in ihrem Bau einem Pilz zu verfüttern, der wiederum den Ameisen als Nahrung dient.
Mit der Regenzeit verwandeln die anschwellenden Fluten die Wälder in eine verkehrte Welt: einst trocken liegendes Land steht nun unter Wasser. Und nun sind es der Pirarucu, einer der größten Süßwasserfische der Welt, und die Fransenschildkröte, die zu Jägern werden. Während der gut zwei Meter lange Pirarucu in den stehenden Gewässern zwischen den Bäumen umherstreift, lauert die Fransenschildkröte reglos und gut getarnt auf Beute.

brasilien_07

Die Bild- und Tonqualität der Blu-ray ist auf dem Stand der Technik. Die Aufnahmen kommen auch bei Großprojektion gestochen scharf, farbenfroh und brillant auf die Leinwand. Schwarzwerte und Kontrast sind fein abgestimmt. Der Ton – DTS HD Master Audio 5.1 – ist perfekt abgemischt. Die vier Surroundboxen werden rege angesprochen und vermitteln viel Atmosphäre, die Kommentare kommen interessant und gut verständlich aus dem Center.

brasilien_08

polyband Medien GmbH präsentiert „Wildes Brasilien – Geheimnisvolles Naturparadies“ auf DVD und Blu-ray Disc™.
Das Rezensionsexemplar wurde von polyband Medien GmbH zur Verfügung gestellt. Wir bedanken uns herzlich.

Originaltitel: Undiscovered Brazil
Genre: Dokumentation
FSK: Info Programm

Blu-ray Disc
Laufzeit: ca. 250 Min. (5 x 50 Min.) zzgl. Bonus auf zwei Blu-RayTM
Bildformat: Full HD 16:9 (1.78:1)
Tonformat: DTS HD Master Audio 5.1
Sprachen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Niederländisch