X-Men – Zukunft ist Vergangenheit: Blue-Men Mutanten

x-men_coverIn „X-Men – Zukunft ist Vergangenheit“ kämpft das ultimative X-MEN Ensemble auf zwei Zeitebenen ums Überleben. Die beliebten Charaktere der originären X-MEN Trilogie verbinden sich mit ihren Vorgängern aus „X-Men – Erste Entscheidung“ für einen alles entscheidenden Kampf, der die Vergangenheit verändern muss – um unsere Zukunft zu retten.

Film-Blog.tv meint:
Wer was auf sich hält, verfilmt einen Marvel-Comic. Trotz immens hoher Produktionskosten kann sich die Produktionsfirma auf ein Bombengeschäft freuen. Das ist bei „X-Men – Zukunft ist Vergangenheit“ nicht anders. von über 250 Millionen Dollar Produktionskosten ist die Rede. Die natürlich locker wieder eingespielt wurden.
Ähnlich wie bei den „Avengers“ darf sich Bryan Singer auf einen All-Star-Cast freuen, den er überaus geschickt in die Handlung einbindet. Ja, Ihr habt richtig gelesen: Es gibt so was wie eine Handlung. Gut, nach Logiklöchern braucht man nicht lange zu suchen. Die werden als „roter Faden“ während des gesamten Films quasi auf dem Silbertablett präsentiert. Aber wer sich daran stört, ist eh im falschen Film. Wer dagegen Spaß an wirklich genialem 3D, wirklich sensationellen CGI-Effekten und dennoch guten Schauspielern, die mit Freude an der Sache sind, hat, sollte sich die 3-D-Blu-ray in den Player legen. Ach ja: Ein gutes Surroundsystem und tolerante Nachbarn sind natürlich für die nächsten 130 Minuten Pflicht!

Hugh Jackman, Michael Fassbender, James McAvoy und Jennifer Lawrence treffen auf Ian McKellen und Patrick Stewart. Die Helden der ursprünglichen X-Men Trilogie kämpfen mit den jüngeren Versionen ihrer Selbst Seite an Seite in einer Schlacht, um die Vergangenheit zu verändern und die Zukunft zu retten …

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In nicht all zu ferner Zukunft, so um 2050, ist die Menschheit drauf und dran, von Mutanten, die man einst selbst erschaffen hat, ausgerottet zu werden. Das letzte Häuflein Aufrechter, das noch überlegen konnte, hat sich in einem tibetanischen Kloster verschanzt. Der Angriff der Mutanten steht unmittelbar bevor.

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Schon nach wenigen Minuten zeigt Bryan Singer wo der Hammer hängt. Er hält sich nicht lange mit langweiligen Einführungen auf. Action sofort nach dem Vorspann, der erfreulich kurz gehalten ist. Es gibt nur einen Ausweg, das Leben auf der Erde zu retten: Wolverine, alias Logan, muss eine Zeitreise, zurück ins Jahr 1973, antreten. Und das Ereignis verhindern, das die Entwicklung der Mutanten zu Klonkriegern veranlasst hat: Den Mord an Bolivar Trask. Ihm war es einst gelungen, aus der DNA der vorher friedlichen Mutantin Mystique die unbesiegbaren Kriegsmaschinen zu entwickeln.

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Dieses Grundthema von „X-Men – Zukunft ist Vergangenheit“ mögen Kritiker als größten Schwachpunkt des Films ansehen. Denn bekanntlich entwickelt sich der Lauf der Geschichte niemals linear. Wenn man die Zeit zurück drehen könnte, um die Weichen der Vergangenheit anders stellen: Man kann sich dennoch nie sicher sein, dass der weitere Verlauf der Zeit den Erwartungen in der Gegenwart entspricht. Aus diesem, sehr reizvollen Thema, hat das Drehbuch für meinen Geschmack ein bisschen zu wenig gemacht. Mit etwas mehr Phantasie und Mut hätte man hier aus einem guten einen sensationellen Film machen können. Das Budget und der Cast hätten es locker hergegeben.

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Seine Stärken hat „X-Men – Zukunft ist Vergangenheit“ in den 70igern. Wer diese Zeit selbst noch erlebt hat, wird viele liebgewonnene Kleinigkeiten wiederfinden: Lava-Lampen, fiese Frisuren, Schlaghosen und den passenden Soundtrack. Genial, wie Magneto die Kugeln bei einer Schießerei in die richtigen Bahnen lenkt, während Quicksilver zu Jim Croces „Time in a bottle“ die Zeit anhält. Eine tolle Choreographie, ganz großes Kino!

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Normalerweise reichen mir bei Comickverfilmungen Laufzeiten um die 90 Minuten. Es gibt nicht viel, das in dieser Zeit nicht erzählt werden kann. Dauert’s länger, zieht es sich meist ins Belanglose. Anders bei „X-Men: Zukunft ist Vergangenheit”. Durch die beiden Zeitebenen und die, teilweise verzweigten, Handlungsstränge werden die 130 Minuten, die der Film dauert, gut ausgefüllt. Gut, dass man sich die Zeit genommen hat. Eine kürzere Fassung hätte man wohl nur schwer verstanden, angesichts der vielschichtigen Aktions- und Zeitebenen. Und, wie bei Marvel üblich: Bleibt am Schluss dran, nach dem Abspann kommt noch ein kleiner Nachschlag. Sehenswert!

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Die Blu-ray ist technisch auf aktuellem Stand. Uns lag zur Rezension die 3-D-Fassung vor, die in Punkto räumlicher Darstellung Referenzwerte erzielt. Das Bild hat Tiefe, zahlreiche Popouts erfüllen den Raum auch in die Richtung der Betrachter. Sogar die eingeblendeten TV-Szenen von Röhrenfernsehern aus den frühen 70iger Jahren sind noch 3D: Das sieht zwar gut aus, ist aber vielleicht etwas zu viel des Guten.
Dem steht der Ton nicht nach. Die deutsche Fassung in DTS 5.1 macht Spaß, alle fünf Schallwandler des Systems werden ständig beschäftigt und sorgen für sehr guten Raumklang. Wer sich für die englische OV in DTS HD Master Audio 7.1 entscheidet und ein entsprechendes Soundsystem am Receiver hängen hat, sollte die Nachbarn entweder einladen oder warten, bis sie mal für zwei Stunden außer Haus sind …

20th Century Fox Home Entertainment GmbH präsentiert „X-Men – Zukunft ist Vergangenheit“ ab dem 02. Oktober 2014 auf 3D-Blu-ray Disc™, Blu-ray Disc™, DVD und als VoD.
Das Rezensionsexemplar wurde von 20th Century Fox Home Entertainment GmbH zur Verfügung gestellt. Wir bedanken uns herzlich.

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Originaltitel: X-Men: Days of Future Past
Land / Jahr: USA, GB / 2014
Genre: Action, Science Fiction, 3D
Darsteller: James McAvoy: Professor Charles Xavier, Michael Fassbender: Erik Lehnsherr / Magneto, Hugh Jackman: Logan / Wolverine, Jennifer Lawrence: Raven Darkholme / Mystique, Nicholas Hoult: Dr. Hank McCoy / Beast, Patrick Stewart: älterer Professor Charles Xavier, Ian McKellen: älterer Erik Lehnsherr, Evan Peters: Pietro Maximoff / Quicksilver, Ellen Page: Kitty Pryde / Shadowcat, Peter Dinklage: Bolivar Trask, Halle Berry: Ororo Munroe / Storm, Shawn Ashmore: Bobby Drake / Iceman, Lucas Till: Alex Summers / Havok, Booboo Stewart: James Proudstar / Warpath, Daniel Cudmore: Piotr Rasputin / Colossus, Omar Sy: Bishop, Fan Bingbing: Clarice Ferguson / Blink, Adan Canto: Roberto da Costa / Sunspot, Josh Helman: Major Bill Stryker, Mark Camacho: Präsident Nixon u. a.
Regie: Bryan Singer
Drehbuch: Simon Kinberg
Story: Simon Kinberg, Matthew Vaughn, Jane Goldman
Produktion: Simon Kinberg, Hutch Parker, Lauren Shuler Donner, Bryan Singer
Kamera: Newton Thomas Sigel
Schnitt: John Ottman
Musik: John Ottman
FSK: 12

3D Blu-ray Disc
Laufzeit: ca. 131 Min. + Bonus
Bildformat: Full HD 16:9 (2,40:1)
Tonformat: Englisch DTS HD Master Audio 7.1, Deutsch DTS 5.1, Französisch DTS 5.1, Türkisch DD u. a.
Untertitel: Englisch, Deutsch, Französisch, Türkisch u.a.
Extras: Entfallene Szenen mit optionalem Kommentar von Bryan Singer, Spaß am Set, Die Entstehung der Küchen-Szene, Die neuen Mutanten, Die X-Men sind wieder vereint, Ein ungleiches Duo: Xavier und Magneto, Die Sentinels, „Trask Industries“ – Bildergalerie, Second Screen App, Original Kinotrailer

Webseite zum Film: X-Men: Zukunft ist Vergangenheit