Zugvögel … Einmal nach Inari: Der Weg ist das Ziel

zugvögel_coverDer kauzige Ruhrpott-Bierfahrer Hannes macht sich per Bahn auf den Weg ins nordfinnische Inari, um dort am 1. internationalen Wettbewerb für Kursbuchspezialisten teilzunehmen. Was er noch nicht weiß: Er wird von Kommissar Fanck verfolgt, der ihn als Mordverdächtigen sucht. Auf seiner Reise wird Hannes in die kleinkriminellen Aktivitäten eines Geldfälscherrings verstrickt. Außerdem trifft er im Zug auf die finnische Rosenliebhaberin Sirpa, in die er sich Hals über Kopf verliebt. In Inari treffen alle aufeinander: Hannes, Sirpa und Kommissar Franck.

Film-Blog.tv meint:
„Zugvögel … Einmal nach Inari“ ist ein subtil und sensibel erzähltes (Rail-)Roadmovie. Frank Griebe hat das ganze in wunderschöne Bilder gefasst, auch jede noch so kleine Nebenrolle ist perfekt besetzt. Ursprünglich für’s Fernsehen produziert, kam der Film 1996 ins Programmkino und avancierte rasch vom Geheimtipp zum Überraschungserfolg. Schön, dass es diese kleine Perle endlich wieder auf DVD gibt!

Hannes, ein etwas kauziger Junggeselle ist Beifahrer bei einem Getränkegroßhändler in Dortmund. Anders als sein Kollege und bester Freund Lothar, hat er mit der Borussia und Fußball nichts am Hut. Sein Hobby sind die Kursbücher der weltweiten Bahnlinien.

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Er verbringt die komplette Freizeit damit, die schnellsten Verbindungen, auch von weit entfernten Zielen, herauszufinden und auswendig zu lernen. Für eine Frau ist da keine Zeit. Nicht einmal die hübsche „kleine Kassiererin“ vom Supermarkt, die ihm eindeutige Avancen macht, nimmt er wahr. Sein Ziel: Beim „1. internationalen Wettbewerb für Kursbuchspezialisten“ in Inari den ersten Preis, 25.000 englische Pfund, zu gewinnen.

Für die Reise nach Nordfinnland hat er sich extra Sonderurlaub genommen. Doch der fällt der Rationalisierungswut des neuen Chefs zum Opfer. Urlaub oder Kündigung? Da brennt beim sonst so ruhigen Hannes eine Sicherung durch. Von einer strammen Geraden wird der arrogante Boss niedergestreckt ….

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Tags drauf sitzt Hannes im Zug nach Inari. Und die Polizei ist in der Firma. Denn der Boss ist tot. War Hannes wirklich der letzte, der im Büro war? War sein Kinnhaken tödlich? Oder war es Frau Klößner,? Denn auch die ist plötzlich verschwunden. Rasch stellt sich heraus, dass die Sekretärin ihren Urlaub schon seit Monaten gebucht hatte. Hannes ist jetzt der alleinige Hauptverdächtige, nach dem Kommissar Franck fahndet.

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Während der Zugfahrt erlebt Hannes mehr, als in seinem ganzen Leben zuvor: Er wird in die Machenschaften eines kriminellen Schaffners verstrickt und schon deswegen im Zug verhaftet. Die Flucht gelingt, er lernt die attraktive, aber verheiratete Sirpa kennen, in die er sich verliebt. Mittlerweile ist ihm auch Franck auf den Fersen. In Inari treffen alle drei aufeinander ….

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Das Bild der DVD ist natürlich nicht ganz auf dem aktuellen Stand moderner Produktionen. Das ursprüngliche Filmmaterial wurde aber recht ordentlich digitalisiert, auch bei Großprojektion ist es noch gut anzuschauen. Der Ton kommt recht frontlastig aus dem 5.1-System, was bei diesem dialoglastigen Film eher von Vorteil ist.

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Universum Film GmbH präsentiert „Zugvögel … Einmal nach Inari“ auf DVD.
Das Rezensionsexemplar wurde von Universum Film GmbH zur Verfügung gestellt. Wir bedanken uns herzlich.

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Originaltitel: Zugvögel … Einmal nach Inari
Land / Jahr: Deutschland / 1996
Genre: Drama, Krimi, Komödie
Darsteller: Joachim Król: Hannes Weber, Peter Lohmeyer: Kommissar Franck, Outi Mäenpää: Sirpa Salonen, Jochen Nickel: Lothar, Peter Franke: Karl-Heinz, Nina Petri: Frau Kößner, Hilmi Sözer: Harry, Oliver Marlo: Lako, Antje Schmidt: Kleine vom Supermarkt, Friedrich Küppersbusch: Fahrplanexperte, Kari Väänänen: Asko, Milchfahrer, Kati Outinen: Inkeri, Baggerfahrerin u. a.
Regie: Peter Lichtefeld
Drehbuch: Peter Lichtefeld
Produktion: Jörn Rettig
Kamera: Frank Griebe
Musik: Christian Steyer
Schnitt: Bernd Euscher

DVD
Laufzeit: ca. 83 Min.
Bildformat: Full HD 16:9 (1,78:1)
Tonformat: DTS-HD 5.1
Sprachen: Deutsch
Extras: Interview mit Regisseur Peter Lichtefeld, Trailer, Wendecover
FSK: 6