Wildes Frankreich: Bildgewaltige Dokumentation

wildes-frankreich_coverDas größte Land Westeuropas bietet eindrucksvolle Naturlandschaften und eine faszinierende Vielfalt an Tieren und Pflanzen. Festgehalten in spannenden Bildern und spektakulären Geschichten zeigt die zweiteilige Serie die französischen Gebirgsmassive und Waldregionen sowie die Naturräume der französischen Flüsse und Meeresküsten mitsamt ihren Artenreichtum der Flora und Fauna.
Es ist eine atemberaubende Reise von den Pyrenäen und den Alpen über die Atlantikküste bis nach Korsika. Entdecken Sie das wilde Frankreich mit fantastischen Flugsequenzen und faszinierenden Nahaufnahmen, aufwändigen Zeitraffer- wie Zeitlupenszenen und malerischen Landschaftspanoramen.

Film-Blog.tv meint:
„Wildes Frankreich“ – wie wild kann eine Industrienation im Zentrum Mitteleuropas denn sein? Wilder jedenfalls, als man erwarten kann. In den Pyrenäen leben (wieder) Braunbären, in den Alpen werden wieder Wölfe geboren. Und auch der Steinadler fühlt sich pudelwohl. Das Ganze wurde von Terra Mater bildgewaltig und sehr ästhetisch in Szene gesetzt. Fast schon zu schön, um wahr zu sein. Dass die wilde Natur kein Streichelzoo ist, kommt dabei leider etwas zu kurz. In manchen Szenen werden ein wenig zu menschliche Maßstäbe bei Verhaltensweisen von Wildtieren angelegt. Doch das schmälert den rundum guten Eindruck kaum. „Wildes Frankreich“ ist für Freunde großartiger Naturdokus ein absolutes Muss.

Folge 1 – Schroffe Gipfel, dichter Wald
Die erste Folge führt in die französischen Gebirgsmassive und Waldregionen – festgehalten in spannenden Bildern und spektakulären Geschichten, bietet diese Produktion fantastische Flugsequenzen und faszinierende Nahaufnahmen, aufwändige Zeitraffer- wie Zeitlupenszenen und malerische Landschaftspanoramen.

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Die Pyrenäen im Südwesten Frankreichs bilden die natürliche Grenze zu Spanien. Diese noch sehr ursprüngliche und schroffe Bergwelt ist die Heimat des mächtigsten europäischen Raubtiers: 250.000 Jahre lang bewohnte der Braunbär diese Berge- doch im 20. Jahrhundert war er hier beinahe verschwunden. lnzwischen kehrt der Braunbär zurück und gedeiht dank des vielfältigen Nahrungsangebots in der Natur der Pyrenäen. Auch der Südosten ist von Bergen geprägt: Hier verlaufen die Alpen – die größte Gebirgskette des europäischen Kontinents – in einem weiten Bogen beinahe bis zum Mittelmeer. Die Alpen sind der Lebensraum einiger besonders charismatischer Tiere: Hoch in der Luft zieht der Steinadler seihe Kreise, stets nach Beute Ausschau haltend. Ein anderer großer Jäger hier ist der Wolf. Wie der Bär war auch er praktisch verschwunden, doch nach und nach kehrt Meister Isegrim in seine angestammten Reviere zurück. Das beweisen auch die beiden jungen Wölfe, die erstmals den sicheren Bau verlassen, um neugierig ihre Umgebung zu erkunden.

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Die Vogesen, im Nordosten von Frankreich sind ein Mittelgebirge mit Gipfeln bis knapp über 1.000 Meter Höhe. Die dichten Wälder hier beherbergen zahlreiche wilde Tiere. Darunter auch Dachse. Ein Weibchen sucht einen Partner, um eine Familie zu gründen – doch zuvor wartet der Hausbau: das Paar geht in den Untergrund, um sich ein Heim zu schaffen, das als Schutz und Rückzugsraum dient. Dann erst kann es sich um Nachwuchs bemühen.
Der Wald ist ein einzigartiger Lebensraum. Südlich von Paris liegt der Wald von Fontainebleau – eines der größten Waldgebiete Westeuropas. Dieser königliche Forst bietet viele faszinierende Geschichten – eine davon handelt von zwei ausgewachsenen Hirschbullen. Die bei den sind seit ihrer Geburt zusammen: der eine ist eher vorsichtig, der andere ein Bruder Leichtfuß. Ersterer besitzt ein extrem scharfes Gehör, der zweite eine besonders feine Nase.
Und so ergänzen sie einander perfekt: einer passt auf, der andere sucht nach Nahrung – auf diese Weise haben sie nun bereits sieben Jahre miteinander verbracht. Doch jedes Jahr im Herbst steht die ungewöhnliche Freundschaft auf dem Prüfstand: wenn Hirschbullen durch die Brunft zu erbitterten Rivalen werden und um die Weibchen kämpfen.

Folge 2 – Weite Küste, raues Land
An der Atlantikküste nördlich von La Rochelle liegt der Marais Poitevin – eine ausgedehnte Sumpflandschaft mit einer spektakulären Tier- und Pflanzenwelt. Ursprünglich Marschland, das lange Zeit regelmäßig vom Meer überflutet wurde, entstand der heutige Marais erst durch den Eingriff des Menschen: im 12, Jahrhundert legten Benediktinermönche hier Dämme an – und damit weite Bereiche trocken. Diese Flächen wurden landwirtschaftlich genutzt. Heute macht das Feuchtgebiet nur mehr etwa 30% des Marais aus. In einem schwer zugänglichen Teil findet sich eine große Kolonie von Reihern, die hier in den Kronen von Eschen brüten. Speziell im Frühjahr sind die Vögel nicht zu überhöre – dann sorgen hier tausende frisch geschlüpfte Küken für ohrenbetäubenden Lärm.

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Zur gleichen Zeit verwandeln sich Myriaden von furchterregend aussehenden Larven in schillernde Libellen. Diese eleganten Akrobaten der Lüfte begegnen anderen Flugkünstlern: den Hufeisennasen. Ihren Namen verdankt diese Fledermausart den charakteristischen Hautlappen um ihre Nase. Auch die Hufeisennasen bekommen gerade Nachwuchs – das Junge wird einen Monat lang von seiner Mutter gesäugt. Dann erst kann es seiner eigenen Wege fliegen. Die Cevennen sind eine wilde Bergregion im Süden Frankreichs. Hier haben Flüsse im Laufe der Zeit tiefe Canyons in das Kalkgestein geschnitten. Zwischen und über den Felswänden kreisen die Geier. Diese Greifvögel haben keinen allzu guten Ruf, aber sie spielen eine wichtige Rolle im Ökosystem. Als Entsorgungstrupp der Natur beseitigen sie Tierkadaver und verhindern so, dass Bakterien und Verwesungsgifte das Wasser verseuchen, auf das alle Lebewesen angewiesen sind.

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Eine ganz spezielle Rolle im „Wilden Frankreich“ spielt eine Mittelmeerinsel: Korsika beherbergt eine sehr ursprüngliche Natur – das Naturschutzgebiet La Scondola ist das älteste Korsikas, ja sogar ganz Frankreichs. Sein Symboltier ist der Fischadler, dessen Bestand hier seit einiger Zeit wieder zunimmt. Aber auch die Meeresgewässervor La Scandola enthalten einen ungeheuren Reichtum an Tieren und Pflanzen. Ein besonderer Bewohner hier ist der Zackenbarsch. Zackenbarsche sind Hermaphroditen: sie werden alle als Weibchen geboren, aber im Alter von zehn Jahren wechseln sie das Geschlecht und werden zu Männchen. Im Frühsommer versammeln sich Männchen und Weibchen. Sie umtanzen einander und wechseln dabei ihre Farben – alles zum Zwecke der Verführung und Vermehrung. Praktisch an allen Küsten des Mittelmeers war der mächtige Zackenbarsch verschwunden, doch dank Schutzgebieten wie La Scandola scheint seine Zukunft gesichert.

Das Bild der Blu-ray ist, auch bei Großprojektion, schlicht und einfach atemberaubend. Von weiten Landschaftsübersichten bis zum kleinsten Detail, hier stimmt einfach alles. Die Schärfe sitzt genau dort, wo sie hingehört, von Korn oder Artefakten ist nichts ansatzweise zu sehen. Der dts-HD Master Audio 2.0-Ton kommt klar und gut verständlich aus den Boxen, der Sprecher versteht sein Hand-, pardon Mundwerk.

polyband Medien GmbH präsentiert „Wildes Frankreich“ auf DVD und Blu-ray Disc™.
Das Rezensionsexemplar wurde von polyband Medien GmbH zur Verfügung gestellt. Wir bedanken uns herzlich.

Originaltitel: Wildes Frankreich
Land / Jahr: Frankreich / 2014
Genre: Dokumentation
Regie: Frédéric Fuogea, Jaques Malaterre
Buch: Frédéric Fuogea, Jaques Malaterre, Marie-Noëlle Himbert

Executive Producer: Sabine Holzer
Sprecher: Otto Clemens
FSK: Info Programm

Blu-ray Disc
Laufzeit: ca. 100 Min. (2 x 50 Min.)
Bildformat: Full HD 16:9 (1.78:1)
Sprachen: Deutsch, Englisch
Tonformat: dts-HD Master Audio 2.0